Angriffe gegen politische Orientierung: Antifa-Schläger hat Spaß und „Irres Adrenalin“ beim Jagen

Epoch Times11. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 12:00
In einem Video-Interview gibt ein Antifa-Insider Einblicke in die Bewegründe der "Antifa" Menschen anzugreifen: "Es macht einfach Spaß, der Jäger zu sein."

In einem mittlerweile gelöschten Artikel im „Vice“ zur „Antifa“, widmet sich das Magazin dem Thema „Was bringt das Neonazis zu schlagen“. Das Magazin sprach mit einem deutschen Mitglied eines Antifa-Schlägertrupps über seine Motivation, gegen von ihnen als Nazi deklarierte Personen vorzugehen.

„Sie trainieren, bewaffnen und legen sich auf die Lauer, um Neonazis gezielt anzugreifen. Das erklärte Ziel: Einschüchterung. Wir haben einen von ihnen getroffen, um ihn zu fragen, was er sich dabei denkt“, hieß es in dem Artikel einleitend.

Antifa-Mitglied: „habe Nazi angegriffen und von hinten ins Gesicht geschlagen“

In dem Video-Interview spricht der Linksextremist über die Vorgehensweise bei den Attacken der Antifa und seine Beweggründe.

Beim Stadtfest wurde ein Nachwuchsaktivist einer lokalen NPD-Struktur erkannt. Dann gab es ein Startsignal. Zwei Antifa-Leute haben die Mutter aus dem Geschehen gedrängt. Eine Person hat den Freund aus dem Geschehen gedrängt und eine Person, also ich, habe dann den Nazi angegriffen und von hinten ins Gesicht geschlagen. Er ist ziemlich schnell umgefallen. Dann gab es mehrere Schläge ins Gesicht. Und dann gab’s ein Abbruchsignal und wir sind weggerannt.“

Finanziell und physisch schädigen

Der Antifa-Schläger stellt das Ziel der Angriffe der Antifa so dar: Wenn die Infrastruktur der Nazis eingeschränkt sei, wenn sie im Krankenhaus wären, wenn sie keinen Job mehr hätten, dann könnten sie in der Zeit ihre politische Arbeit nicht verrichten, so der Mann.

Wenn du drei mal aufs Maul bekommen hast, wenn dein Auto zweimal abgefackelt wurde, wenn du vielleicht deinen Job verlierst, dann hast du keinen Bock mehr auf den Scheiß. (…) Das war immer die Strategie der Antifa-Bewegung“, erklärt der Insider.“

„Irres Adrenalin“ beim Jagen

Und er erklärt weiter: „Wir, die Antifa, sind immer die Schlaueren. Wenn wir Nazis angreifen, gibt es keine Fairness, deshalb sind wir immer mehr – es ist immer unfair. Gegen Nazis gibt es keine fairen Auseinandersetzungen.“ Wenn man Nazis körperlichen Schaden zufüge, dann befriedige das natürlich, so der Linksextremist.

Zu seinen Beweggründen erklärt der Antifa-Mann:

Erstens mache ich das aus politischen Gründen. Zweitens verschafft das natürlich auch eine persönliche Befriedigung (…) Und es macht einfach Spaß, der Jäger zu sein. Die Nazis zu jagen ist irres Adrenalin.“

Dabei ist dem Mann die Gefahr der charakterlichen Veränderung eines Antifa-Schlägers durchaus bewusst:

Ich glaube, wenn man Gewalt ausübt, dann macht das tendenziell einen zu einem schlechteren Menschen und die Gefahr, dass sich da was verselbstständig, die ist immer gegeben.“

Die Antifa und die „gute“ Gewalt

Dann erklärt der Antifa-Kämpfer aus seiner Sicht den Unterschied zwischen rechter und linker Gewalt:

„Es gäbe immer wieder Leute, die sagen, rechte und linke Gewalt sei das Gleiche. Das sehen wir anders“, so der Linksextremist, denn Nazis würden ja Leute angreifen wegen Merkmalen, die sie nicht ablegen können, wie Hautfarbe oder sexuelle Orientierung, erklärt er. Das ist bei Andersdenkenden offenbar anders:

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Wir greifen Leute an wegen ihrer politischen Orientierung. Und Leute können diese Orientierung ablegen (…).“

Zudem gebe es einen „fundamentalen Unterschied“: „Wir als Linke wollen eine Gesellschaft in der sich alle frei Entfalten können. In der es keine Gewalt und keinen Krieg gibt.“

Ob sich das mit den geschichtlichen Beobachtungen in der Welt deckt, hatte der Mann sich aber offensichtlich nicht gefragt. Jedoch war er sich sicher, dass die Nazis hingegen genau das Gegenteil wöllten. Deshalb kam er zu der Überlegung: „Ohne Nazis gäbe es keine antifaschiste Gewalt.“

Das soll wohl bedeuten: Die Schuld daran, das die Antifa gewalttätig ist, liegt bei den Nazis. Auch diese Logik ist fraglich, wenn man sich in der Geschichte von Ländern unter kommunistischer Herrschaft umschaut: Heute die Rechten, morgen die Intellektuellen, übermorgen die Landbesitzer, diese oder jene Gruppierung. Der Kampf gegen irgend etwas oder jemanden endet nie.

Im Video: Bizarres sozialistisches Denken, erklärt durch DDR-Chef-Propaganist Karl-Eduard von Schnitzler, im Volksmund „Sudel-Ede“ genannt …

Wer ist ein Nazi?

Einer wichtigen Frage widmet sich das Video-Interview allerdings nicht: Wer ist ein Nazi? Und: Wann ist man ein Nazi?

Neben Personen der tatsächlich rechtsextremen Szene sind aktuell offensichtlich AfD-Politiker, deren Autos, Häuser und Parteibüros, sowie staatliche Einrichtungen, wie Gerichte, Polizeistationen und Justizanstalten Hauptangriffsziele der „Antifa“. Auch einige CDU-Politiker wurden bereits angegriffen. Nach Aussagen des Insiders würde dies bedeuten, dass der Begriff „Nazi“ anscheinend auch auf alle diese Angriffsopfer angewandt wurde.

Da weder der Staat, noch demokratisch gewählte Parteien, wie CDU und AfD rechtsextremistische politische Positionen vertreten, liegt somit der Schluss nahe, dass „Nazis“ in den Augen der „Antifa“ all jene sind, die generell andere politische Ansichten oder ein anderes Weltbild als die Linksextremisten selbst vertreten.

Ohne Nazis keine antifaschistische Gewalt?

Somit ist die Begründung des Antifa-Schlägers für linke Gewalt: „Ohne Nazis gäbe es keine antifaschistische Gewalt“, problematisch. Denn dies hieße, alle müssten erst die gleichen politischen Ansichten und das Weltbild der „Antifa“ und der sich dahinter verbergenden sozialistischen und letztlich kommunistischen Ideologie teilen, damit es keine linksextremistische Gewalt gäbe. Die Geschichte kennt solche politischen Einheitsgebilde und ihren Hang zur Unterdrücken Andersdenkender und sogar der eigenen Mitglieder zur Genüge.

Demzufolge enttarnt sich die Aussage, „Wir als Linke wollen eine Gesellschaft, in der sich alle frei entfalten können. In der es keine Gewalt und keinen Krieg gibt“, als hohle Phrase, der keine ernsthafte Glaubwürdigkeit zu Grunde liegen kann.

Antifa-Angriff auf Magnitz?

Dabei ähnelt die durch den Antifa-Extremisten beschriebene Taktik sehr dem Angriff auf den Bremer Landesvorsitzenden der AfD, Frank Magnitz.

Der Bundestagsabgeordnete war am 7. Januar nach einer Medien-Veranstaltung im Hinterhof des Bremer Theaters am Goetheplatz von Unbekannten von hinten brutal niedergeschlagen worden. In Folge des Angriffs brach der Abgeordnete zusammen und schlug noch mit dem Kopf auf der Straße auf. Die Angreifer flüchteten anschließend und ließen ihr Opfer schwer verletzt am Boden liegend zurück. In der Folge veröffentlichte die Staatsanwaltschaft ein Video des Angriffs.

Zwischenzeitlich war auf der linksextremistischen Internetplattform „Indymedia“ auch ein vermeintliches Bekennerschreiben zu dem Übergriff gepostet worden. Das Schreiben wurde allerdings kurz darauf wieder gelöscht, berichtet „buten un binnen“.

Bremer Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall Magnitz ein

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat nun die Ermittlungen in dem Fall eingestellt, da kein Täter ermittelt werden konnte. Magnitz selbst bezweifelt eigenen Aussagen zufolge, dass die Staatsanwaltschaft mit genügend Nachdruck ermittelt hat, berichtet „buten un binnen“. Die Staatsanwaltschaft weist die Vorwürfe jedoch zurück und erklärt, dass man alle Mittel ausgeschöpft habe.

(er)