CSU-Parteichef Markus Söder.Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Stuttgart, Bremen, Frankfurt, Berlin als neue Risikogebiete – Söder will 250 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Epoch Times11. Oktober 2020 Aktualisiert: 11. Oktober 2020 10:02
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer. "Wenn wir zu lange zögern, besteht die Gefahr eines zweiten Lockdown."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer. Es sei Zeit für konsequentes Handeln, sagte der CSU-Chef der „Bild am Sonntag“. „Wenn wir zu lange zögern, besteht die Gefahr eines zweiten Lockdown.“

Um diesen erneuten Lockdown zu verhindern, müssten „rasche Maßnahmen für alle“ ergriffen werden, sagte Söder. Er nannte unter anderem frühere Sperrstunden und das Verbot größerer Partys und Feiern für eine gewisse Zeit. „Und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bei ansteigenden Infektionszahlen bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro.“

Söder schätzt die aktuelle Corona-Situation durch die ansteigenden positiven Testergebnisse als ernst ein. „Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden.“

Stuttgart, Frankfurt und Bremen als neues Risikogebiet

Immer mehr Regionen in Deutschland überschreiten den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor, die am Sonntagmorgen veröffentlicht wurden. Unter anderem gilt jetzt auch Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart als inländisches „Risikogebiet“.

Der benachbarte Landkreis Esslingen war zuvor bereits betroffen. In Hessen zählen unter anderem die Städte Frankfurt und das benachbarte Offenbach am Main als „Risikogebiete“, ebenso der Landkreis Groß-Gerau.

Zudem sind Bremen sowie mehrere Städte und Landkreise in NRW, Niedersachsen und Bayern betroffen. Außerdem reißen mittlerweile sechs Berliner Bezirke den Grenzwert – Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Reinickendorf. Berlin hatte zuvor schon statistisch als Gesamtstadt mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner.

Das Robert-Koch-Institut meldete 3.483 neue Positivtests am Sonntag. (afp/dts/ks)



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