Mindestens 15 Tote bei Massenpanik bei Hindu-Fest Kumbh Mela in Indien

Beim weltweit größten Pilgerfest in Indien kam es zu einer Massenpanik. Zahlreiche Menschen, darunter Frauen und Kinder, seien verletzt worden. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben.
Titelbild
Pilger versammeln sich, um anlässlich von „Mauni Amavasya“ während des hinduistischen Maha Kumbh Mela-Festes in Prayagraj am 29. Januar 2025 ein heiliges Bad in Sangam zu nehmen, dem Zusammenfluss der Flüsse Ganges, Yamuna und dem mythischem Saraswati.Foto: Niharika Kulkarini/AFP via Getty Images
Epoch Times29. Januar 2025

In Nordindien sind bei einer Massenpanik beim Hindu-Fest Kumbh Mela nach Angaben eines Arztes mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden. „Mindestens 15 Menschen sind bislang gestorben. Andere sind in Behandlung“, sagte der Mediziner in der Stadt Prayagraj, wo das Festival stattfindet, unter Bedingung der Anonymität.

Ein Fest mit 400 Millionen Pilgern

Dutzende Angehörige warteten vor einem großen Zelt etwa einen Kilometer vom Unfallort entfernt, das während des Fests als Krankenhaus dient, auf Neuigkeiten ihrer Verwandten.

Der Zwischenfall ereignete sich den Berichten zufolge am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) unweit des Zusammenflusses des Ganges mit dem ebenfalls als heilig verehrten Fluss Yamuna.

Ein Beamter der Lokalregierung, Akanksha Rana, sagte der Nachrichtenagentur PTI, dass die Massenpanik in den frühen Morgenstunden begonnen habe, nachdem Sicherheitsabsperrungen „zerbrochen“ seien.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah Rettungskräfte und Pilger, die Opfer vom Ort des Geschehens wegtrugen.

Nach der Massenpanik vor dem „Amrit Snan“ bei der Kumbh Mela am 29. Januar 2025 in Allahabad, Indien. Die Kumbh Mela ist ein bedeutendes Hindu-Fest, das alle 144 Jahre in Prayagraj (Allahabad) gefeiert wird. Es findet vom 13. Januar bis zum 26. Februar 2025 statt. Foto: Ritesh Shukla/Getty Images

Kumbh Mela gilt als größtes religiöses Fest der Welt. Es begann am 13. Januar, über den gesamten Zeitraum des Festes werden etwa 400 Millionen Pilger erwartet.

Das seit Jahrhunderten gefeierte Fest dauert bis zum 26. Februar und findet dieses Mal in Prayagraj am Zusammenfluss des Ganges und des Yamuna in Nordindien statt. Der hinduistischen Mythologie zufolge kommt noch ein dritter, unsichtbarer Fluss hinzu, der Saraswati.

Besonders begehrt ist ein Bad am „Mauni Amavasya“, dem 29. Januar – einem besonderen Neumondtag im hinduistischen Kalender. Dieser wird bezeichnet als der Tag, an dem das Universum geschaffen wurde. Es ist einer der heiligsten Tage des Festes, an dem Millionen ein rituelles Bad an dem Zusammenfluss nehmen, das sie von Sünden reinigen soll.

Ein heiliges Bad nehmen

Beamte gingen mit Lautsprechern über das Gelände und forderten die Pilger auf, sich vom Wasser fernzuhalten. „Wir bitten alle Gläubigen höflichst, nicht zum Hauptbadeplatz zu kommen“, rief ein Mann durch ein Megafon. „Bitte kooperieren Sie mit dem Sicherheitspersonal.“

Pilger Malti Pandey sagte der AFP, dass er gerade auf dem Weg zum Baden im Fluss entlang einer abgesperrten Strecke gewesen sei, als die Massenpanik begann. „Plötzlich begann eine Menschenmenge zu drängeln und viele Menschen wurden niedergewalzt“, sagte der 42-Jährige.

Wegen des Risikos von tödlichen Unfällen in den Menschenmassen hat die Polizei in diesem Jahr unter anderem hunderte Kameras auf dem Festgelände sowie den Zufahrtswegen aufgestellt.

Schon zuvor hatte es bei dem Hindu-Fest Unglücke gegeben: Im Jahr 1954 starben mehr als 400 Menschen an einem einzigen Tag des Fests. Weitere 36 Menschen wurden im Jahr 2013 zu Tode gequetscht, auch damals fand das Kumbh-Mela-Fest im nordindischen Prayagraj statt. (afp/red)



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