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Die Tang-Dynastie unter Kaiser Taizong

Von 9. September 2006 Aktualisiert: 14. Dezember 2016 22:53
„Nach Osten bis zum Meer, nach Süden bis zum Gebirge, man braucht die Haustür nicht abzuschließen und die Reisenden brauchen keine Nahrungsreserven bei sich zu haben ...“ , es gab wahrlich eine Blütezeit in China – die Tang-Dynastie.

„Nach Osten bis zum Meer, nach Süden bis zum Gebirge, man braucht die Haustür nicht abzuschließen und die Reisenden brauchen keine Nahrungsreserven bei sich zu haben …“ , es gab wahrlich eine Blütezeit in China – die Tang-Dynastie.

„Der Kaiser ist abhängig vom Staat, doch der Staat hängt von seinem Volk ab. Wenn man das Volk unterdrückt, nur damit es dem Herrscher dient, dann ist das so, als ob man jemandem das eigene Fleisch herausreißt, um dessen Magen zu füllen. Sein Magen ist befriedigt, doch sein Körper verletzt: Der Herrscher mag dann reicher sein, aber sein Staat ist zerstört.“         Taizong

Fast in allen Bereichen wie Kultur, Wirtschaft, Landwirtschaft und Verkehr ragte diese Periode weit über die vorherigen Dynastien hinaus. Musik, Tanzkunst, Kalligraphie, Malerei, Bildende Kunst, Architektur, Metallverarbeitung, Keramikherstellung, Textilgestaltung, Druckerei, Brauerei, Teekultur …  alles hatte seinen Höhepunkt erreicht und eine solche Vielfalt, dass die späteren Zeiten nur noch ein Abglanz der Tang waren. All das war einem großartigen Kaiser zu verdanken: Taizong, dem allerhöchsten Ahnen.

Er regierte von 626 bis 649 und war einer der herausragendsten unter Chinas Kaisern und wird bis heute für seine Gelehrsamkeit und politischen Fähigkeiten verehrt. Ausgebildet in den Klassikern der konfuzianischen Lehre und ein exzellenter Gelehrter und Meister der Kalligraphie, ernannte er fähige Minister, unterhielt enge Beziehungen zu seinen Beratern, beherzigte Kritik und war sparsam. Seine Herrschaft gilt als ideelles Vorbild der konfuzianischen Herrschaft.

Durch seinen noblen Charakter und scharfsinnigen Verstand nahm China eine Position als die dominierende Weltmacht jener Zeit ein.

Während die anderen Nationen noch unter Chaos, Spaltung und Korruption litten, lebten die Menschen unter Taizongs Herrschaft  harmonisch und in Wohlstand. Der gute Ruf der Tang-Dynastie drang auch ins Ausland, so dass fast alle Länder auf der Welt davon hörten. Später wurde das Wort „Tang“ zu einem Synonym für China. Auch bis heute nennen sich die ausländischen Chinesen „Tang-Menschen“ und ein chinesisches Viertel heißt „Stadt des Tang-Volkes“. Die Chinesen können ihren Stolz auf diese Blütezeit einfach nicht vergessen.

Weltoffenheit war aber auch ein sehr wichtiges Merkmal zu jener Zeit. Der Buddhismus hat sich auch in dieser Zeit weit verbreitet, viele Pilgerreisen nach Indien fanden statt und zahlreiche Sutren wurden ins Chinesische übersetzt. Während diese Religion in Indien ausstarb, erlebte sie in China ihre Blütezeit. Auch der Konfuzianismus und der Daoismus konnten weitgehend praktiziert werden. Zahlreiche Ausländer lebten auch in dieser Dynastie in China.


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