Iran droht mit Aufgabe weiterer Atom-Verpflichtungen aus Atomabkommen "in 60 Tagen"
Der Iran hat am Sonntag mit der Aufgabe weiterer Verpflichtungen aus dem Atomabkommen "in 60 Tagen" gedroht. Kurz zuvor hatte Iran angekündigt, im Laufe des Tages die Urananreicherung über das erlaubte Maß von 3,67 Prozent hinaus hochzufahren.

Zentrifugen für die Urananreicherung stehen in der iranischen Atomanlage in Natans.
Foto: Iranian State Television Irib/dpa
Der Iran hat am Sonntag mit der Aufgabe weiterer Verpflichtungen aus dem Atomabkommen „in 60 Tagen“ gedroht. Teheran hoffe, dass eine „Lösung“ mit den verbliebenen Vertragspartnern des Atomabkommens gefunden werde, „sonst eröffnen wir in 60 Tagen die dritte Phase“, sagte der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araghschi vor Journalisten. Die rückläufigen Ölverkäufe des Iran seien eines der Hauptprobleme, die gelöst werden müssten.
Kurz zuvor hatte Teheran angekündigt, im Laufe des Tages die Urananreicherung über das erlaubte Maß von 3,67 Prozent hinaus hochzufahren. Am Sonntag läuft das Ultimatum des Iran an die verbliebenen Vertragspartner im internationalen Atomabkommen ab.
USA kündigte Abkommen – EU und Deutschland pochen auf Einhaltung
Seit der Aufkündigung des Abkommens aus dem Jahr 2015 durch die USA im vergangenen Jahr ist die Zukunft des Vertrags ungewiss. Deutschland und die EU pochen auf dessen Einhaltung. Anfang der Woche hatte der Iran bereits die erlaubte Menge von 300 Kilogramm niedrig angereichertem Uran überschritten. (afp)
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