Würzburger Messer-Anschlag: Kriminalbeamte fordern mehr Mittel für Behandlung psychisch Kranker

Epoch Times27. Juni 2021 Aktualisiert: 27. Juni 2021 18:44
Durch die gestrige Pressekonferenz wurde deutlich, dass der Tatverdächtige bereits mehrfach polizeiauffällig war. Einmal nutzte er ein Messer um Betreuer zu bedrohen. Auch wurde islamistisches Material in seiner Unterkunft gefunden. Nun präzisiert die Polizei die Angaben und nennt das Geschlecht und das Alter der Opfer. Nun steht ein dramatischer Fachkräftemangel in der Psychiatrie zur Diskussion, ohne den die Tat vielleicht verhindert werden hätte können.

Update:

18:38 Uhr: Kriminalbeamte fordern mehr Mittel für Behandlung psychisch Kranker

Der Vorsitzende des Bundes deutscher Kriminalbeamter (BdK), Sebastian Fiedler, fordert eine bessere Ausstattung des psychiatrischen Bereichs. „Wie beim Anschlag von Hanau oder der Tat am Frankfurter Flughafen haben wir es auch im Fall von Würzburg offenbar mit einem psychisch kranken Täter zu tun“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Auf vielen Ebenen haben wir erhebliche Probleme mit psychisch erkrankten Menschen.“

So seien 35 Prozent der zwischen 2000 und 2015 allein handelnden Attentäter psychisch erkrankt. „Wer an bestimmten Arten von Schizophrenie leidet, trägt ein erhebliches Risiko in sich, zum Gewalttäter zu werden.“ Den Menschen müsse dringend geholfen werden. Zugleich gebe es seit Langem einen dramatischen Fachkräftemangel in der Psychiatrie, der verhindere, dass die Kranken ausreichend behandelt werden.

„Ein besonders Problem sind Menschen, die aufgrund von traumatischen Kriegserfahrungen psychisch erkranken.“ Das sei „kein originäres Thema der Sicherheitsbehörden, sondern des Gesundheitssektors“, so Fiedler. „Der Fachkräftemangel in der Psychiatrie ist zugleich ein enormes Sicherheitsproblem. Jens Spahn steht hier schon lange in der Pflicht, einen Plan vorzulegen, wie er das Problem in den Griff kriegen will.“

10:58 Uhr: Polizei präzisiert Detail-Angaben zu Opfern von Würzburg

Nach unterschiedlichen Angaben zu Zahl und Identität der Opfer des Messerangriffs von Würzburg hat die Polizei ihre Angaben präzisiert.

Demnach starben in einem Kaufhaus drei Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren. Der Verdächtige hatte die Opfer, die dort einkaufen wollten, am Freitagnachmittag unvermittelt mit einem Messer angegriffen, das er sich zuvor in der Haushaltswarenabteilung besorgt hatte. Vorherige Angaben, eine der Frauen habe in dem Laden als Verkäuferin gearbeitet, träfen nicht zu, sagte ein Polizeisprecher.

Zudem verletzte der Somalier in dem Geschäft einen 57 Jahre alten Mann leicht. Der 24-Jährige griff in dem Laden den Ermittlungen zufolge auch eine 52-jährige Frau an. Sie wurde schwer verletzt, ist aber außer Lebensgefahr. Auf der Straße vor dem Kaufhaus fanden Polizisten ein elfjähriges Mädchen sowie einen 16 Jahre alten Jugendlichen – beide mit schweren Verletzungen. Lebensgefahr besteht bei beiden nicht mehr.

Der Täter verletzte darüber hinaus eine 26 Jahre alte Frau leicht – sie wurde ebenfalls auf der Straße gefunden. In einer nahe gelegenen Bank soll der Mann eine weitere Frau angegriffen haben. Die 73-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, ist aber laut Polizei nun außer Lebensgefahr.

Der Zustand einer 39-Jährigen, die der Somalier ebenfalls attackierte, ist stabil. Sie sei nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte der Sprecher. Wo der Mann diese Frau angriff, war zunächst unbekannt. Die blutige Bilanz der Messerattacke: drei tote Frauen, drei lebensgefährlich verletzte Frauen, ein Mädchen und ein Jugendlicher in Lebensgefahr, ein leicht verletzter Mann und eine leichtverletzte Frau, so die Polizei.

10:06 Uhr: Würzburger Messer-Anschlag: Tatmotiv laut Oberbürgermeister weiter unklar

Auch zwei Tage nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg ist das Motiv des festgenommenen Täters weiter unklar. „Wir wissen nicht, ob der Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet oder ob er vorsätzlich handelte“, sagte der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt der „Main-Post“. Der Hinweis „Allahu Akbar“ könne bedeuten, dass es sich um einen Terrorakt handele, müsse es aber nicht.

Eine Einordnung sei aktuell noch nicht möglich. Bei der Tat am Freitag hatte ein 24-jähriger somalischer Staatsangehöriger in der Innenstadt von Würzburg drei Frauen getötet und mindestens fünf weitere Personen schwer verletzt.

Während der Tatausführung soll er „Allahu Akbar“ gerufen haben. Die Tatwaffe soll der Mann sich in der Haushaltswarenabteilung eines Kaufhauses beschafft haben, wo er auch die drei Frauen tötete. Die Polizei hatte ihn später mit einem Schuss ins Bein überwältigt. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus.

Der Somalier war 2015 nach Deutschland gekommen – im Rahmen eines Asylverfahrens erhielt er subsidiären Schutz. Wohnhaft war er zuletzt in einer städtischen Obdachlosenunterkunft in Würzburg. Zuvor war er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. In dieser sei aber entschieden worden, ihn nicht dortzubehalten, sagte der Oberbürgermeister der „Main-Post“. Seinen Angaben zufolge war der Täter der Polizei bekannt. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat laufen noch.

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26. Juni

17:00 Uhr: Somalier war mehrfach in Psychiatrie – Islamistisches Material gefunden

Auf der heutigen Pressekonferenz mit Innenminister, Polizei-Chef, Staatsanwaltschaft und Oberbürgermeister wurde berichtet, dass es sich nicht nur bei den drei Getöteten um Frauen handelt, sondern auch die Verletzten fast ausnahmslos weiblich waren. Dabei ist das erste Opfer eine Verkäuferin im Kaufhaus gewesen, die direkt von dem Somalier nach einem Messer befragt wurde. Sie zeigte ihm, wo die Messer sind.

Er nahm sich dann selbst ein Messer und stach direkt auf eine Verkäuferin, die sich zum Einkauf dort aufhielt, ein. Sie starb noch direkt im Geschäft aufgrund der Verletzungen. Im Geschäft griff er dann noch zwei weitere Frauen mit dem Messer an, die ebenfalls im Kaufhaus an den Verletzungen verstarben.

Ein Kaufhausdetektiv hätte dort gehört, dass der Tatverdächtige „Allahu Akbar“ und „Dschihad“ gerufen hätte. Danach verließ er das Kaufhaus und griff außerhalb weitere Menschen an, die zum teil schwer verletzt wurden. Eine Frau schwebt noch in Lebensgefahr.

Insgesamt wurden neben den drei Getöteten, sechs Personen schwer und eine Person leicht verletzt. Unter den Verletzten ist auch ein Kind, dessen Mutter durch den Tatverdächtigen getötet wurde.

Werbematerial der Terrororganisation „Islamischer Staat“

Der Somalier ist 2015 nach Deutschland gekommen. Er hat in unterschiedlichen Teilen Deutschlands gewohnt. Er hält sich legal in Deutschland auf. Ihm wurde nach einem Asylantrag subsidiärer Schutz gewährt. 2019 zog er nach Würzburg. Dort lebte er in einer Obdachlosenunterkunft.

In seiner Unterkunft wurden seine Handys beschlagnahmt die jetzt durch die Polizei ausgewertet werden. Zudem fand man offenbar zerrissenes Werbematerial der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in seinem Papierkorb. Auch diese Materialien werden jetzt ausgewertet.

Betreuer mit Messer bedroht

Der Somalier war bereits zweimal nach besonderen Vorkommnissen kurzzeitig in einer Psychiatrie untergebracht. Im Januar 2021 bedrohte er Betreuer nach einem verbalen Streit in der Obdachlosenunterkunft zweimal mit einem Messer – einmal aus der Entfernung von 20 Metern auf dem Hof. Ein anderes mal bedrohte er Betreuer mit einem Messer in der Küche.

Daraufhin wurde er bei der Polizei angezeigt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet und die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens in Auftrag gegeben. Bis jetzt wurde dieses Gutachten nicht erstellt. Auf die Frage warum dies solange dauert erklärte die Staatsanwaltschaft, dass so etwas dauern könne.

Nach einem Tag aus Psychiatrie entlassen

Beim zweiten Vorfall stellte er sich vor ein fremdes Auto, um von diesem mitgenommen zu werden. Er öffnete die Beifahrertür, setzte sich in das Fahrzeug und weigerte sich wieder auszusteigen. Er wollte zu einem Ort gefahren werden.

Die herbeigerufene Polizei ließ ihn aufgrund der psychischen Auffälligkeit zur Überprüfung in eine Psychiatrie einweisen. Dort stellten die Ärzte keine Fremd- und Selbstgefährdung fest. Nach einem Tag wurde er wieder entlassen.

2015/2016 soll es einen Hinweis von einer Person gegeben haben die erklärte, dass sie mitgehört hätte, dass der Somalier davon gesprochen haben soll, als 12-Jähriger Straftaten in Somalia begangen zu haben – ob als Kindersoldat oder in einem anderen Kontext, war nicht klar. Nach deutschem Strafrecht ist dies nicht relevant (erst ab 14 Jahren ist man hier strafmündig).

Es bleiben Fragen offen. Der tatverdächtige Somalier ist aufgrund eines Haftbefehls in einem Gefängnis untergebracht. Die weiteren Ermittlungen laufen.

15:00 Uhr Pressekonferenz mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)

Nach dem Messer-Anschlag eines möglicherweise islamistisch motivierten 24-jährigen Somaliers in der Würzburger Innenstadt informieren Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zusammen mit Polizeipräsident Gerhard Kallert und Vertretern der Staatsanwaltschaft über den aktuellen Ermittlungsstand. Schwerpunkt dabei werden die Hintergründe der Tat sein.

11:57 Uhr: Zwei Schwerverletzte nach Messerangriff in Würzburg noch in Lebensgefahr

Nach dem Messerangriff in Würzburg schweben zwei Schwerverletzte in Lebensgefahr. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, befinden sich insgesamt fünf Schwerverletzte weiter in verschiedenen Krankenhäusern in ärztlicher Behandlung. Der Zustand von zwei dieser Verletzten sei „weiterhin lebensbedrohlich“. Zwei Leichtverletzte hätten das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen können.

Bei dem Angriff eines 24-jährigen Somaliers waren am Freitag in der Würzburger Innenstadt drei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat laufen nach Polizeiangaben weiter auf Hochtouren. Hierbei stehe die Kriminalpolizei Würzburg derzeit „in engem Austausch mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft Würzburg“. Für den Nachmittag ist eine Pressekonferenz mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)

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25. Juni

Nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg rückt nun das Motiv des mutmaßlichen Täters in den Fokus. Auch in der Nacht war die Polizei eigenen Angaben zufolge mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um die Hintergründe und den Ablauf der Tat zu ermitteln.

Noch ist unklar, warum der 24-jährige Somalier am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt drei Menschen mit einem Messer tötete und mindestens fünf weitere schwer verletzte. Mindestens zwei sollen in Lebensgefahr schweben. Womöglich ist der Angreifer, der nach der Tat angeschossen und festgenommen wurde, psychisch krank. Aber auch ein islamistisches Motiv des Angreifers wird den Ermittlern zufolge geprüft. Gekannt haben sollen sich Täter und Opfer nicht.

Am späten Freitagabend setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein. Die Polizei entkräftete Befürchtungen, der Angreifer könnte Mittäter gehabt haben. Der Hubschrauber unterstütze die Ermittlungen. „Wir fahnden nicht nach weiteren Personen“, schrieb sie auf Twitter. Zur Zahl der Verletzten machte sie zunächst keine konkreten Angaben. Die „Main Post“ berichtete, es habe zehn Verletzte gegeben. Diese Zahl wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Sie verwies darauf, gegebenenfalls am Samstag auf einer Pressekonferenz zu informieren.

Entsetzen am Abend

Die Polizei hatte den mutmaßlichen Täter mit einem gezielten Schuss gestoppt, nachdem Passanten ihnen den Weg gezeigt hatten. Der 24-Jährige, der seit 2015 in Würzburg lebt, kam mit einem Oberschenkeldurchschuss in ein Krankenhaus. Dort machte er laut Polizei auch kurze Angaben. Was genau er sagte, war zunächst unklar. Unter den Verletzten soll auch ein kleiner Junge sein, sein Vater soll tot sein. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte laut „Main Post“, überwiegend seien die Opfer Frauen gewesen, der Täter habe sie wohl wahllos ausgesucht.

In der Mainstadt herrschte am Abend Entsetzen. Menschen stellten in der Nähe des Tatorts brennende Kerzen in Gedenken an die Opfer auf. In den Blickpunkt gerieten auch die couragierten Bürger, die sich dem Angreifer in den Weg stellten. Dank kam unter anderem von vielen Politikern, die offensichtlich die kurzen Videoclips in sozialen Netzwerken gesehen hatten, in den Passanten den Somalier attackieren.

„Ein großer Dank und Respekt für das beherzte Eingreifen vieler Bürger, die sich dem mutmaßlichen Angreifer entschlossen entgegenstellten“, schrieb Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf Twitter. Dies habe möglicherweise dann auch dazu beigetragen, weitere Opfer zu verhindern, sagte Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU). CDU-Chef Armin Laschet schrieb auf Twitter, er fühle besonders mit den Familien der Toten mit und hoffe auf eine baldige Genesung der Verletzten. „Mein großer Respekt gilt den mutigen Bürgern, die schnell eingeschritten sind.“

Islamistischer Anschlag nicht ausgeschlossen

Dank kam auch von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger oder dem FDP-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Martin Hagen, der twitterte: „Großen Respekt an die couragierten Bürger, die sich dem Täter in den Weg gestellt und verhindert haben, dass noch mehr Menschen zu Schaden kommen.“

FDP-Chef Christian Linder und die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock von den Grünen gedachten zudem der Opfer und ihrer Angehörigen. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans bezeichnete die Tat auf Twitter als sinnlos und abscheulich. Den Opfern und ihren Angehörigen gelte sein tiefes Mitgefühl. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) zeigte sich ebenfalls sehr betroffen über das „schreckliche Verbrechen“. Er finde es unglaublich, dass viele Menschen so engagiert gehandelt und ihr eigenes Leben gefährdet hätten.

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen erklärte in einem Facebook-Beitrag: „Allen, die in irgendeiner Form von der gestrigen Mordtat persönlich in Mitleidenschaft gezogen wurden, möchte ich an dieser Stelle mein tief empfundenes Beileid ausdrücken und ihnen von Herzen die physische wie auch psychische Kraft wünschen, die sie benötigen werden, um die Folgen dieses Anschlags – so gut es ihnen möglich ist  zu bewältigen.“

Und er führt weiter aus: „Und selbstverständlich war es ein Anschlag, auch wenn die Medien sich winden, dies in aller Klarheit zu bekennen: Der bereits genannte bayerische Innenminister Herrmann erklärte, dass ein Augenzeuge beim Beginn der Tat im Kaufhaus gehört hat, wie der Täter „Allahu akbar“ rief.

Tatsächlich schloss gestern der Bayerische Innenminister und CSU-Politiker Herrmann in Würzburg bei der Einordnung der Bluttat einen islamistischen Anschlag nicht aus: „Es gibt jedenfalls Indizien dafür, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Ein Zeuge gab ihm zufolge an, der Verdächtige habe bei der Tat „Allahu Akbar“ (deutsch: Gott ist groß) gerufen.

Für Meuthen gibt es keinerlei Grund, „weitere Menschen ins Land zu holen, von denen wir nicht wissen, wie ihre echten Motive sind, ja von denen wir zum Teil nicht einmal ihre Namen und tatsächlichen Herkunftsländer kennen.“ Das sei ein unerträglicher Zustand, der aber seit spätestens 2015 zigtausendfach der Fall ist und vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer zu Recht als „Herrschaft des Unrechts“ an der deutschen Grenze gebrandmarkt wurde, so der Bundessprecher.

Täter war vorher psychisch auffällig

Der Verdächtige war laut Polizei in den vergangenen Monaten bereits gewalttätig gewesen und psychisch aufgefallen. Erst vor einigen Tagen sei er wohl in eine psychiatrische Behandlung eingewiesen worden, sagte Herrmann. Nach Polizeiangaben lebte der Mann zuletzt in einer Obdachlosenunterkunft. Oberbürgermeister Schuchardt sagte, der Migrant sei seit fünf Jahren in Deutschland gewesen. Welchen Aufenthaltstitel der Verdächtige hatte, war am Abend noch unbekannt.

Am Freitagnachmittag filmten Passanten den Mann noch vor seiner Festnahme in Würzburg. In den im Internet verbreiteten Clips war zu sehen, wie mehrere Menschen versuchen, den Angreifer zu überwältigen. Ein Mann ging mit einem Besen auf den 24-Jährigen los, andere waren mit Stühlen in der Hand zu sehen.

Die Tat erinnert an einen islamistischen Anschlag vor knapp fünf Jahren in Würzburg. Am 18. Juli 2016 waren in einem Zug vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen. (dpa/dts/er)



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