Slowakei: Keine Impfpflicht bei Besuch von Papst Franziskus – zu wenig Resonanz

Ursprünglich sollen nur gegen Corona Geimpfte an Veranstaltungen im Rahmen des bevorstehenden Besuches von Papst Franziskus in der Slowakei teilnehmen dürfen. Nun haben die Behörden die Covid-Bestimmungen gelockert. Grund: Das Interesse ist so gering.
Titelbild
Papst Franziskus.Foto: TIZIANA FABI/AFP via Getty Images
Von 7. September 2021

In der Zeit vom 12. bis 15. September wird Papst Franziskus die Slowakei besuchen. Auf dem Programm stehen Termine unter anderem in der Hauptstadt Bratislava, in Prešov, Košice, Šaštín oder der Plattenbausiedlung Luník IX, in der sich die größte Roma-Gemeinde des Landes befindet.

Ursprünglich, so berichtet „CNA Deutsch“, sollte Publikum zu den öffentlichen Terminen nur unter der Prämisse zugelassen werden, dass sie über einen gültigen Impfnachweis verfügen. In der Slowakei hatten bis zum Montag (6.9.) insgesamt 51,3 Prozent der Bevölkerung zumindest eine Impfdosis erhalten.

Die Bischöfe stimmten der Vorgehensweise zu, da andernfalls eine maximale Beschränkung öffentlicher Veranstaltungen mit dem Oberhaupt der Katholischen Kirche auf 1.000 Personen hätte stattfinden müssen.

Veranstaltungen in der Slowakei nur zu 13 Prozent ausgelastet

Nun haben sich die slowakischen Behörden entschieden, die Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen im Rahmen des Papstbesuchs zu lockern. Zwar müssen sich Besucher nach wie vor über die Seite der katholischen Bischofskonferenz des Landes anmelden, es werden nun aber auch Personen zugelassen, die eine maximal 180 Tage zurückliegende Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen können.

Der Grund für die Lockerung besteht slowakischen Medien zufolge darin, dass die bisherige Resonanz auf den Papstbesuch so gering sei. Lokalen Medien zufolge soll es zu allen vier Stationen insgesamt 57.000 Anmeldungen gegeben haben. Dies entspräche einer Auslastung von nur 13 Prozent der zugelassenen Besucherzahl.

Die Slowakei hat 5,5 Millionen Einwohner, von diesen sind 62 Prozent Katholiken – zuzüglich 3,8 Prozent Angehörige der Griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei. Ein Sprecher der Kirche machte die Impfvorgaben für das geringe Publikumsinteresse verantwortlich.

Deutlich größerer Andrang vor 15 Jahren bei Papst Benedikt XVI. in Bayern

Der Besuch von Papst Franziskus findet fast genau 15 Jahre nach dem mehrtägigen Besuch seines Vorgängers Papst Benedikt in Bayern statt, wo 2006 noch 52,7 Prozent der Bevölkerung Katholiken waren.

Damals wurde Benedikt in der Innenstadt von München von etwa 70.000 Gläubigen empfangen, in Altötting erschienen 60.000 zu einem Feldgottesdienst, auf dem Islinger Feld in Regensburg waren es gar knapp 250.000 Pilger, die eine Papstmesse besuchen wollten.

Obwohl der „Heimvorteil“ Benedikts und die Corona-Restriktionen unterschiedliche Rahmenbedingungen schaffen, deutet das geringe Publikumsinteresse auf Akzeptanzprobleme des Papstes in der katholischen Hochburg hin.

Johannes Paul II. unter Katholiken deutlich beliebter als Papst Franziskus

Wie die Plattform katholisch.de der Deutschen Bischofskonferenz schreibt, bestätigt auch der slowakische Pastoraltheologe Jozef Zuffa im Interview mit den österreichischen Kirchenzeitungen, dass es gegen den „Erneuerungskurs“ von Papst Franziskus erheblichen Widerstand in der slowakischen Kirche gäbe.

In einer repräsentativen Umfrage nur unter katholischen Slowaken von 2019, welchem der letzten drei Päpste sie sich am nächsten fühlten, nannte lediglich jeder Fünfte den derzeitigen Amtsinhaber. Demgegenüber gaben fast zwei Drittel der Befragten, nämlich 65 Prozent, Johannes Paul II. an.

Viele Priester, so Zuffa, lehnten den Öffnungskurs von Papst Franziskus ab und „zeigen offen, dass sie mit ihm nicht einverstanden sind“.



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