Politische Versäumnisse in der Corona-Krise: USA und Deutschland besinnen sich auf Mundschutz für Bürger

Von 4. April 2020 Aktualisiert: 4. April 2020 18:24
„Hören Sie auf, Masken zu kaufen! Sie sind nicht wirksam, um die Bevölkerung davor zu schützen, sich mit dem #Coronavirus anzustecken“, twitterte Ende Februar der US-Generalarzt Jerome Adams. Auch das Berliner Robert-Koch-Institut riet den Bürger davon ab, für einen Mundschutz zu sorgen. Seit dieser Woche haben beide Staaten eine neue Erkenntnis.

„In den kommenden Wochen wird Ihre Regierung Ihnen wahrscheinlich raten, eine Gesichtsmaske zum Schutz vor Coronaviren zu tragen, sofern dies noch nicht geschehen ist“, heißt es in einem Bericht der CNN vom 2. April mit Blick auf die US-Regierung. Diese Botschaft möge verwirrend erscheinen angesichts der Tatsache, dass Gesundheitsbehörden, Politiker und Medienvertreter wochenlang vertrauensvoll behauptet hätten, dass Masken nicht helfen. Stattdessen wären die Menschen dazu gedrängt worden, sich auf das Händewaschen und die Aufrechterhaltung einer „sozialen Distanz“ zu konzentrieren.

In den USA twitterte beispielsweise der US-Generalarzt Jerome Adams Ende Februar: „Hören Sie auf, Masken zu kaufen! Sie sind nicht wirksam, um die Bevölkerung davor zu schützen, sich mit dem #Coronavirus anzustecken.“ Aber wenn das Gesundheitswesen sich nicht um kranke Patienten kümmern könne, würde man diese und auch die Gesellschaft gefährden. Dieser Beitrag wurde über 43.000 Mal geteilt.

Auch in Deutschland hörte man noch vor Wochen von der obersten Gesundheitsbehörde, dem Robert-Koch-Institut (RKI) gebetsmühlenartig die Warnung, dass Mundschutz oder Gesichtsmasken nicht helfen würden. So sagte RKI-Vize Lars Schaade in einer Pressekonferenz am 28. Februar: „Wir empfehlen ebenfalls nicht die Benutzung von Gesichtsmasken oder Mund-Nasen-Schutz in der allgemeinen Öffentlichkeit oder im Alltagsleben.“ Ebenso empfahl das RKI nach wie vor einfaches Händewaschen. Experten betonen hingegen, wie wichtig es ist, die Hände zu desinfizieren.

Am 31. März hieß es plötzlich vom RKI: Das medizinische Personal trage FFP-2-Masken, um sich vor Infektionen zu schützen. Der Mund-Nasen-Schutz hingegen schütze lediglich andere Menschen vor der eigenen Infektion. „Das ist sinnvoll und das empfehlen wir seit Anfang an“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. In der Pressekonferenz vom 3. April betonte er sodann, dass eine Empfehlung zum Tragen von Masken nicht geändert worden sei.

Aber nicht nur bei der deutschen obersten staatlichen Gesundheitsbehörde, auch beim amerikanischen Direktor der Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Robert Redfield, gab es einen ähnlichen Sinneswandel. Während er vor Wochen das Tragen von Masken mit einem klaren „Nein“ ablehnte, ist er sich jetzt nicht mehr so sicher. „Die Idee war vielleicht, sie für Mitarbeiter des Gesundheitswesens aufzubewahren“, sagte der amerikanische Gesundheitsreporter Sam Whitehead gegenüber dem „NPR“.

In Anbetracht neuer Erkenntnisse sah sich das CDC dazu veranlasst, das Tragen von Masken erneut zu untersuchen. Es soll geprüft werden, ob die Schutzmaske verhindert, dass sich das Virus eines noch nicht als infiziert erkannten Bürgers auf andere überträgt.

Masken als Schutz vor Pandemie

Laut CNN gibt es Beweise, die zeigen, dass Masken helfen, Virusinfektionen wie die aktuelle Pandemie zu verhindern. Adrien Burch, ein Experte für Mikrobiologie an der Universität von Kalifornien, schrieb in seinem Artikel „Was sind die Belege für Gesichtsmasken? Was Sie gehört haben, war wahrscheinlich falsch“ (Original: What’s the Evidence on Face Masks? What You Heard Was Probably Wrong) unter Bezug auf die SARS-Epidemie 2003:

In einem Cochrane-Review zu diesem Thema zeigten sechs von sieben Studien, dass Gesichtsmasken (chirurgische und N95) einen signifikanten Schutz vor SARS bieten.“

SARS ist wie Covid-19 eine Atemwegserkrankung, die durch dieselbe Familie von Viren, das sogenannte Coronavirus, verursacht wird. Obwohl sich die meisten Studien im Cochrane Review auf medizinisches Personal in einem Krankenhaus bezogen hätten, sei in einer Studie die Übertragung von SARS in der Bevölkerung von Peking untersucht worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass das konsequente Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit das Risiko einer Ansteckung mit SARS um 70 Prozent verringern könne. Und das, obwohl die meisten Menschen einfache chirurgische Masken und keine N95-Atemschutzmasken trugen. Dies könne der Grund dafür sein, dass die Gesundheitsbehörden in vielen anderen Ländern die Öffentlichkeit zum Tragen von Gesichtsmasken ermutige oder sogar verpflichte, schreibt Burch.

Empfehlung von Gesichtsmasken in Asien

Seit Beginn der Epidemie habe Hongkong und viele andere asiatische Regierungen den Menschen empfohlen, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen, unabhängig davon, ob sie Virussymptome aufwiesen oder nicht, berichtet CNN weiter. Trotz Äußerungen in den westlichen Medien, dass der Mundschutz in Asien zur Kultur gehöre, scheine diese Taktik zur Eindämmung des Virus beigetragen zu haben. Taiwan und Südkorea hätten beispielsweise bei der Verhinderung größerer Ausbrüche oder ihrer Eindämmung bessere Erfolge erzielt als Europa und Nordamerika, wo Masken entweder nicht oder nur schwer zu finden seien.

CNN zitierte Ivan Hung, Spezialist für Infektionskrankheiten an der medizinischen Fakultät der Universität Hongkong, damit, dass „wenn man sich die Daten in Hongkong ansieht, das Tragen einer Maske wahrscheinlich das Wichtigste in Bezug auf die Infektionskontrolle ist“. Dadurch würden nicht nur Coronaviren, sondern auch die Grippe eingedämmt werden.

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„Die Forschung hat ergeben, dass Gesichtsmasken viel eher helfen als schaden“, betont auch Burch. „Selbst wenn es sich nur um eine selbstgebastelte Stoffmaske handelt. Wenn Sie sie korrekt tragen und die Berührung vermeiden, geht die Wissenschaft davon aus, dass sie Ihnen nicht schadet und höchstwahrscheinlich Ihre Anfälligkeit gegenüber dem Virus verringern wird.“

Politische Versäumnisse

Zeynep Tufekci, Professorin für Informationswissenschaften, schrieb im vergangenen Monat in der „New York Times“: „Was hätten die Behörden angesichts der Tatsachen, dass es tatsächlich einen Mangel an Masken gibt und dass das medizinische Personal mehr von diesen Masken unbedingt braucht, sagen sollen? Die volle schmerzliche Wahrheit.“ Von vorneherein hätte man die Menschen bitten sollen, den Krankenhäusern Masken zu spenden. Das wäre besser gewesen, als die Funktion der Masken infrage zu stellen.

Trotz jahrzehntelanger Warnungen von Experten, insbesondere nach dem Beinahe-Zusammenbruch durch SARS, sei man immer noch nicht auf diese Pandemie vorbereitet gewesen. Die heimische Produktion wurde nicht hochgefahren, als man es noch konnte. Das Ergebnis sei der jetzige Maskenmangel, sagte die Expertin. „Wenn die Menschen das Gefühl haben, von den Behörden nicht die volle Wahrheit zu erfahren, haben es Schlangenölverkäufer und Betrüger leichter.“

„Der Maskenmangel wurde durch politische Versäumnisse und Probleme in der Lieferkette verursacht und nicht durch einen plötzlichen Ansturm besorgter Bürger auf 75-Cent-Papiermasken“, schreibt CNN. Da die Beweise zunehmend für Masken sprechen, sollte man die Frage stellen: Wie viele Infektionen hätten vermieden werden können, wenn Beamte und Medien sich bereits im Januar dafür eingesetzt hätten, die Maskenproduktion im Inland zu erhöhen, statt zu sagen, dass Masken nicht helfen würden?

Pandemie-Risiko seit 2012 bekannt

Bereits vor sieben Jahren stellte man in der Risikoanalyse des Bundestages fest, dass Deutschland bei einer Epidemie, wie sie derzeit besteht, nicht vorbereitet ist. Aber: „Niemand hat damals die Zuständigkeit geregelt“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei Maybrit Illner. Es sei nicht geregelt worden, wer für die Beschaffung der Maßnahmen, die Lagerung und die Bezahlung zuständig sei. „Wir haben ein System, das zersplittert ist“, erklärte der SPD-Politiker.

Nach der Krise müsse darüber gesprochen werden. Denn der Plan für die Epidemie wäre bereits da gewesen und wurde sogar diskutiert, „aber niemand fühlte sich zuständig für die Umsetzung“. Das sei das Problem, sagte Lauterbach. In der Risikoanalyse für den Bevölkerungsschutz zur „Pandemie durch Virus ‚Modi-SARS‘ von 2012“ ( Drucksache 17/12051) heißt es dazu auf Seite 80:

„Der Ruf nach einem schnellen und effektiven Handeln der Behörden wird früh zu vernehmen sein. Die Suche nach ‚Schuldigen‘ und die Frage, ob die Vorbereitungen auf das Ereignis ausreichend waren, dürften noch während der ersten Infektionswelle aufkommen. Ob es zu Rücktrittsforderungen oder sonstigen schweren politischen Auswirkungen kommt, hängt auch vom Krisenmanagement und der Krisenkommunikation der Verantwortlichen ab.“

Anmerkung der Red.: Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt am Virus. 80 Prozent aller Corona-Infektionen verlaufen mild. Bei den Aufführungen der Corona-Todesfälle werden Vorerkrankungen nicht berücksichtigt. Das neuartige Coronavirus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, wurde erstmals in China entdeckt. Durch Vertuschung und das Missmanagement der Kommunistischen Partei Chinas konnte sich das Virus in ganz China auszubreiten und hat zu einer globalen Pandemie geführt. Mehr dazu: Leitartikel: Dem Virus den richtigen Namen geben.

 

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