Bevölkerung Hongkongs für Friedensnobelpreis 2020 vorgeschlagen

Epoch Times16. Oktober 2019 Aktualisiert: 16. Oktober 2019 19:46
Obwohl harte Reaktionen von chinesischer Seite drohen hat eine norwegische Abgeordnete die Bevölkerung Hongkongs für den Friedensnobelpreis 2020 vorgeschlagen. Sie riskierten "jeden Tag ihr Leben und ihre Sicherheit, um für Meinungsfreiheit und Demokratie einzutreten".

Eine norwegische Abgeordnete hat die Bevölkerung Hongkongs für den Friedensnobelpreis 2020 vorgeschlagen. Die Hongkonger riskierten „jeden Tag ihr Leben und ihre Sicherheit, um für Meinungsfreiheit und Demokratie einzutreten“, begründete die Abgeordnete Guri Melby im Kurzbotschaftendienst Twitter ihren Schritt.

Der Zeitung „Aftenposten“ sagte Melby am Mittwoch, das Handeln der Hongkonger habe Auswirkungen weit über Hongkong hinaus. Melby gehört der liberalen Partei Norwegens an, die an der Regierungskoalition beteiligt ist. Das Nobelpreis-Komitee ist unabhängig von der norwegischen Regierung.

China hatte 2010 als Reaktion auf die Auszeichnung des chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis die diplomatischen Beziehungen zu Norwegen auf Eis gelegt. Der inzwischen verstorbene Menschenrechtsaktivist war in China wegen „Subversion“ inhaftiert.

Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wurden ausgesetzt und der Import von norwegischem Lachs eingeschränkt. Erst sechs Jahre später normalisierten sich die Beziehungen wieder, nachdem die norwegische Regierung zugesagt hatte, „keine Aktionen zu unterstützen“, die chinesische Interessen unterlaufen.

Anfänglich richteten sie sich gegen ein geplantes Gesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Mittlerweile gibt es im Wesentlichen noch vier offene Forderungen seitens den auf den Straßen protestierenden Hongkonger Bürgern.

Sie fordern den Rücktritt der pekingtreuen Hongkonger Regierungsvorsitzenden Carrie Lam und freie Wahlen. Außerdem fordern sie eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt in den letzten Monaten gegen die Demokratie-Aktivisten auf den Straßen und die Freilassung aller wegen Teilnahme an Demonstrationen festgenommenen Bürgern.

Gleichzeitig soll die fälschliche Darstellung durch die Regierung und pekingnahen Medien der für ihre Rechte überwiegend friedlich demonstrierenden Bürger Hongkongs als „Krawallmacher“ eingestellt werden. (afp)

 

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