Corona-Lagebericht der Regierung – Entscheidungsgrundlage über Ausgangssperre oder Freiheit

Von 19. Januar 2021 Aktualisiert: 19. Januar 2021 16:51
Infizierte, Inzidenzen, Impfungen. Der Überblick zur COVID-19-Lage vom 18. Januar 2021 enthält umfangreiche Zahlen, die ausdrücklich „VS – nur für den Dienstgebrauch“ gedacht sind. Auf der Grundlage des vorliegenden Corona-Lageberichts wollen heute die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ab 14 Uhr beraten.

Ob es weitere Ausgangssperren oder Lockerungen bezüglich der Corona-Maßnahmen gibt, wird heute entschieden. Nun geriet der für diese Entscheidung zugrunde gelegte Überblick zur COVID-19-Lage der Regierung, der nur für den internen Gebrauch bestimmt war, an die Öffentlichkeit. Reproduktionswert, Inzidenzen, Intensivbetten, Impfungen. All diese Daten wurden in den Bericht eingearbeitet.

Der seit Beginn der Pandemie in Augenschein geratene Reproduktionswert, der angibt, wie viele Personen durch eine infizierte angesteckt werden, lag am 17. Januar bei 1,07. Aus der Übersicht zum Ausbruchsgeschehen in Deutschland (Tabelle 1.1.11) ist ersichtlich, dass die „aktiven Fälle“, also die Anzahl der positiv Getesteten, bis zum 15. Januar leicht rückläufig sind.

Inzidenzen und Infektionsgeschehen

Die Auflistung enthält eine Übersicht der Inzidenzen und Intensivbetten für 412 Landkreise in Deutschland. So weist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit einer Bevölkerung von rund 108.000 Einwohnern (Stand 2016) zum Zeitpunkt der Erstellung des Corona-Lageberichts die höchste Inzidenz von 500 auf, wobei fünf der zehn als COVID-19-Patienten eingestufte Einwohner auf der Intensivstation beatmet werden. Dem folgen drei Landkreise mit über 400 und 13 Landkreise und Städte mit über 300.

Im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen, der eine 7-Tages-Inzidenz von 328,2 aufweist, werden nun auch im Zusammenhang mit dem Biathlon Weltcup „gemeldete aktive positive Fälle von Teammitgliedern“ geführt, die sich in Hotel-Quarantäne in Oberhof befinden. Allerdings wurde für diese Fälle eine gesonderte Statistik angelegt, sodass sich „in der Inzidenz korrekterweise nur die Fälle widerspiegeln, die im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wohnhaft sind.“

Im Normalfall werden positive Befunde von Bewohnern anderer Landkreise an die zuständigen Gesundheitsämter weitergeleitet und spiegeln sich dort in der Statistik wider. „Das ist aufgrund der Internationalität und der besonderen Bedingungen des Weltcups nicht möglich“, heißt es in dem Bericht.

Auch über die „Infektionsgeschehen am Sitz der Bundesregierung“ in Berlin und Bonn wird informiert. Während in Bonn ein „diffuses Ausbruchsgeschehen“ vorherrscht und eine 7-Tage-Inzidenz von 98,9 berechnet wurde, liegt dieser Wert in Berlin bei 160,2. Insgesamt 399 als COVID-19-Fälle eingestufte Patienten aus Berlin werden intensivmedizinisch in und um die Hauptstadt betreut.

Mit Stand 15.01. sind in Berlin der Gesundheitsverwaltung zufolge mittlerweile 48.544 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Bei der aktuellen Einwohnerzahl von 3,7 Millionen entspricht das etwas mehr als einem Prozent der Bevölkerung. Es folgt ein Gesamtüberblick zu den Bundesländern.

Überlastungsanzeigen

Der Regierung liegen aktuell 41 Mitteilung zu „Kapazitäten-Engpässen“ in Landkreisen und kreisfreien Städten vor. Besonders betroffen ist Baden-Württemberg. Auf der Landkarte gibt es mehrere Regionen die gelb und rot markiert sind, was bedeutet, dass die Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen absehbar nicht mehr sichergestellt beziehungsweise nicht mehr vollständig erfolgen können.

DIVI-Register: Bettenauslastungen in Deutschland

Nach einem Auszug aus dem DIVI-Bettenregister, auf das die Regierung zur Corona-Lage Bezug nimmt, sind aktuell in den Bundesländern mindestens 15 Prozent der Intensivbetten frei. In Schleswig-Holstein, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zeigt die Corona-Ampel grünes Licht. Dort sind über 20 Prozent der Intensivbetten verfügbar.

Während der vergangenen Wochen wurden die Corona-Tests weiterhin ausgebaut. Nachdem die Tests in der 52. und 53. Kalenderwoche des vergangenen Jahres, wahrscheinlich auch wegen der Feiertage, stark zurückgegangen sind, wurde in der ersten Januarwoche wieder fleißig getestet. Von 1.210.515 Tests fielen 154.709 positiv aus, was einer Positivquote von 12,78 Prozent entspricht. Da jedoch nicht alle Negativtests gemeldet werden müssen, könnte die Positivquote auch niedriger liegen. Gleichzeitig hat es laut Bericht in der ersten Kalenderwoche einen Probenrückstau gegeben, sodass 11.691 Corona-Tests nicht sofort ausgewertet werden konnten.

Corona-Lage international: Verlängerte Lockdowns und Massentests in den Niederlanden

Im Vergleich der zehn Länder mit den meisten bestätigten COVID-19-Fällen „entsprechend der länderspezifischen Falldefinition“ liegt Deutschland an fünfter Stelle hinter den USA, Großbritannien, Brasilien und der Russischen Föderation. Dies geht ebenfalls aus dem Bericht der Regierung hervor.

Die Niederlande haben den Lockdown bereits bis zum 9. Februar verlängert. Im Land ist ein Massentest auf die zuerst in Großbritannien aufgetretene neue Coronavirus-Variante angelaufen. Sie wurde in Verbindung mit einer Grundschule bei 30 Personen entdeckt. Einwohner des nördlich Rotterdams gelegenen Bergschenhoek haben demnach am Mittwoch in einem provisorischen Testzentrum in einer Sporthalle angestanden, um sich testen zu lassen.

Alle 62 000 Einwohner ab dem Alter von zwei Jahren im Landkreis Lansingerland, zu dem Bergschenhoek gehört, sollen getestet werden“, heißt es in dem Bericht.

Mit dem Test sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie schnell sich die neue Variante ausbreitet.

In Polen ist zwar eine Verlängerung der Restriktionen bis 31. Januar angekündigt, jedoch gibt es eine Ausnahme: Die Grundschulen Klasse 1 bis 3 können ab 18. Januar öffnen.

Frankreich: Ausgangssperre ab 18 Uhr und Impfskepsis

Im Hinweis zum Corona-Geschehen in Frankreich heißt es, dass in 25 der rund 100 Verwaltungsbezirke die nächtliche Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr „wegen der hohen Infektionszahlen“ vorgezogen wurde. Die „gefährliche britische Coronavirus-Mutation“ mache laut einer Studie etwa ein Prozent der positiven Corona-Tests in Frankreich aus.

Zur Impfsituation in Frankreich wird erwähnt, dass „nach wie vor heftig und sehr kritisch über die Impfstrategie diskutiert“ werde. Der neu zugelassene Moderna-Impfstoff solle prioritär in Regionen mit besonders hoher Inzidenz geliefert werden – jedoch gibt es ein Problem:

Neben den bekannten logistischen Hürden in der Handhabung des BioNTech-Impfstoffs erklärt sich das vorsichtige und langsame Vorgehen der Gesundheitsbehörden vor allem aus zwei Faktoren: der sehr hohen Impfskepsis und dem strafrechtlichen Haftungsrisiko, dem sich Politik und Verwaltung gegenübersehen.“

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass Belgien bis zum Spätsommer eine flächendeckende Immunität gegen das Coronavirus erreichen will. Die natürliche Immunität wird zugunsten der Corona-Impfung vernachlässigt. Laut Impfplan des Landes sollen bis September 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden.

Die Grundlage für Zahlenerhebung

Wenn man sich nun die Frage stellt, ob sich mit dem Bericht verschärfte Restriktionen gegen die deutsche Bevölkerung begründen lassen, ist zu beachten, dass das ganze Zahlenwerk der Bundesregierung in erster Linie auf dem umstrittenen PCR-Test aufbaut. Wissenschaftler und Ärzte haben in der Vergangenheit mehrmals dringend davor gewarnt, einen PCR-Test einzig und allein als Grundlage für die Bewertung einer Corona-Pandemie und COVID-19-Erkrankung zugrunde zu legen.

Unklar ist nach wie vor, ob nach vielen sogenannten CT-Runden ein Test überhaupt eine Virussequenz gefunden hat. Ohne ärztliche Diagnose kann eine COVID-19-Erkrankung jedenfalls nicht nachgewiesen werden.

Längst ist zudem bekannt, dass auch in die Statistik der „Corona-Toten“ des Robert Koch-Instituts alle Verstorbenen eingehen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, seien sie nun bei einem Autounfall, durch Suizid oder einem Herzinfarkt gestorben.

Hier kann der komplette Corona-Lagebericht eingesehen werden.


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