Merkel verleiht Integrationspreis: „Deutschland wäre um vieles ärmer ohne seine Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund“

Epoch Times31. October 2018 Aktualisiert: 1. November 2018 6:53
Der Verein IsraAid Germany hat den mit 10.000 Euro dotierten "Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin 2018" erhalten. Kanzlerin Merkel überreichte den Preis am Montag in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Montag den Verein IsraAid Germany mit dem 10.000 Euro dotierten „Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin 2018“ für das Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen“ ausgezeichnet.

Der Verein, dessen Wurzeln in der israelischen Hilfsorganisation IsraAid liegen, wird vor allem für dieses Projekt, wo geflüchtete Menschen psychologisch betreut werden und traumatisierten Frauen geholfen wird, geehrt, berichtet die „Bild-Zeitung“.

Das Projekt setzt der Verein in Kooperation mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) um. Ziel des Vereins sei es vor allem, Toleranz und Verständnis für andere zu schaffen – egal, ob Jude, Moslem oder Christ, erklärte IsraAid-Geschäftsführer Gal Rachman. Der Verein, der sich im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 gegründet hatte, setzt inzwischen nicht nur Projekte in ganz Deutschland, sondern auch in Griechenland um.

Merkel: „Deutschland wäre um vieles ärmer ohne seine Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund“

Kanzlerin Merkel lobte die Bedeutung von Vorbildern für die Integration. „Deutschland wäre um vieles ärmer ohne seine Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. In diesem Bewusstsein dürfen wir bei der Integration und ihrem Gelingen nicht nachlassen.“

IsraAid-Pädagogen bauen, parallel dazu, dass sie psychologischer Hilfe anbieten, Flüchtlingsgruppen auf, die sich aktiv für die Gesellschaft engagieren. „IsraAID hilft Menschen, die in ihrer Heimat oder auf der Flucht Schlimmstes erlebt haben beim Ankommen in Deutschland und baut zugleich Brücken zwischen Religionen und Kulturen“, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU).

Das Projekt „Brückenbau“, in dem arabisch-israelische, jüdisch-israelische und deutsche Therapeuten Hand in Hand arbeiten, bezeichnete die CDU-Politikerin als „gelebte Vielfalt“.

Die ehrenamtliche Jury für den Nationalen Integrationspreis wird durch die Bundeskanzlerin selbst für die Dauer von drei Jahren berufen. Wiederberufungen sind zulässig.

Zum Vorsitzenden wählte die Jury Herrn Dr. h.c. Frank-J. Weise – Ex-Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA) und Ex-Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Aktuell ist Weise Präsident der Johanniter Unfall-Hilfe, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Senator der Deutschen Nationalstiftung.

Zudem sitzen in der Jury zum „Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin“:

Dr. Naika Foroutan – Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM)

Sami Khedira – Fußballspieler

Ahmad Mansour – Diplom-Psychologe

Dr. h.c. Petra Roth  – Ex-Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

(er/dts/reuters)

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