Psychisch kranker Autofahrer auf Amokfahrt – Passanten können sich geradeso retten

Epoch Times25. Mai 2021 Aktualisiert: 26. Mai 2021 10:28
Mehrere Menschen auf einem Fußweg konnten sich in Malente nur knapp vor einem Amokfahrer mit Geländewagen retten. Der Tatverdächtige war bereits zuvor mehrfach auffällig geworden, jedoch weiter auf freiem Fuß.

Ein offensichtlich psychisch erkrankter Mann – Gino H. – hat im schleswig-holsteinischen Malente versucht, mehrere Menschen auf einem Fußweg mit einem Geländewagen zu überfahren.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag mitteilten, konnten sich die Betroffenen bei dem Vorfall am Montag durch schnelle Reaktionen in Sicherheit bringen. Der 37-jährige Fahrer wurde von Spezialkräften in seinem Wohnhaus in der Nähe gefasst.

Nach Angaben der Ermittler wurden diese hinzugezogen, weil der Mann nach Zeugenaussagen auch Waffen besitzen sollte. Dieser habe sich augenscheinlich in einem „psychischen Ausnahmezustand“ befunden und sei vorläufig in einer Fachklinik untergebracht worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck. Sie ermitteln nun wegen versuchten Totschlags gegen den Verdächtigen.

Passant: Fahrer habe ihm dem Mittelfinger gezeigt

Der Vorfall ereignete sich demnach am Montagvormittag an einer Straße am Ufer des Kellersees in Malente, an der auch das Haus des Verdächtigen liegt.

Laut Zeugen war dieser mit seinem SUV mit hohem Tempo unterwegs. Dabei fuhr er auch über einen Gehweg und soll gezielt auf mehrere Menschen zugefahren sein. Ein Ehepaar brachte sich laut Ermittlern hinter seinem geparkten Auto in Sicherheit, ein weiterer Mann – Daniel S. – sprang im letztem Moment zur Seite.

Gegenüber dem „Ostholsteiner Anzeiger“ gab Daniel S. an, dass ihm der schwarze Mercedes SUV schon zu Beginn seines Spazierganges aufgefallen sei. Mit quietschenden Reifen sei er angefahren und in Richtung Ortsmitte gerast, heißt es.

Der Fahrer habe ihm dem Mittelfinger gezeigt. Anschließend sei er erneut einmal an ihm und einem Pärchen vorbeigefahren, habe gedreht und dann auf die drei zugesteuert.

„Ich mag mir gar nicht vorstellen, was da hätte passieren können, wenn die Kita aufgehabt hätte. Der hat Menschen gesucht, die er überfahren kann“. „Ich bin einfach nur fassungslos, wer diesen Menschen wieder raus gelassen hat“, berichtet er der Zeitung.

Denn der offenbar psychisch erkrankte Mann war dem Bericht zufolge bereits zuvor mehrfach auffällig gegenüber seinen Nachbarn geworden.

Direkten Nachbarn mit dem Tod bedroht

So soll der alleinerziehende Vater und Jäger seine direkten Nachbarn mit dem Tod bedroht haben. Mehrfach soll er mit seinem Jagdgewehr durchs Fenster auf den Nachbarn Henning B. und seinen Hausmeister gezielt haben, heißt es im Bericht des Ostholsteiner Anzeigers.

In die Gebäude von Henning B. sei er zweimal eingebrochen, hatte ein Ferienhaus komplett mit Farbe verwüstet, die Schlösser alle mit Sekundenkleber verschlossen und den Hausmeister mit Kaninchenkot beworfen.

Daraufhin gab es mehrere Gerichtsverfahren und Anzeigen, gegen den nun festgenommenen Amokfahrer. Diese Verhandlungen wären auch gewonnen worden. Auch wäre der Tatverdächtige bereits Ende April in einer Klinik eingewiesen worden. Warum er jetzt bereits wieder auf freiem Fuß war, bleibt nun zu klären. (afp/er)



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