Schweizer Konvertitin Nora Illi verhaftet: Verstoß gegen Burka-Verbot

Epoch Times8. Juli 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 18:27

Der italienischsprachige Schweizer Kanton Tessin hat die wenigsten Muslime in der Eidgenossenschaft.

Trotzdem stimmte die Bevölkerung mit einer Mehrheit von 65 Prozent bereits 2013 für ein Verschleierungsverbot. Seit dem 1. Juli 2016 gilt das Gesetz nach französischem Vorbild, wo das Verbot schon seit 2014 gilt.

Das Verbot betrifft die Ganzverschleierung in Form einer Burka (Sicht hinter Gittern) und auch die Niqab-Form mit einem Sehschlitz. Bei Zuwiderhandlungen wird eine Geldbuße bis 1.000 Franken (924 Euro) fällig, im Wiederholungsfall bis 10.000 Franken (9.240 Euro).

Die umstrittene Schweizer Aktivistin und konvertierte Muslimin Nora Illi ließ es jetzt darauf ankommen.

Wie die "Huffingtonpost" berichtete, lief die Burka-Trägerin zusammen mit dem Aktivisten Rachid Nekkaz durch Locarno, um auf den Burka-Bann aufmerksam zu machen. Noch bevor sie verhaftet wurde sagte die Aktivistin der ARD: "Das ist ein spezifisches Gesetz gegen uns Frauen, es widerspricht dem Recht auf Religionsfreiheit und schränkt meine Grundrechte ein."

Nora Illi bei Maischberger (2012)

Für viele Menschen hierzulande ist es völlig unverständlich, warum sich Frauen derart verschleiern. Die bosnische-muslimische Schriftstellerin Safeta Obhodjas sagte sogar über die Kopftuchträgerinnen: "Niemand soll mir sagen, dass Frauen das freiwillig tun."

Welche Frau läuft gerne in schwarzen langen Kleidern herum, wickelt sich das Gesicht ein und guckt den ganzen Tag in der Öffentlichkeit durch ein Gitter oder einen engen Sehschlitz? Für manche im westlichen Wohlstand aufgewachsene und orientierungslose Menschen mag das vielleicht hipp sein.

Für manch andere, selbst im arabischen Raum, ist es eher eine Befreiung, diese Ketten aus Stoff abzuschütteln. (sm)

Siehe auch:

Schweizer Kanton: Ab sofort Burka-Verbot – bei Verstoß bis zu 10.000 Euro Strafe

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