Atemschutzmasken durch Regierung beschlagnahmt – Ein Augenzeugenbericht aus China

Epoch Times13. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 16:21
Atemschutzmasken gibt es nicht mehr. An Bahnhöfen und Busbahnhöfen beschlagnahmen Regierungsbeamte die Lastwagen mit den medizinischen Hilfsgütern, auch die Lieferung aus Übersee. "Und so steht keine Lieferung für  die Bevölkerung zur Verfügung", berichtet ein Augenzeuge aus der Provinz Hubei.

Atemschutzmasken? Fehlanzeige. Während der Coronavirus-Epidemie in China zeigt sich das wahre Antlitz des kommunistischen Regimes immer deutlicher. In einem auf Minghui veröffentlichten Bericht berichtet ein Augenzeuge über die Situation in der am schwersten von dem Coronavirus betroffenen Provinz Hubei:

Grundlegendes medizinisches Verbrauchsmaterial, wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel (Äthanol) sind nicht mehr im Handel erhältlich, weder innerhalb noch außerhalb der Quarantäne-Zonen. Auch Schutzanzüge und Augenschutz scheint es nicht mehr zu geben.

Einer meiner Freunde sagte mir, dass das Krankenhaus, in dem er arbeitet, den infizierten Patienten keine Atemschutzmasken des Typs N95 (Spezialmaske zum Schutz vor Infektionskrankheiten) zur Verfügung stellen kann. Normale Mundschutzmasken werden mit UV-Licht behandelt und gereinigt, sodass diese mehrmals verwendet werden können. Die Menschen betrachten nun die Typ95-Masken als absoluten Luxus und das beste Geschenk für die engsten Freunde.

Wo sind die ganzen Vorräte von Atemschutzmasken?

Meine Arbeitskollegen hatten einige Atemschutzmasken online bestellt. Aber die Verkäufer sagten ihnen, dass sie ihr Geld zurückerhalten werden. Die Masken seien von der Regierung beschlagnahmt worden.

Ein Freund von mir, der bei einer Firma für medizinische Ausstattungen arbeitet, sagte, dass seine Arbeitskollegen  alle ihre Beziehungen hatten spielen lassen. Jedoch konnten sie trotz allem keine Atemschutzmasken bekommen. Als sie von einer Fabrik hörten, die Atemschutzmasken herstellen kann, warteten sie einige Tage lang vor jener Fabrik. Aber die Fabrik ließ sie nicht hinein.

Die Begründung lautete, dass man die Atemschutzmasken nicht an Nicht-Regierungs-Organisationen verkaufen können. Sie sahen wie Lastwagen der Regierung Ladung um Ladung an medizinischem Material von der Fabrik wegbrachten.

Regime zwingt Bürger zu „Spenden“ – für Regierungsbeamte

Sowohl die zentrale als auch die regionale Regierung rufen zu Material-Spenden auf. Einer meiner Freunde hatte mit Mühe und Not etwas Material bekommen, aber die Regierung zwang ihn, dieses „zu spenden“.

An Bahnhöfen und Busbahnhöfen beschlagnahmen Regierungsbeamte die Lastwagen mit den medizinischen Hilfsgütern. Ein befreundeter Zollbeamter sagte mir, dass auch Lieferungen aus Übersee beschlagnahmt würden. Und so stehe keine Lieferung für die Bevölkerung zur Verfügung.

Alle Fabriken haben die Produktion erhöht. Aber die Menschen können nichts bekommen.

Die Partei hat per Beschlagnahmung und „Spenden“ eine Menge Vorräte angehäuft. In Wuhan sahen die Menschen, wie ein Lastwagen mit dem Kennzeichen A0250W, ein Lastwagen des Provinzregierungs-Büros, eine Ladung Atemschutzmasken aus dem Büro des Roten Kreuzes mitnahm.

Der Fahrer behauptete, sie seien für Regierungschefs bestimmt. An meinem Arbeitsplatz gibt es einige Vorräte zur Infektionsprävention, aber da die Führungskräfte bei deren Verwendung Vorrang haben, müssen alle anderen auf die Reststücke hoffen.

Um die Versorgung der Beamten zu gewährleisten, kontrolliert die Partei das Marktangebot. In den Krankenhäusern wird nur das verwendet, was übrig bleibt. Der Handel ist derzeit voll mit gefälschten Produkten. Dennoch behauptet die Partei immer noch, dass „alle Vorräte in Seuchengebieten verwendet wurden“.

Für die KP ist eine Information ein Gerücht, wenn es von der Partei-Linie abweicht

Die Polizei, die Mobilfunkbetreiber und die Internetfirmen sind wirklich damit beschäftigt, alle Informationen über die Epidemie zu zensieren. Acht Ärzte, die ganz zu Beginn den Ausbruch aufgedeckt haben, wurden bestraft. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Von den Webseiten und sozialen Medien sind die meisten Fakten gelöscht worden. Einige Menschen aus meiner Gegend, die Informationen in sozialen Medien verbreitet hatten, wurden von der Polizei bedroht. Viele Sozial-Medien-Konten wurden dauerhaft gesperrt.

Einige meiner Freunde arbeiten in Abteilungen für öffentliche Gesundheit oder Epidemieprävention. Als ich sie nach der Wahrheit fragte, sagten sie mir alle, dass sie nicht darüber sprechen dürften. Sie erklärten mir, ich solle die von der Regierung veröffentlichten Nachrichten lesen. Einer von ihnen erzählte mir anfangs einige Fakten über das örtliche Krankenhaus, aber später weigerte er sich, mir Einzelheiten zu berichten.

Die Kommunistische Partei definiert eine Information dann als Gerücht, wenn diese von der Partei-Ansicht abweicht.

In allen Betrieben wurde von den Mitarbeitern verlangt, „keine Gerüchte zu verbreiten oder zu glauben“. An meinem Arbeitsplatz werden wir gezwungen, sogenannte „positive Nachrichten“ über die Epidemie in unseren sozialen Medien zu veröffentlichen.

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Wir müssen „positive Kommentare“ unter die Nachrichtenbeiträge posten. Alle Kommentare werden überprüft. Nach der Veröffentlichung in den sozialen Medien wird eine Bildschirmaufnahme des Kommentars gespeichert und den Behörden vorgelegt. Die Anzahl der positiven Kommentare wird auch der Regierung mitgeteilt.

Die Zensur lässt die Stimme der Wahrheit über die Epidemie verstummen und zeichnet ein „positives Bild“, das dazu beiträgt, die Partei an der Macht zu halten.

Extremes Vorgehen zur Prävention

Die Angst der Kommunistischen Partei vor dem Virusausbruch ist größer als unsere. Nur die Partei weiß, wie schlimm die Situation ist. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, hat die Partei alle möglichen extremen Maßnahmen ergriffen. Sie hat beispielsweise alle Straßen zu den Dörfern oder bewohnten Teilgebieten gesperrt. Wer in die Teilgebiete ein- oder ausgehen kann, wird strikt reguliert.

Viele Menschen können nicht nach Hause oder arbeiten gehen. Wenn jemand als Coronavirus-Verdachtsfall gilt, wird der ganze Wohnblock zugesperrt und die Bewohner können nicht mehr einkaufen gehen.

Wenn es einige bestätigte Coronavirus-Fälle in einem Bezirk gibt, riegelt die Partei den gesamten Bezirk ab.

Pro Familie kann nur eine einzige Person einmal am Tag zum Einkauf hinausgehen. Die meisten öffentlichen Busse fahren nicht mehr. Nur einzelne Buslinien fahren zu drei Zeiten für eine Stunde.

Alle Geschäfte und alle Fabriken, außer die für Lebensmittel und Krankenhäuser, sind geschlossen. Die Zeiten zum Einkaufen wurden eingeschränkt. Den Hotelbesitzern wird befohlen, ihre Gästezimmer zu leeren. Die Zimmer werden benutzt, um infizierte Menschen zu isolieren.

Nicht nur Atemschutzmasken sind aufgekauft

In den abgeriegelten Gebieten haben die Menschen alle Vorräte an Haushaltsbedarf und Nahrung aufgekauft. Kleine Geschäfte machen sich Sorgen wegen ihrer Finanzen und die Schüler können die Schule nicht besuchen.

Die extreme Herangehensweise scheint die Verbreitung des Virus zeitweise zu verlangsamen, aber wenn diese Epidemie nicht in naher Zukunft endet, wie werden die Menschen dann leben? Wird diese Herangehensweise nicht neue Probleme schaffen? (mh)