Kohlschreiber verbessert deutsche Pleiten-Bilanz in München

Epoch Times30. April 2019 Aktualisiert: 30. April 2019 16:31
Der Start der deutschen Spieler in das Tennisturnier von München misslingt großteils. Nachdem gleich fünf Lokalmatadore ausscheiden, erreicht immerhin Rekordsieger Kohlschreiber das Achtelfinale. Topfavorit Zverev greift nach einem Freilos am Mittwoch ein.

Philipp Kohlschreiber hat beim ATP-Turnier in München einen ermutigenden Auftaktsieg gefeiert und am ansonsten verpatzten deutschen Dienstag die Gastgeber-Bilanz etwas positiver gestaltet.

Der 35 Jahre alte Tennis-Routinier setzte sich in seinem Erstrundenmatch mit 6:2, 7:5 gegen Andreas Seppi aus Südtirol durch und trifft nun im Achtelfinale auf den an Nummer zwei gesetzten Karen Chatschanow. Der Russe hatte wie Topfavorit Alexander Zverev zunächst ein Freilos. Der Weltranglisten-Dritte aus Hamburg steigt am Mittwoch (13.30 Uhr) gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero in das Sandplatzturnier ein.

Auf den Vorjahresfinalisten Zverev und Kohlschreiber ruhten bereits vor Turnierbeginn die größten deutschen Hoffnungen – nun konzentrieren sie sich komplett. Anders als Kohlschreiber erwischten die anderen Deutschen nämlich einen Tag zum Vergessen: Davis-Cup-Profi Jan-Lennard Struff aus Warstein unterlag überraschend deutlich. In nur 51 Minuten verlor er mit 1:6, 1:6 gegen den Qualifikanten Thiago Monteiro (Brasilien). Alexander Zverevs älterer Bruder Mischa ging nach 53 Minuten gegen Guido Pella – den argentinischen München-Finalisten von 2017 – mit 2:6 und 1:6 als Verlierer vom Platz.

Yannick Maden aus Stuttgart zog gegen den Chilenen Cristian Garin mit 4:6, 2:6 den Kürzeren. Vorjahres-Halbfinalist Maximilian Marterer aus Nürnberg verlor gegen Londero mit 2:6, 6:4, 2:6 und verpasste das Duell mit Zverev. Am Dienstagabend stand die Begegnung des Berliners Rudi Molleker gegen Marius Copil aus Rumänien auf dem Programm.

Als dreimaliger Sieger der BMW Open und insgesamt sechsmaliger Finalist feierte Kohlschreiber einen Auftakt nach Maß gegen Seppi. Der 35 Jahre alte Augsburger blieb in den entscheidenden Momenten konzentriert und konnte nach 80 Minuten Spielzeit jubeln. Der Augsburger hatte zuletzt seinen Start beim Sandplatzturnier von Barcelona wegen einer Hüftverletzung absagen müssen. Nun wirkte Kohlschreiber von der Blessur aber nicht mehr beeinträchtigt. (dpa)

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