Vogelschlag: Schreckgespenst für Piloten

Die meisten Zusammenstöße zwischen Vögeln und Flugzeugen ereignen sich beim Stark oder einer Landung. Seit 1988 wurden 250 Flugzeuge weltweit davon zerstört. Richtig schwierig wird es, wenn beide Triebwerke von einem Vogelschlag betroffen sind.
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Vögel stellen an einem Flughafen eine große Gefahr dar.Foto: Gints Sirmelis Sirmanis/iStock
Epoch Times29. Dezember 2024

Nach dem Flugunglück in Südkorea mit 179 Toten wird ein Zusammenstoß mit Vögeln als mögliche Ursache genannt.

Sogenannte Vogelschläge haben in der Vergangenheit zahlreiche Flugunfälle in der ganzen Welt ausgelöst – auch wenn die meisten ohne größere Folgen bleiben.

Bisher 250 Flugzeuge zerstört

Seit 1988 haben Vogelschläge den Tod von 262 Menschen und die Zerstörung von 250 Flugzeugen weltweit verursacht, wie die australische Behörde für die Gefahr von Wildtieren für die Luftfahrt (AAWHG) anführt. In dieser Statistik ist das Unglück vom Sonntag noch nicht enthalten.

Vogelschläge häufen sich mit dem wachsenden Flugverkehr. Allein in den USA wurden nach einer Datenbank der dortigen Luftfahrtbehörde FAA zwischen 1990 und 2023 291.600 Zusammenstöße zwischen Wildtieren und zivilen Flugzeugen gezählt.

Sie verursachen laut AAWHG jedes Jahr Schäden von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,15 Milliarden Euro). Zumeist ereignen sich Vogelschläge beim Start oder bei der Landung in einer Höhe von bis zu 15 Metern. Zusammenstöße während des Fluges sind viel seltener, aber nicht unmöglich.

New York: Landung auf dem Hudson River

Einer der bekanntesten Vorfälle dieser Art ereignete sich im Januar 2009 in New York, als ein Airbus A320 der Fluggesellschaft US Airways auf dem Hudson River notlandete. Ein Vogelschlag hatte dabei zuvor beide Triebwerke beschädigt. Das Vorfall wurde als das „Wunder auf dem Hudson“ bekannt, weil niemand zu Schaden kam.

In den meisten Fällen führt ein Vogelschlag nicht zu einem schweren Unfall, sondern höchstens zu Beulen an der Außenhaut des Flugzeugs.

Wenn ein oder mehrere Vögel in ein Triebwerk geraten, kann der Schaden jedoch schwerwiegender sein. Doch selbst dann wird die Maschine nur in den seltensten Fällen manövrierunfähig.

Richtig schwierig wird es, wenn beide Triebwerke von einem Vogelschlag betroffen sind, was nach Angaben eines ehemaligen Experten des französischen Büros für die Sicherheit der Luftfahrt „überaus selten“ vorkommt. Das Risiko steige mit der Größe der Vögel und ihrer Anzahl, etwa während der Zeit der Vogelzüge.

Um sich gegen die Gefahren durch Vogelschlag zu schützen, haben Flugzeughersteller und Flughäfen eine Reihe von Maßnahmen ergriffen.

Sie reichen von Belastungstests der Triebwerke durch das Bewerfen der Triebwerke mit toten Hühnern bis hin zu Abschreckungsmaßnahmen rund um die Flughäfen. (afp/red)



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