Wolkenkratzer in Shanghai.Foto: Peter Parks / AFP / Getty Images

Chinas Wolkenkratzer-Fieber: Ein böses Omen?

Von 15. Januar 2014 Aktualisiert: 15. Januar 2014 9:07

Über tausend Wolkenkratzer wollen die Chinesen bis zum Jahr 2022 gebaut haben. Dazu investieren sie gerade über 1,7 Billionen Yuan (rund 212 Milliarden Euro), wie die neueste Statistik zum Thema zeigt. Laut dem Wolkenkratzer-Index von Andrew Lawrence, sind Rekordbauten ein Zeichen für kommenden Wirtschaftsabschwung.

Die in Hongkong ansässige Webseite www.motiancity.com beobachtet den Wolkenkratzerbau weltweit. In ihrem neulich veröffentlichten „Wolkenkrater-Stadt Bericht 2012“ gab Motiancity einen Überblick über die boomenden Wolkenkratzer-Bauten Chinas im Vergleich zu denen der USA. Im Bericht wurden nur Gebäude mit einer Höhe über 152 Metern berücksichtigt.

China baut 87 Prozent aller Wolkenkratzer

Bis Ende 2012 gab es 535 Wolkenkratzer in den USA und in China 470. Im Reich der Mitte befanden sich jedoch noch 332 Wolkenkratzer im Bau. Dies bedeutete, dass 87 Prozent des Wolkenkratzer-Baus weltweit gerade in China stattfinden. Im Jahr 2022 würde es demnach voraussichtlich 1318 Wolkenkratzer allein in China geben, 80 Prozent dieser Prestigebauten befänden sich in den Mittel- oder Kleinstädten – wobei in China auch noch Städte mit 500.000 Einwohnern in die Kategorie Kleinstadt fallen. Alle geplanten oder im Bau befindlichen Wolkenkratzer zusammengerechnet benötigen mindestens eine Investition von 1,7 Billionen Yuan (rund 212 Milliarden Euro).

Aber was bringen sie?

Der Wolkenkratzer-Bericht zeigt außerdem: In den USA erwirtschaftet jeder Wolkenkratzer 143,1 Milliarden Yuan (rund 18 Milliarden Euro) allein durch Dienstleistungen rund um sein Bestehen. Das gleiche Gebäude in China bringt jedoch nur 43,6 Milliarden Yuan (rund 5,5 Milliarden Euro) Wirtschaftsleistung; das ist weniger als ein Drittel als in den USA.

Im Januar 1999 veröffentlichte der Wirtschaftwissenschaftler Andrew Lawrence seine Theorie zum sogenannten „Wolkenkratzer-Index“: Während Wolkenkratzer und Hochhäuser gerne als Zeichen für eine boomende Wirtschaft gesehen werden, sieht Lawrence darin einen Indikator für den Abschwung. Weil Wolkenkratzer immer dann gebaut werden, wenn der Höhepunkt eines Konjunkturzyklus bereits erreicht wurde, betrachtet Lawrence sie als Indikatoren für einen sich ankündigenden wirtschaftlichen Niedergang.



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