Symbolbild.Foto: iStockphoto/miriam-doerr

Ostfriesland: 16-Jährige in Wohnung gelockt, geschlagen und mehrfach vergewaltigt

Von 28. Juli 2021 Aktualisiert: 28. Juli 2021 17:27
Ein 16-jähriges Mädchen wurde von jungen Asylbewerbern in Leer in eine Wohnung gelockt, von ihnen geschlagen und mehrfach vergewaltigt. Die Täter wurden zunächst mit Meldeauflagen freigelassen, aber nach Beschwerde der Staatsanwaltschaft wieder inhaftiert. Die Polizei bittet um „Zurückhaltung und Besonnenheit“.

Die Polizeiinspektion Leer/Emden berichtete am Montag von einem „sexuellen Übergriff auf eine junge Frau“ in einer Wohnung im ostfriesischen Leer und der Aufnahme von Ermittlungen gegen „drei Männer im Alter von 18, 20 und 21 Jahren“. Das Verbrechen hatte sich in der Nacht auf vergangenen Samstag zugetragen. Die Festnahme der Männer erfolgte noch am Samstagmorgen. Am Sonntag saßen sie bereits dem Haftrichter gegenüber, der Untersuchungshaft anordnete, „welche gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde“, berichtet die Polizei.

Es erging noch die Aufforderung von Staatsanwaltschaft und Polizei „ausdrücklich um Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Beteiligten und ihres Umfeldes“. Weitere Details zu den Umständen der Tat und den beteiligten Personen wolle man „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht bekanntgeben.

Täter kamen offenbar schon 2015

Keine „ermittlungstaktischen“ Probleme hatte die „Bildzeitung“. Diese berichtete, dass es sich bei den drei Tatverdächtigen um junge Männer aus Syrien und dem Irak handele, die bereits mit der ersten großen Flüchtlingswelle um 2015 als Minderjährige mit ihren Familien nach Deutschland kamen. Eine Reporterin des Boulevardblattes berichtete vor Ort, dass die Tatverdächtigen alle noch bei ihren Familien wohnten, weshalb die Untersuchungshaft mit Meldeauflagen ausgesetzt wurde.

Gruppenvergewaltigung und Schläge

Aus Ermittlungskreisen habe man erfahren, dass sich die Verdächtigen zu einer „Spontantat“ der laut Staatsanwaltschaft „besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung“ verabredet hatten. Täter und Opfer sollen sich offenbar gekannt haben. Eine offizielle Bestätigung für diese Information gebe es bisher aber nicht.

Dem 16-jährigen Opfer gehe es physisch und psychisch nicht besonders gut, heißt es. Eine frühere Meldung mit der Altersangabe 18 wurde aufgrund von Polizeiangaben korrigiert. Dem Zeitungsbericht nach wurde das Mädchen in die Wohnung gelockt, dort geschlagen und mehrfach vergewaltigt.

Beschwerde gegen Haftaussetzung

Die zuständige Staatsanwaltschaft Aurich war mit der Freilassung der Tatverdächtigen nicht einverstanden und reichte am Dienstag, 27. Juli, eine Beschwerde gegen die Haftaussetzung ein, der auch stattgegeben wurde. Daraufhin wurden die Haftbefehle gegen die drei Beschuldigten durch das Amtsgericht Leer am selben Nachmittag noch wieder in Vollzug gesetzt. Die drei Männer konnten noch am selben Tag festgenommen werden.

Polizeisprecherin Frauke Bruhns erinnerte nochmals daran, dass Staatsanwaltschaft und Polizei „erneut auf Zurückhaltung und Besonnenheit“ und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Beteiligten verweisen.

Mädchen gingen ein und aus

Wie „RTL“ berichtet, erklärte eine Anwohnerin dem Sender, dass die tatverdächtigen Männer in ihrer Wohnung eine alkoholträchtige Party gefeiert hatten, wobei auch mehrere Mädchen und junge Frauen anwesend waren. Eine weitere Anwohnerin erklärte, dass in der Wohnung ständig Mädchen ein und aus gegangen seien. Sie konnte schließlich nicht genau sagen, wer eigentlich in der Wohnung alles gewohnt habe.

In diesem Punkt erinnert der Fall unweigerlich an den Fall Leonie in Wien. Auch in diesem Fall war der Tatort eine Wohnung. Dort war ein 18-jähriger Asylbewerber gemeldet, aber niemand von den Nachbarn konnte genau sagen, wer dort alles wohnte. In der Wiener Wohnung sollen auch Mädchen ein und aus gegangen sein. Ein Nachbar äußerte den Verdacht, dass dort auch Drogen verkauft wurden, was den regen Publikumsverkehr erklären könnte. In der Wohnung wurde am 25. Juni die 13-jährige Leonie erheblich unter Drogen gesetzt, mehrfach von jungen Männern vergewaltigt und nach ihrem noch ungeklärten Tod an einem Baum in der Nähe abgelegt. Drei afghanische Staatsbürger wurden verhaftet, nach einem vierten wird europaweit gesucht.



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