Jetzt platzt Chinas Immobilienblase: Fünf Anzeichen

Von und 20. Februar 2014 Aktualisiert: 20. Februar 2014 14:43
Warum Chinas Immobilienblase bereits begonnen hat, zu platzen, beleuchtete ein Bericht des chinesischen Wirtschaftsportals www.bwchinese.com am 18. Februar. Fünf Fakten zeigen beginnenden Preisverfall und einen Rückgang der Immobilienverkäufe. 1. Neujahrs-Geschäft …

Warum Chinas Immobilienblase bereits begonnen hat, zu platzen, beleuchtete ein Bericht des chinesischen Wirtschaftsportals www.bwchinese.com am 18. Februar. Fünf Fakten zeigen beginnenden Preisverfall und einen Rückgang der Immobilienverkäufe.

1. Neujahrs-Geschäft blieb aus

Rund um das chinesische Neujahr, das normalerweise die Hochsaison des Immobiliengeschäfts ist, lief der Verkauf dieses Jahr nur sehr schleppend. Bisher war die chinesische Jahreswende sowohl für Unternehmen als auch Privatleute der Moment gewesen, in dem sie vor Ende des Geschäftsjahrs noch aus steuerlichen Gründen Investitionen tätigten oder Jahresprämien in Immobilien anlegten.

Wie eine offizielle Statistik zum Immobilienmarkt in den 43 größten Städten Chinas nun zeigte, kam es im Januar in 90 Prozent aller Städte zu einem Einbruch der Verkaufszahlen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2013 sanken die Verkaufszahlen in Peking um 36,8 Prozent, in Shanghai um 30,65 Prozent. Shenzhen verlor 44,4 Prozent, Dalian 53,11 Prozent. Am schlimmsten traf es eine Stadt namens Bangbu in der Provinz Anhui mit 56,78 Prozent.

Im Vergleich zum Januar 2013 bedeutete dies in Peking den Verkauf von 50 Prozent weniger Gebrauchtwohnungen, in Shenzhen sank die Verkaufszahl der Neuwohnungen um 70 Prozent.

Und dies trotz zahlreicher Neujahrs-Angebote, die mit bis zu 30 Prozent Rabatt die Kunden locken sollten. Der Immobilien-Riese Heng Da startete in 142 Städten Rabattaktionen, wobei er Kunden, die durch Empfehlung seiner Mitarbeiter kauften, noch 3 Prozent extra schenkte.

2. Behörden-Mitarbeiter sollen Immobilien verkaufen

In vielen Städten der 3. und 4. Kategorie liegen die Immobilienpreise noch sehr hoch, jedoch ist die Nachfrage eingebrochen. Verwaiste „Geisterstädte“ und Massen von leerstehenden Wohngebäuden haben dort bereits dazu geführt, dass manche ortsansässige Behörden ihre Mitarbeiter mit dem Verkauf von Wohnungen beauftragt haben. In manchen Fällen wurden die Beamten sogar zum Immobilienverkauf verpflichtet und ihre Einkommen daran gekoppelt.

[–3. Banken verweigern Immo-Entwicklern Kredite–]

Früher war es für die Immobilienbranche sehr leicht, Bankkredite zu bekommen. Nun handhaben Chinas Banken Kreditvergaben an Immobilienentwickler mit immer strengeren Auflagen, was es den Unternehmen erschwert, ihre Kapitalketten aufrecht zu erhalten. Sobald die Kapitalkette einmal unterbrochen ist, werden die Firmen ihre hohen Preise nicht mehr halten können: Dann wird der Immobilienpreis rapide und in großem Umfang sinken.

Aktuell haben von den 22 Pekinger Banken acht ihre Kreditvergabe an Immobilienentwickler komplett eingestellt, weil sie fürchten, ihr Geld nie wieder zu sehen. Dies passt zur Aussage des Vize-Chefs der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften Li Yang: Er nannte vor kurzem das „Problem von Überangebot und zu hohen Preisen“ im Immobilienbereich „schon sehr auffällig“ und sagte: „Der Finanzsektor trifft bereits Vorbereitungen“.

4. Eigentümer wollen Wohnungen loswerden

Immer mehr Privatpersonen, die ihre Kapital in Immobilien angelegt hatten, beginnen ihre Immobilienvermögen zu verkaufen. Wegen der niedrigen Sparzinsen ist es in China üblich, Wohnungen als Investitions- oder Spekulationsobjekte zu kaufen, weshalb wohlhabende Chinesen oft mehrere Wohnungen besitzen. Sie versuchen ihre Immobilien nun auch abzustoßen, bevor sie an Wert verlieren.

[–5. Konzerne stoßen Großobjekte ab–]

Auch viele Immobilienmilliardäre und Konzerninhaber haben begonnen, Prestige-Objekte zu verkaufen und ihr Kapital vom Immobilienmarkt abzuziehen. Der Hongkonger Immobilien-Tycoon Li Ka-shing ist dafür das berühmteste Beispiel. Er verkaufte im vergangenen Jahr auf dem Festland China Immobilien im Wert von 41 Milliarden Yuan (rund 5,13 Milliarden Euro) – darunter zwei Wolkenkratzer in Shanghai, ein Pekinger Wohn- und Business-Viertel, sowie die Supermarkt-Kette Parknshop und setzte damit einen Trend. Auch Vanke, Chinas größter Immobilienanbieter, trennte sich von Aktien-Anteilen seiner Filiale in Hangzhou im Wert von 3 Milliarden Yuan (rund 375 Millionen Euro).

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