Bei einem Busunfall in Trier hat es Verletzte gegeben.
Ein Polizeieinsatz. (Symbolbild)Foto: David Inderlied/dpa

Razzia gegen Prepper-Szene in Bayern wegen Plänen für Sabotage

Epoch Times30. März 2022 Aktualisiert: 31. März 2022 12:19
In einer Großrazzia in der so genannten Prepper-Szene hat die Polizei in Bayern mehrere Wohnungen und Gebäude durchsucht. Der Einsatz der rund 290 Beamten richtete sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch gegen sechs deutsche Männer.

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.

In einer Großrazzia in der sogenannten Prepper-Szene hat die Polizei im bayerischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mehrere Wohnungen und Gebäude durchsucht. Der Einsatz der rund 290 Beamten, darunter auch Spezialeinheiten, richtete sich nach Polizeiangaben vom Mittwoch gegen sechs deutsche Männer. Es habe „Hinweise auf mögliche Vorbereitungen zu Sabotagehandlungen an kritischer Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland“ gegeben, erklärte die Polizei in Regensburg.

Erste Durchsuchungsergebnisse zeigten „die bedenkliche Affinität zu Waffen und Verhaltensmuster der Prepper-Szene“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Abend. Den Ermittlern sei „ein empfindlicher Schlag gegen eine Gruppierung mit rücksichtslosen und verfassungsfeindlichen Absichten gelungen“.

Illegale Schusswaffen entdeckt

Bei dem Einsatz am Mittwoch beschlagnahmten die Beamten laut Polizei teils illegale Schusswaffen sowie Laptops und Smartphones. Spezialeinheiten aus Bayern und Baden-Württemberg seien beteiligt gewesen, weil ein Teil der Männer legal Schusswaffen besitze, hieß es weiter.

Laut Herrmann hat die Entwaffnung von Extremisten höchste Priorität: „Jeder Verdachtsfall wird geprüft und alle rechtlichen Möglichkeiten werden ausgeschöpft“, erklärte der Minister. Nach seinen Worten haben bayerische Waffenbehörden 2021 insgesamt 189 erlaubnispflichtige Waffen wegen Verdacht auf Extremismus eingezogen, davon 125 bei Rechtsextremisten und 48 bei sogenannten Reichsbürgern.

Angehörige der Prepper-Szene bereiten sich auf einen von ihnen erwarteten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung vor, indem sie Gegenstände und Nahrung horten. Dem Staat stehen sie oft ablehnend gegenüber. (afp/mf)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion