Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bochumer Testcenter-Firma MediCan – Erste Partner springen ab

Von 5. Juni 2021 Aktualisiert: 5. Juni 2021 7:17
Die Bochumer Corona-Testcenter-Firma MediCan steht unter Verdacht, dem Staat erheblich überhöhte Rechnungen gestellt zu haben. Mehrere Standorte wurden geschlossen. Partnerunternehmen kündigten die Zusammenarbeit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Aufgrund von Betrugsvorwürfen gegen die Bochumer Testcenter-Firma MediCan leitete die Stadt Bochum am 2. Juni ein Anhörungsverfahren zum Betrieb der Teststelle auf dem firmeneigenen Gelände in Wattenscheid ein. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum hat bereits in der vergangenen Woche Ermittlungen gegen den Betreiber aufgenommen. Es steht der Vorwurf im Raum, dass er das Vielfache des tatsächlichen Testaufkommens abgerechnet hat. Der Betreiber von MediCan, der Immobilienunternehmer Oguzhan Can, dementiert die Vorwürfe.

Genehmigungen entzogen, Partner kündigen Verträge

Aufgrund der Sachlage wurde zwei Teststellen in Bochum die Genehmigung entzogen. Auch verschiedene Partner der MediCan kündigten die Zusammenarbeit auf. So hatte das Bochumer Einrichtungshaus Hardeck die Nutzung ihres Parkplatzes gekündigt, wo MediCan ein Testzelt aufgebaut hatte, wie „Radio Bochum“ berichtet.

Die Baumarktkette Hellweg untersagte aufgrund der Betrugsvorwürfe mittlerweile der MediCan die weitere Nutzung von 21 ihrer kostenlos für Corona-Tests zur Verfügung gestellten Parkplätze. Auch die Uniklinik Düsseldorf hat nach Angaben des „Bonner Generalanzeigers“ ihren entsprechenden Vertrag mit MediCan gekündigt. Die Städte Münster und Dortmund entzogen MediCan die jeweilige Testzulassung.

Das NRW Gesundheitsministerium hat anlasslose Qualitätsprüfungen angekündigt. „Zudem wird das Ministerium alle Teststellen im Land nochmal anschreiben und darauf hinweisen, dass fortwährende Qualitätsmängel oder die Meldung falscher Zahlen zum Entzug der Zulassung führen“, heißt es von Behördenseite weiter.

Illegales Testzentrum in Wuppertal

In einem weiteren Vorwurf im Zusammenhang mit MediCan geht es um ein mindestens seit Mitte April illegal betriebenes Testcenter am Hofkamp in Wuppertal. Es habe dafür keine Genehmigung gegeben, erklärte Stadtsprecher Thomas Eiting auf Anfrage der „Westdeutschen Zeitung“.

Nach Hinweisen hatte das Gesundheitsamt vor Ort im Hinterhof der ehemaligen Hauptpost kontrolliert. In dem dort aufgestellten Zelt war zu diesem Zeitpunkt bereits niemand mehr zu finden.

Ein Vielfaches mehr abgerechnet

Wie kürzlich berichtet, deckten Reporter Ungereimtheiten beim Betrieb mehrerer Corona-Teststellen der MediCan GmbH in Nordrhein-Westfalen auf. Das Unternehmen betreibt nach Angaben auf ihrer Website coronatest-eu.com 54 Testzentren in 36 Städten Deutschlands – oft auf Parkplätzen von Baumärkten und ähnlichem. MediCan bietet PCR-Tests für knapp 70 Euro (innerhalb 24 Stunden) oder für knapp 150 Euro (innerhalb 90 Minuten) an sowie die kostenlosen, vom Staat bezahlten Bürgertests (Schnelltests).

Die Recherchen zu den Testaktivitäten der MediCan fanden an mehreren Standorten in Münster, Köln und Essen statt. Die Reporter verglichen das tatsächliche Besuchsaufkommen mit den für den Standort und Tag gemeldeten Zahlen des Betreibers aus einer internen Datenbank des Landes. Aufgrund der Ergebnisse und den darauf folgenden Zeitungsberichten wurden die Behörden aktiv.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion