Das Metropolitan Correctional Facility, in dem Jeffrey Epstein tot in seiner Gefängniszelle gefunden wurde.Foto: David Dee Delgado/Getty Images

Falsche Dienstprotokolle: Zwei Gefängniswärter Epsteins angeklagt

Epoch Times19. November 2019 Aktualisiert: 19. November 2019 19:46
Gegen zwei Gefängniswärter des inhaftierten US-Millionärs Jeffrey Epstein ist Anklage wegen mutmaßlicher Falschangaben erhoben worden. Ihnen wird vorgeworfen, die regelmäßigen Kontrollen der Zelle unterlassen und dies mit falschen dienstlichen Protokollen vertuscht zu haben.

Gegen zwei Gefängniswärter, die in der Todesnacht des inhaftierten US-Millionärs Jeffrey Epstein im Dienst waren, ist Anklage wegen mutmaßlicher Falschangaben zu Kontrollgängen erhoben worden. In der am Montag bei einem New Yorker Gericht eingereichten Anklageschrift wird den Wärtern vorgeworfen, die vorgeschriebenen Kontrollen der Zelle des prominenten Häftlings in dem Hochsicherheitsgefängnis unterlassen und dies dann mit falschen Dienstprotokollen vertuscht zu haben.

Die Angeklagten im Alter von 31 und 41 Jahren hätten ihre Pflicht verletzt, für die Sicherheit des Häftlings zu sorgen, erklärte Bundesanwalt Geoffrey Berman. In der Nach von Epsteins Tod habe zwischen 22.30 Uhr und 06.30 kein Kontrollgang zu dessen Zelle stattgefunden.

Am Morgen des 10. August war der wegen Sexhandels mit minderjährigen Mädchen angeklagte Epstein tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Als offizielle Todesursache wurde Suizid festgestellt. Ein von Epsteins Bruder angeheuerter Pathologe zweifelte allerdings diesen Befund an und äußerte Ende Oktober die Vermutung, der Millionär sei in seiner Zelle ermordet worden.

Epstein hätte bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 45 Jahren gedroht. Er soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Eine Reihe von Frauen in den USA erhebt schwere Vorwürfe, wonach Epstein sie auch als „Sexsklavinnen“ an Freunde und Bekannte weitervermittelt habe.

Epstein unterhielt gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, unter anderen zu US-Ex-Präsident Bill Clinton und dem britischen Prinzen Andrew. Gegen den Prinzen sind ebenfalls Missbrauchsvorwürfe laut geworden. In einem Fernsehinterview wies er vor einigen Tagen diese Vorwürfe zurück und äußerte sich auch zum Fall Epstein. In britischen Medien wurde Prinz Andrew anschließend ein schwacher und wenig überzeugender Auftritt in dem Interview vorgeworfen. Kritisiert wurde vor allem, dass er dabei kein Wort des Mitgefühls mit Epsteins Opfer verloren hatte.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion