Weihnachtsaktion

Weihnachtsangebot:
Verschenken Sie 6 Monate für 59 €

The Epoch Times The Epoch Times

Kein Abo

Läuft automatisch aus.

Feierlich eröffnet werden die Winter-Paralympics mit einem Feuerwerk über dem Stadion in Chinas Hauptstadt Peking.
Feierlich eröffnet werden die Winter-Paralympics mit einem Feuerwerk über dem Stadion in Chinas Hauptstadt Peking.Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Studie mit Nachtlichtdaten entlarvt: Chinas Regime frisiert Wirtschaftswachstum

Von 5. November 2022
Das kommunistische Regime in China setzt seine Wachstumsdaten zu hoch an. Dies wies eine Studie der Universität Chicago mithilfe von Nachtlichtdaten nach.

Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) schönt ihre Wirtschaftsdaten. Während das Regime die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen hinausgezögert hatte, hat eine US-Studie Fälschungen in den vergangenen Jahren nachgewiesen. In einem Gespräch mit „Voice of America“ (VOA) stellte Luis R. Martínez von der Harris School of Public Policy an der Universität von Chicago deren Ergebnisse vor. Diese hatte Nachtlichtdaten (NTL) von meteorologischen Satelliten der U.S. Air Force ausgewertet.

US-Armeesatelliten lieferten die Nachtlichtdaten

Martínez hatte die Studie verfasst, die im Oktober im „Journal of Political Economy“ veröffentlicht wurde. Dazu untersuchte er BIP-Daten für 184 Länder, die von der Weltbank über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren zusammengetragen wurde. Er verglich diese Daten mit den dazugehörigen Nachtlichtdaten.

Zusammen mit seinem Forscherteam kam er dabei zur Erkenntnis, dass autokratische und erst recht totalitäre Staaten ihr BIP regelmäßig um etwa 35 Prozent zu hoch ansetzen.

Grundsätzlich, so Martínez, habe jede Regierung ein Interesse daran, die BIP-Daten ihres Landes möglichst hoch anzusetzen. In autokratischen Staaten fehlten jedoch Kontrollen und Gegengewichte, die Regierungen davon abhalten, die Daten zu „frisieren“. Gegenüber VOA erklärt der Forscher:

Wenn die wahre Wachstumsrate in autoritären Staaten bei einem Prozent liegt, würde das autoritäre Regime eine Wachstumsrate von 1,3 Prozent ausweisen.“

Ein hochrangiger chinesischer Beamter habe ihm gegenüber sogar zugegeben, dass die BIP-Daten der KPC unzuverlässig seien, schrieb Martínez in seiner Studie.

Chinas Regime will im dritten Quartal Prognose übertroffen haben

Am 24. Oktober hatte die Führung in Peking ihre aktuellen Daten nach einer ungewöhnlichen Verzögerung von fast einer Woche veröffentlicht. Für das dritte Quartal des Jahres wies das Regime eine BIP-Wachstumsrate von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Damit übertraf es die Marktprognose von 3,4 Prozent und schnitt besser ab als im zweiten Quartal. Dort lag die Wachstumsrate nur bei 0,4 Prozent.

Su Tzu-yun, ein leitender Analyst am taiwanischen Institut für Nationale Verteidigungs- und Sicherheitsforschung, sprach am 1. November mit der chinesischsprachigen Ausgabe der Epoch Times. Im Interview erläuterte er, dass Nachtlichtdaten ein sehr einfaches Maß für die wirtschaftliche Aktivität seien. Je intensiver und heller das Licht in einem Land sei, umso mehr an wirtschaftlicher Aktivität finde dort statt.

Nachtlichtdaten hätten frühere Erkennung von Corona ermöglichen können

Eine stärkere Beachtung der Nachtlichtdaten hätte auch helfen können, den Ausbruch der Corona-Pandemie früher zu erkennen. Das KP-Regime hatte über Wochen versucht, diese zu vertuschen. Allerdings hätten US-amerikanische Wissenschaftler später die nächtlichen Satellitenbilder von Wuhan in der Zeit des Ausbruchs ausgewertet.

In jener Zeit war eine erhebliche Anzahl an Fahrzeugen in der Nähe von Krankenhäusern in der Stadt zu verzeichnen – und verursachte dadurch Staus. Die ungewöhnlichen Verkehrsströme hätten sich als mögliche Indikatoren für die Möglichkeit eines großflächigen Ausbruchs einer Pandemie interpretieren lassen.

Praxis der lokalen Datenveröffentlichung verboten

Ein weiterer Beobachter, China-Experte Wang He, wies in der chinesischsprachigen Epoch Times auf einen anderen Aspekt hin, der Zweifel an den Wirtschaftsdaten des Regimes weckt:

In China werden Beamte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungen befördert. Daher haben sie einen Anreiz, ihre Wirtschaftsdaten für ihre Beförderung zu verbessern.“

Bereits in der Vergangenheit hatten chinesische Lokalregierungen deshalb ihre eigenen BIP-Zahlen veröffentlicht. Addierte man diese zusammen, erhielt man regelmäßig höhere Werte als die Führung in Peking bekannt gab. Aus diesem Grund verbot Peking diese Praxis und beauftragte die nationale Statistikbehörde mit der Veröffentlichung.

Wang zweifelt jedoch auch deren Daten an. Die BIP-Wachstumsrate von 3,9 Prozent erschließe sich nicht aus den Daten in anderen Bereichen:

Laut den Daten der chinesischen Finanzpublikation ‚Caixin‘ lag der chinesische Einkaufsmanagerindex von Januar bis September unter 50. Dies deutet auf einen Rückgang der Produktion hin. Wie kann dann ein Wachstum von 3,9 Prozent möglich sein?“

Von 2008 bis 2016 jedes Jahr um zwei Prozent zu viel Wachstum ausgewiesen?

Der sogenannte Purchasing Managers‘ Index (PMI) zeigt an, ob die Marktbedingungen expandieren, gleich bleiben oder schrumpfen. Ein PMI-Wert über 50 steht für eine Expansion, ein PMI-Wert unter 50 für eine Schrumpfung. Ein PMI-Wert von 50 bedeutet keine Veränderung.

Bereits im Jahr 2019 berichtete „The Economist“ über die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von Forschern aus Chicago und Hongkong. Dieser zufolge habe Chinas Regime von 2008 bis 2016 „das reale BIP-Wachstum jedes Jahr um durchschnittlich zwei Prozentpunkte zu hoch angesetzt“.

Einer jährlichen Addition der Daten aus diesem Zeitraum zufolge hätte man die offiziellen BIP-Daten für 2016 also um 16 Prozent zu hoch angesetzt. In Zahlen ausgedrückt entspräche das mehr als 1,5 Billionen US-Dollar.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Wenn Politiker in demokratischen Ländern verzweifelt nach Lösungen suchen, lenken sie oft ihre Länder in Richtung „Big Government“ und sozialistischer Hochsteuerpolitik. Das bedeutet, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen. Zombie-Unternehmen blühen auf.

Die Macht des Staates steigt, wenn er eine aktive Rolle in der Wirtschaft übernimmt und Interventionismus betreibt. Staatseigentum und Planwirtschaft sind Systeme der Sklaverei. Das System des Staatseigentums unterdrückt die Kraft und Leistungsmotivation der Menschen, untergräbt die Moral, fördert Unwirtschaftlichkeit und verursacht Verluste. Alle Ideen und Stimmen, die nicht regimekonform sind, können durch wirtschaftliche Sanktionen ausgeschaltet werden.

Ein Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, wird dadurch zu einem führenden Akteur in der Wirtschaft. Genau darum geht es im 9. Kapitel des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“, es trägt den Titel: „Die kommunistische Wohlstandsfalle“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion