Mit erhobenen Händen protestierten Zehntausende bei "Occupy Cenral with Love and Peace" in Hongkong als Zeichen ihrer friedlichen HaltungFoto: XAUME OLLEROS/AFP/Getty Images

Finanzgeschäft in Hong Kong gefährdet – „Occupy Central“ Demonstrationen dauern an FOTOS

Epoch Times29. September 2014 Aktualisiert: 29. September 2014 12:55

Die Massenproteste in Hong Kong für Demokratie und Freiheit hatten sich heute noch ausgeweitet. Mittags gegen 12:40 erklärte die Studentenvereinigung, eine neue unbefristete Streikwelle zu organisieren, um weiter Druck auf die Hong Konger Regierung auszuüben. Die Studenten riefen die Bürger auf, durch Arbeitsniederlegungen gemeinsam zu protestieren. Die Demonstranten sperrten mehrere Straßen in Hong Kong, Verkehrschaos brach aus. Die Finanzmetropole befindet sich in einem sehr unübersichtlichen Zustand.

Finanzgeschäft gefährdet

Heute morgen wiesen viele Banken in Hong Kong, wie z.B. HSBC, Standard Chartered Bank etc., ihre Mitarbeiter an im Home-Office zu arbeiten. Einige Flialien wurden geschlossen. Einige Banken hatten schon Notfallpläne vorbereitet.

Die Hong Konger Börse hat noch normal geöffnet, verzeichnete allerdings bis mittags einen Verlust von 460 Punkten, etwa 2 Prozent. Der Börsenchef erklärte gegenüber Hong Konger Medien, dass eine Börsenschließung nicht ausgeschlossen wird, falls die Lage in Hong Kong noch weiter eskaliert. Man fürchtet auch, dass die für Ende Oktober geplante gegenseitige Öffnung der Hong Konger und Shanghaier Börse deshalb verschoben werden könnte.

Arbeitsstreik angekündigt 

Eine Gewerkschaft aus der Getränkebranche kündigte am Montagvormittag einen sofortigen Arbeitsstreik gegen die Unterdrückung der Demokratiebewegung durch die Regierung an. Über hundert Getränketransport-Arbeiter nahmen bereits daran teil.

Die Behörden von Hong Kong haben am frühen Nachmittag Ortszeit den Abzug von Sondereinheiten der Bereitschaftspolizei bekanntgegeben. Die Einheiten seien abgezogen worden, "weil sich die auf den Straßen versammelten Bürger beruhigt haben", hieß es in einer Stellungnahme der Regierung von Hongkong, berichtet die South China Morningpost. Die normalen Polizeikräfte bleiben auf den Straßen.

Am Sonntag, dem 28. September, setzte die Polizei Unmengen an Tränengas, Stockschlägen und Peffersprays gegen die Zehntausenden von Demonstranten auf mehreren Plätzen in Hong Kong ein. Dies löste große Empörung in der Öffentlichkeit aus. Die Pro-Demokratie Abgeordneten im Parlament forderte einen Rücktritt des jetzigen Regierungschefs Leung Chun Ying.

Internationale Unterstützung für die Demokratie in Hong Kong

Am Montag erklärte das britische Außenministerium seine Unterstützung einer Direktwahl in 2017. Dies ist auch die Forderung der „Occupy Central“ Bewegung in Hong Kong.

Auch Ma Ying Jeou, der taiwanische Päsident, sowie die US-Regierung äußerten ihre Unterstützung für mehr Freiheit und Demokratie in Hong Kong. Sie appellierten an alle Seiten für eine friedliche Lösung in Hong Kong zu sorgen.

Das amerikanische Konsulat in Hong Kong veröffentlichte ein Statement, dass die US-Regierung das Basis Gesetz in Hong Kong weiterhin unterstütze mit seiner Garantie von Presse- und Versammlungsfreiheit. Alle Seiten wurden aufgerufen, Eskalationen zu vermeiden.

Infos über Hong Kong in China gesperrt

Das Foto-Sharing Portal Instagram wurde seit Sonntagnachmittag in China gesperrt, damit die Fotos über die Demokratiebewegung in Hong Kong nicht im Festland China verbreitet werden können.

Die "Occupy-Central" Bewegung, der Streik der Studenten seit einer Woche und der Marsch am Samstag und Sonntag, an dem sich Zehntausende Bürger beteiligten, waren eine Reaktion auf eine am 31. August getroffene Entscheidung des Nationalen Volkskongresses (NPC) in Peking. Danach sollte für die Wahl des Regierungschefs in Hong Kong Peking weiterhin das alleinige Vorschlagsrecht für die Kandidaten behalten. Und alle Vorgänge in Hong Kong stünden je nach Bedarf unter der Oberhoheit der Kommunistischen Partei Chinas. Das weckte besondere Empörung in Hong Kong.

Die Bewegung "Occupy Central" wollte ursprünglich am 1. Oktober, dem Staastfeiertag Chinas, das Finanzzentrum Hong Kongs, genannt Central, besetzen. Durch das brutale Vorgehen der Polizei am Wochenende solidarisierten sich Zehntausende Bürger mit der größten Demonstration, die es in Hong Kong seit 1997 gegeben hat. Damals wurde die britische Kronkolonie an China zurückgegeben mit dem Versprechen von "Ein Land, zwei Systeme". (yz)

Lesen Sie dazu unserere Hintergrundberichte: 

Hongkong Studenten Proteste werden zur Buergerbewegung Demokratiebewegung Occupy Central in Hong Kong gestartet

Hongkonger Studentenproteste: Bürgervereine solidarisieren sich mit Studenten nach Niederschlagung

Studentenproteste in Hongkong: Will China ein zweites Tiananmen-Massaker inszenieren? (VIDEO)

Ziviler Ungehorsam gegen Pekings Machtanspruch – Freie Wahlen in Hongkong fordert „Occupy Central“ Demonstration mit schwarzen Fahnen

 
https://youtube.com/watch?v=CrU5RXMbz-o%23t%3D67



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