China: Festland-Millionäre stürmen Hongkong

Von 29. Oktober 2013 Aktualisiert: 29. Oktober 2013 15:38

Ein regelrechter „Run“ auf Hongkonger Visa hat bei chinesischen Millionären eingesetzt. Viele wollen sich noch in diesem Jahr eines der begehrten „Investitions-Visa“ sichern. Dieser Personalausweis wird für Investitionen im Wert von mindestens 10 Millionen Hongkong-Dollar (rund 930.000 Euro) an reiche Festland-Chinesen vergeben. Ab 2014 dürfte dieser Mindestbetrag jedoch auf 13 bis 15 Millionen Hongkong-Dollar steigen.

Mit zehn Millionen ist man dabei …

Seit seiner Einführung vor zehn Jahren ist der Preis für ein „Investitions-Visum“ bereits einmal angehoben worden. Im Jahr 2003 lag die Investitionsuntergrenze für einen Hongkonger Personalausweis, der nach sieben Jahren in einen Reisepass mit freien Reisemöglichkeiten in den Westen umgewandelt wird, noch bei 6,5 Millionen Hongkong Dollar (rund 607.000 Euro). Seit dem Jahr 2010 kostet der Personalausweis, mit dem auch das Recht auf Immobilienbesitz in Hongkong einhergeht, zehn Millionen Hongkong Dollar.

Auf diese Weise sind seit 2003 150 Milliarden Yuan (etwa 17,75 Mrd. Euro) in die Kassen der Hongkonger Regierung geflossen. Bis Jahresende 2013 wird mit einem Ansturm auf die Investitions-Visa gerechnet – 10.000 Reiche dürften bis zum Jahreswechsel allein 2013 die geforderte Zehn-Millionen-Investition aufbringen wollen.

Verlockende Aussicht auf internationale Reisefreiheit und bessere Bildung für Kinder

Hongkong ist für reiche Festlandchinesen aus zwei Gründen besonders attraktiv: Zum einen ist es die Aussicht auf einen internationalen Reisepass, der sieben Jahre nach der Ausstellung eines Hongkonger Personalausweises winkt. Der Personalausweis ermöglicht nur Reisefreiheit ins Festland Chinas. Doch sieben Jahre später steht der freien Ausreise in andere Länder nichts mehr im Wege: Nicht nur Reisefreiheit – auch die Möglichkeit, in den Westen auszuwandern, rückt mit dem Hongkonger Pass in greifbare Nähe. Besitzer eines Hongkonger Passes können viel leichter nach Nordamerika, Europa oder Australien auswandern, als Besitzer eines chinesischen Reisepasses.

Ein weiterer Vorteil der Hongkonger „Staatsbürgerschaft“ ist der bessere Zugang zu Bildungseinrichtungen. Kindern reicher Chinesen stehen damit – sowohl in Hongkong als auch im Ausland – bessere Bildungschancen offen.

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