Logo Epoch Times
Am 8. und 9. Juni

Meloni in Rom: Europawahl ist Referendum über zwei Visionen Europas

Italiens Regierungschefin Meloni hat die bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament als „eine Art Referendum über zwei gegensätzliche Visionen Europas“ bezeichnet. Vor Anhängern ihrer Partei Fratelli d'Italia plädierte sie für eine rechte Mehrheit auch in Brüssel.

top-article-image

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei einer Rede während der Wahlkampfveranstaltung der Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) im Vorfeld der Europawahlen am 28. April 2024 in Pescara.

Foto: TIZIANA FABI/AFP via Getty Images

author-image
Artikel teilen

Lesedauer: 1 Min.

Vor tausenden Anhängern ihrer Partei Fratelli d’Italia (FdI) sagte Meloni am Samstag in Rom, auf der einen Seite stehe das „ideologische, zentralistische, nihilistische, zunehmend technokratische, weniger und weniger demokratische Europa“. Auf der anderen Seite stehe „unser solides, mutiges, stolzes Europa, das seine Wurzeln nicht vergisst“.
„Klares Ziel“ sei es, „auch in Europa eine rechte Regierung zu bilden und die Linken endgültig in die Opposition zu schicken“, sagte Meloni weiter.
Die führende Oppositionspolitikerin Elly Schlein betonte dagegen vor Anhängern in Mailand, Nationalismus habe in Europa nie etwas Gutes bedeutet. „Auf diesem Kontinent hat Nationalismus immer nur eins hervorgebracht: Krieg“, sagte die Chefin der sozialdemokratischen Partei Partito Democratico (PD). „Lang lebe das antifaschistische Italien.“
Zur Europawahl, die in Italien am 8. und 9. Juni stattfindet, treten Meloni wie Schlein als Spitzenkandidatinnen ihrer Parteien an. In den Umfragen liegt Melonis FdI mit rund 26 Prozent der Stimmen in Führung, vor der PD mit 21 Prozent. Die Fünf-Sterne-Bewegung kann demnach mit 15,5 Prozent der Stimmen rechnen.
Die Koalitionspartner Melonis in ihrer rechten Regierung, die rechtsnationalistische Lega von Vize-Regierungschef Matteo Salvini und die rechtskonservative Forza Italia von Außenminister Antonio Tajani, liegen bei neun beziehungsweise zehn Prozent. (afp)

Kommentare

Noch keine Kommentare – schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel.