Maskierte Polizisten bewachen ein Gebäude im Berliner Stadtteil Neukölln.Foto: JOHN MACDOUGALL / AFP über Getty Images

Zwei Männer wegen „Ehrenmords“ an Schwester festgenommen

Epoch Times6. August 2021 Aktualisiert: 6. August 2021 14:35

Berliner Ermittler haben zwei Männer afghanischer Herkunft wegen des Verdachts eines sogenannten Ehrenmords an ihrer Schwester festgenommen.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt am Freitag mitteilten, werden die 22 und 25 Jahre alten Männer dringend verdächtig, ihre 34-jährige Schwester am 13. Juli in Berlin getötet zu haben. Die Tat sollen sie demnach „aus gekränktem Ehrgefühl“ begangen haben.

Die Leiche sollen sie am Tattag in einem Koffer mit der Bahn zum Wohnort des 25-Jährigen nach Bayern gebracht und dort vergraben haben. Die Mutter zweier Kinder wurde als vermisst gemeldet. Kurz darauf ergaben sich Hinweise, dass sie einem Tötungsverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.

Die Männer gerieten durch Videoaufnahmen von einem Berliner Fernbahnhof, Funkzellenauswertungen, Zeugenaussagen und weitere Ermittlungserkenntnisse ins Visier der Ermittler, woraufhin die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen sie erwirkte. Seit Mittwoch sitzen sie in Untersuchungshaft.

Am Donnerstag wurde nahe dem Wohnort des 25-Jährigen in Bayern eine Frauenleiche gefunden, bei der es sich laut den Ermittlern mutmaßlich um die Schwester der Verdächtigen handelt. Eine Obduktion soll die Identität, die Todesursache und Einzelheiten der Tatbegehung klären.

Laut Haftbefehl sollen die Brüder „sich gekränkt gefühlt haben, weil das Leben ihrer geschiedenen Schwester nicht ihren Moralvorstellungen entsprochen hatte“. Alle drei Geschwister haben laut den Ermittlern die afghanische Staatsangehörigkeit und kamen vor mehreren Jahren nach Deutschland. (afp/er)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion