Über 4000 Bauern marschieren in der süd-chinesischen Provinz Guangdong am 21 November 2011. Sie fordern faire Wahlen und ein Ende der illegalen Land-Enteignungen.Foto: Weibo.com

Protest-Welle überläuft China

Von 24. November 2011 Aktualisiert: 24. November 2011 17:18

Tausende von Bauern in der Provinz Guangdong haben Anfang der Woche für Menschenrechte und ein Ende der autoritären Herrschaft und staatlicher Korruption protestiert.

Am Morgen des 21. Novembers versammelten sich fast 5000 Dorfbewohner von Wukang, einer Gemeinde im Landkreis Lufeng, zu einem friedlichen Protest. Sie trugen Banner und riefen verschiedene Parolen: „Gegen die autoritäre Herrschaft! Bestraft die Korruption! Gebt uns unsere Menschenrechte zurück!“

Das Besondere daran war, dass zum ersten Mal chinesische Polizisten den Protest begleiteten und damit das Zeichen gaben, dass der Protest-Marsch von den Behörden zugelassen wurde.

Fotos von der Kundgebung wurden auf Twitter gepostet. Laut ihren Bannern hatten die Dorfbewohner zwei Hauptbeschwerden: die Manipulation der Dorf-Wahlen und die illegal errichtete „Wukang Industrial Development Company“.

Der Parteisekretär in Wukang hält seit über 40 Jahre seinen Posten. Bei jeder Wahl wurden gefälschte Wählerstimmen benutzt um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu verfälschen. Sie hätten noch nie echte Stimmzettel gesehen, sagen die Dorfbewohner.

Es gibt auch heikle Fragen wegen Landraub. Seit 2009 haben die Dorfbewohner von Wukang Petitionen eingereicht, um gegen Enteignungen zu protestieren. Laut einigen Dorfbewohnern wurden 80 Prozent des örtlichen Kollektiv-Lands illegal verkauft. Von diesem Geld haben Beamte über 700 Millionen Yuan (82 Millionen Euro) Entschädigungs-Geld eingesteckt,. Darauf hin brachen tagelange „Massen-Vorfälle“ zwischen der Polizei und Dorfbewohnern im September aus. Viele Menschen wurden dabei verletzt.

Der Protest-Marsch habe sich Berichte zufolge friedlich aufgelöst, nachdem der stellvertretende Bürgermeister von Lufeng, Qiu Jinxiong, zu den Demonstranten heraustrat und eine Untersuchung von ihren Beschwerden versprach.

Im Internet wird kräftig diskutiert und die Demonstranten gefeiert. „Die Menschen sind endlich erwacht und ergreifen Maßnahmen.“

Wegen dem abnehmenden Export sind viele Fabriken in China gezwungen, Überstunden und Gehälter ihrer Mitarbeiter zu reduzieren.

Über 10.000 Arbeiter in Shenzhen und Dongguan, zwei führende Export-Zentren im Süden der Provinz Guangdong, haben in der vergangenen Woche an Streik-Protesten teilgenommen. In Dongguan haben letzte Woche über 7.000 Arbeiter einer taiwanesischen Fabrik, die Schuhe für New Balance, Nike und Adidas herstellt, gestreikt. Der Grund war, um gegen Lohnkürzungen und Entlassungen bei einer befürchteten Produktionsverlagerung zu protestieren. Die neuesten Proteste brachen am Dienstag in einer taiwanesischen Computer-Fabrik in Shenzhen aus.


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