Symbolbild.Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP/Getty Images

Internet-Zensur in China weiter verschärft: Whats App zeitweise gestört

Epoch Times17. Oktober 2017 Aktualisiert: 17. Oktober 2017 17:51
In China ist die Kontrolle des Internets offenbar noch weiter verschärft worden. Schon seit Wochen seien zeitweilig Funktionen von Whatsapp gestört, darunter der Versand von Fotos und Telefongespräche, so "Reporter ohne Grenzen".

In China ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) die Kontrolle des Internets weiter verschärft worden.

Schon seit Wochen seien zeitweilig Funktionen von Whatsapp gestört, darunter der Versand von Fotos und Telefongespräche, teilte ROG am Dienstag mit. Seit Ende September können Nutzer auch keine Textnachrichten mehr verschicken.

Bis dahin wurde die Nutzung des verschlüsselten Messenger-Dienstes in China toleriert. Außerdem habe Apple Mitte Juli auf Anweisung der chinesischen Zensurbehörde VPN-Apps zur Umgehung der Online-Zensur aus dem chinesischen Apple-Store entfernt, so ROG.

Anfang Oktober trat eine neue Regelung in Kraft, die gegen Anonymität in Internetforen vorgeht. Demnach müssen sich Internetnutzer beim Anbieter mit Klarnamen registrieren, bevor sie Kommentare posten dürfen. Die Regelung gilt für Webseiten und Smartphone-Apps.

„Reporter ohne Grenzen“ kritisierte diese Verschärfungen der Online-Zensur und brachte sie mit dem bevorstehenden Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung. „Die starken Einschränkungen kurz vor dem Parteitag zeigen erneut, dass Präsident Xi Jinping ein ausgefeiltes System der Onlinezensur und Überwachung geschaffen hat“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Laut der Menschenrechtsorganisation sitzen derzeit 21 professionelle Journalisten sowie 82 Online-Aktivisten und Bürgerjournalisten in China in Haft. Auf der sogenannten „Rangliste der Pressefreiheit“ steht China auf Platz 176 von 180 Staaten. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion