Jeffrey Epsteins Insel.Foto: Reuters

Epstein setzte zwei Tage vor seinem Tod Testament auf

Epoch Times20. August 2019 Aktualisiert: 20. August 2019 11:55
Zwei Tage vor seinem mutmaßlichen Suizid hat Jeffrey Epstein, der wegen Sexualverbrechen angeklagt war, ein Testament aufgesetzt. Darin habe er sein Vermögen in Höhe von 578 Millionen Dollar einem Treuhandfonds übertragen. Es könnte die Entschädigung von Missbrauchsopfern erschweren.

Der wegen Sexualverbrechen angeklagte Multimillionär Jeffrey Epstein hat einem Medienbericht zufolge zwei Tage vor seinem mutmaßlichen Suizid ein Testament aufgesetzt. Darin habe der einstige Hedgefondsmanager sein Vermögen in Höhe von 578 Millionen Dollar einem Treuhandfonds übertragen, schrieb die „New York Post“ am Montag.

Unklar ist demnach, wer von dem „The 1953 Trust“ profitiert. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg News könnte der Schritt es mutmaßlichen Missbrauchsopfern erschweren, Schadenersatz einzuklagen. Mehrere Frauen hatten nach Epsteins Tod Klage eingereicht und angegeben, in der Vergangenheit von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Sie forderten hunderte Millionen Dollar Entschädigung von Epsteins Erben und möglichen Komplizen.

In seinem Testament gab Epstein an, unter anderem Aktien im Wert von mehr als 300 Millionen Dollar zu besitzen, außerdem sechs Luxusanwesen an Orten wie New York, Paris und Florida sowie Flugzeuge, Autos und Boote im Wert von mehr als 18 Millionen Dollar.

Epstein war am 10. August tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden worden. Nach Angaben des Justizministeriums beging er Suizid.

Der 66-Jährige hat vermutlich jahrelang junge Mädchen und Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet. Bei einer Verurteilung hätten dem US-Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht.

Derweil zog das US-Justizministerium weitere personelle Konsequenzen aus dem Epstein-Fall. Die Leitung des Federal Bureau of Prisons werde neu besetzt, teilte Justizminister Bill Barr am Montag mit. Die Behörde ist für die Verwaltung der Bundesgefängnisse zuständig. Kathleen Hawk Sawyer soll demnach Hugh Hurwitz ablösen, der den Posten 15 Monate lang innehatte. Die ehemalige Gefängnispsychologin leitete die Behörde bereits zwischen 1992 und 2003.

Barr hatte von „ernsthaften Unregelmäßigkeiten“ bei der Überwachung Epsteins gesprochen und eine „gründliche Untersuchung“ der Todesumstände des 66-Jährigen zugesagt. Epstein war bereits am 23. Juli nach einem mutmaßlichen Suizidversuch verletzt in seiner Zelle gefunden worden. Seine verstärkte Überwachung wegen Suizidgefahr wurde aber am 29. Juli wieder eingestellt. (afp)

 

 


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