Matteo Salvini könnte der eigentliche Gewinner der Regionalwahlen am 26. Januar 2020 in zwei Regionen Italiens sein.Foto: TIZIANA FABI/AFP via Getty Images

„Alles wegen Streitigkeiten blockiert“: Lega-Chef Salvini fordert italienische Parlamentswahl im Herbst

Epoch Times8. Juni 2020 Aktualisiert: 9. Juni 2020 9:13
Die Amtszeit der Regierungskoalition aus Demokratischer Partei (PD) und Fünf-Sterne-Bewegung dauert eigentlich noch bis 2023. Doch die Politik in Italien steht wegen interner Streitigkeiten still.

Der Chef der Lega, Matteo Salvini, hat vorgezogene Parlamentswahlen in Italien gefordert. Seine Oppositionspartei habe „versucht, mit dieser Regierung zusammenzuarbeiten“, sagte Salvini in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „La Stampa“.

„Wir haben sie mit Vorschlägen überflutet. Das Ergebnis war gleich Null. Seit vergangenem Herbst ist alles wegen Streitigkeiten innerhalb der Regierungsmehrheit blockiert“, so der ehemalige italienische Innenminister.

Er warf der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte vor, „keine klaren Ideen zu haben“ und gegen die Unternehmensfreiheit“ zu sein. Im Herbst stehen in mehreren italienischen Regionen Regionalwahlen an.

Zudem stimmen die Italiener in einem Referendum über eine Reduzierung der Abgeordnetenzahl ab. Das genaue Datum ist noch unklar. Salvini forderte, am Wahltag auch vorgezogene Parlamentswahlen abzuhalten. Die Amtszeit der Regierungskoalition aus Demokratischer Partei (PD) und Fünf-Sterne-Bewegung dauert eigentlich noch bis 2023.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist die italienische Rechte in Umfragen abgerutscht, da ihr zentrales Thema, die Einwanderungspolitik, in den Hintergrund gerückt ist.

Die Lega, die im Sommer 2019 noch bei rund 35 Prozent lag, kommt laut Umfragen jetzt auf rund 25 Prozent. Allerdings liegt sie damit immer noch auf Platz eins vor der PD mit etwa 20 Prozent.

Salvini hatte im August 2019 das erst 14 Monate alte Regierungsbündnis mit der Fünf-Sterne-Bewegung platzen lassen, nachdem die Forderungen seiner Partei nicht umgesetzt wurden. (afp/nh)



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