RKI-Chef rechnet mit zehn Millionen Infizierten in drei Monaten – Telekom-Daten entscheiden über weitere Maßnahmen

Von 18. März 2020 Aktualisiert: 20. Mai 2020 9:50
Der jetzige Zustand stelle einen „Extremfall“ dar, sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes in seiner heutigen Pressekonferenz. Man werde immer schauen, welche Maßnahmen angepasst seien. Und wenn Maßnahmen nicht greifen, müssten sie wiederum angepasst werden.

Die neue Lungenkrankheit Covid-19 verbreitet sich weltweit. Die Epoch Times bezeichnet den neuartigen Coronavirus, der die Krankheit COVID-19 verursacht, als das chinesische KP-Virus. Grund hierfür ist, dass die Vertuschung und das Missmanagement der Kommunistischen Partei Chinas es dem Virus ermöglichen konnten, sich in ganz China auszubreiten und so eine globale Pandemie verursachte.

In seiner heutigen Pressekonferenz (18.3.) teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) den aktuellen Stand der KP-Virus-Infizierten in Deutschland mit. Bis 0:00 Uhr wurden 8.198 Fälle elektronisch an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Das entspricht einer Zunahme von 1.042 Fällen im Vergleich zum Vortrag. Todesfälle wurden bis dahin 12 elektronisch gemeldet.

Dass der RKI-Chef Lothar Wieler am gestrigen Tag dahingehend zitiert wurde, dass die derzeitigen massiven Einschränkungen bis zu zwei Jahre in Kraft bleiben könnten,  „das war natürlich ein Missverständnis“, so Wieler. Vielmehr wollte er verdeutlichen, dass Pandemien immer in Wellen verlaufen und es daher zwei Jahre dauern könnte, bis die Infektion gestoppt sei. Bis dahin hätte die Bevölkerung die Infektion durchgemacht und sei gegen das Virus immun.

Erfolg der drastischen Maßnahmen wird sich zeigen

In etwa zwei Wochen würde man sehen, ob die derzeitigen Maßnahmen dabei helfen, die Verbreitung des Virus zu bremsen, sagte Wieler. Der jetzige Zustand stelle einen „Extremfall“ dar. Man werde immer schauen, welche Maßnahmen angepasst seien. Und wenn Maßnahmen nicht greifen, müssten sie wiederum angepasst werden.

Die Bürger wurden vom RKI aufgefordert, die Maßnahmen der Regierung „uneingeschränkt“ umzusetzen. Dazu gehöre ein Mindestabstand von 1,5 Meter, „wo immer Sie können“. Außerdem sollten die sozialen Kontakte reduziert werden. Nur so könne die Übertragung verhindert werden. „Das Virus wird nur von Mensch zu Mensch übertragen.“

Ob es sich bei den zu vermeidenden Kontakten um direkte Nachbarn oder unbekannte Menschen handelt, macht für den RKI-Chef keinen Unterschied. Wenn man sich ein Kontinuum von 4.000 Punkten vorstelle, dann sei umso es günstiger, je weniger diese sich treffen. Daher sollte man die Kontakte „prinzipiell auf das Notwendigste“ reduzieren.

Die Frage nach der Ausgangssperre

Die Frage nach der Ausgangssperre beantwortete Wieler damit, dass man erst schauen würde, wie die derzeitigen Maßnahmen wirken. Dazu bräuchte man auch die anonymisierten Daten der Telekom, aus denen ersichtlich sind, ob die Maßnahmen überhaupt umgesetzt werden. Anhand dessen werden sodann andere mögliche Optionen überprüft. „Wir können nur wissenschaftliche Informationen geben, dazu brauchen wir diese Daten und wir werden schauen, was geschieht.“

Wenn man es nicht schaffe, die Kontakte unter Menschen „wirksam und über einige Wochen nachhaltig zu reduzieren“, sei es möglich, dass in zwei bis drei Monaten 10 Millionen Menschen in Deutschland infiziert seien. Die Folge wäre eine erhebliche Überlastung des Gesundheitswesens. Die Berechnungen des RKI würden zeigen, dass es möglich ist, den Virus durch Kontakteinschränkung einzudämmen und die Erkrankungszahlen zu drücken.

Eine Journalistin wies in der Pressekonferenz darauf hin, dass sich in Berlin deutlich mehr jüngere und Menschen mittleren Alters infiziert hätten als alte Menschen. „Was könnte das für die Todesfallzahlen heißen?“, fragte sie. In allen Altersgruppen könnten einzelne Menschen sterben, antwortet Wieler pauschal. Die jungen Menschen seien sehr mobil. Daher sei das Schließen von Bars und ähnlichen Treffpunkten auch sinnvoll, um die Infektion von alten Menschen zu verhindern.

Der RKI-Präsident wies nochmals darauf hin, dass 80 Prozent aller Fälle nur leichte Symptome haben. Schon sehr viele Menschen seien gesundet und immun und könnten ein „sorgloses Leben“ führen. Davon werde in Zukunft sehr viele Menschen geben.

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