Schwerer Unfall (Symbolbild).Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Verfolgungsjagd auf dem Kurfürstendamm – mehrere Verletzte nach Kollision mit Polizeiauto

Epoch Times6. Juni 2021 Aktualisiert: 6. Juni 2021 14:18
In Berlin ist ein Carsharing-Auto vor der Polizei geflüchtet und hat einen schweren Unfall verursacht. Fünf Menschen wurden verletzt. Floh der Wagen wegen einer vorangegangenen Raserei?

In der Nacht zu Sonntag kam es in Berlin-Charlottenburg zu zwei Verkehrsunfällen, nachdem sich ein Pkw einer Kontrolle entzog. Mit einem Carsharing-Auto hat sich einer der Fahrer zuvor auf dem Kurfürstendamm in Berlin eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.

Fünf Menschen wurden laut Berliner Feuerwehr verletzt, vier kamen in ein Krankenhaus. Der Fahrer war laut Lagedienst kurz nach 23.00 Uhr aus unbekannter Ursache vor der Polizei geflüchtet. Die Beamten verfolgten daraufhin den Wagen. Weitere Einzelheiten waren dem Lagedienst zunächst nicht bekannt.


Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ soll der Mietwagen mehrfach den Kurfürstendamm entlang gerast sein. An der Kreuzung zur Uhlandstraße soll der Wagen demnach mit Polizeifahrzeugen und einem weiteren Auto zusammengestoßen sein.

Zuvor in Höhe der Grolmannstraße soll der Fahrzeugführer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben, wobei es zu einem Zusammenstoß mit dem hinterherfahrenden Funkwagen kam. Anschließend stieg der Fahrzeugführer aus dem Unfallfahrzeug aus und versuchte in Richtung Grolmannstraße zu Fuß zu entkommen.

Fahrer wurde nach Festnahme ohnmächtig

Die Einsatzkräfte nahmen ihn jedoch in untermittelbarer Nähe fest und führten ihn zum Unfallort zurück. Dort wurde er ohnmächtig und musste durch schon zuvor zum Ort gerufene Rettungskräfte der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 23-jährige Davongefahrene wurde stationär aufgenommen und einer Blutentnahme unterzogen. Die weiteren Insassen, ein 22-jähriger Beifahrer und zwei 25- und 26-jährige Frauen, die auf dem Rücksitz saßen, standen unter Schock, lehnten eine ärztliche Behandlung jedoch ab.

Die Polizeikommissarin, die den Funkstreifenwagen führte, erlitt bei dem Unfall Prellungen an einem Arm und einer Schulter, ihr Begleiter, ein Polizeikommissar, stand unter Schock. Beide wurden anschließend in einer Klinik ambulant behandelt und mussten ihren Dienst beenden.

Der im Krankenhaus liegende Fahrzeugführer muss sich nun wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfall mit verletzen Personen und mutmaßlicher Beeinflussung durch Rauschmittel oder Medikamente sowie unerlaubtem Entfernen vom Unfallort verantworten.

Weiterer Funkstreifenwagen kollidierte mit Fahrzeug

Ein weiterer über Funk informierter Funkstreifenwagen, der sich in der Nähe befand, befuhr mit Blaulicht und Martinshorn die Uhlandstraße von der Lietzenburger Straße kommend, in Richtung Kurfürstendamm. An der Kreuzung zur Uhlandstraße kam es dann nach ersten Erkenntnissen zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, der von einem 23-jährigen auf dem Kurfürstendamm in Richtung Hallensee gesteuert wurde.

Der Funkstreifenwagen drehte sich nach dem Zusammenstoß um 180 Grad und prallte gegen einen Ampelmast. Während der 23-Jährige über Nackenschmerzen klagte und von Rettungskräften der Feuerwehr am Ort ambulant behandelt wurde, blieb sein gleichaltriger Beifahrer unverletzt.

Die im Einsatzfahrzeug auf der Beifahrerseite sitzende Polizeikommissarin wurde am Arm verletzt, der fahrzeugführende Polizeioberkommissar klagte über Nackenschmerzen. Beide wurden in einer Klinik ambulant behandelt und traten vom Dienst ab. (dpa/er)

 



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