China: „Lieber stehend sterben als kniend leben“ – Demokratischer Beamtin droht lebenslange Haft

Epoch Times19. Juli 2020 Aktualisiert: 19. Juli 2020 7:53
Einer pro-demokratischen Beamtin in China droht lebenslange Haft. Sie hatte Flugblätter verteilt.

Die chinesische Polizei zwang eine Demokratieaktivistin und wissenschaftliche Beamtin in eine Psychiatrie, obwohl sie keine Anzeichen einer geistigen Erkrankung aufweist. Ihr droht für das Verteilen von Flugblättern lebenslange Haft.

Feng Xiaoyan ist eine Wissenschaftlerin in der ostchinesischen Provinz Shandong.

Sie ist Verfechterin der Demokratie, unterstützt offen die pro-demokratischen Proteste Hongkongs und kritisiert den Umgang der chinesischen Behörden mit dem Ausbruch des KPC-Virus.

Im April dieses Jahres verteilte sie in einer der berühmtesten Einkaufsstraßen Pekings Flugblätter für Demokratie und Reformen und rief zu einer neuen Führung für China auf.

Die Pekinger Polizei nahm sie sofort fest und überführte sie zurück nach Shandong. Die örtliche Polizei dort wies sie gewaltsam in eine psychiatrische Klinik ein. Ihre Tochter gab in einer schriftlichen Erklärung bekannt (Zitat):

Sie schlugen meine Mutter ins Gesicht, zogen sie aus und schleiften sie – die einen Bandscheibenvorfall hat – über den Boden.“

Den Behörden zufolge habe Feng eine psychische Erkrankung. Sie wird gezwungen, jeden Tag Tabletten zu nehmen, die sie zittern lassen. Laut der Tochter hatte Frau Feng zuvor keine Anzeichen einer psychischen Erkrankung.

Bereue, schweige und du bist frei

Die Tochter sagte, dass ihre Mutter freikäme und die Zwangsmedikation aufhöre, wenn sie erklären würde, die Kritik an der KPC zu beenden. Aber Frau Feng weigert sich und will nicht schweigen. Ihrer Tochter sagte die Wissenschaftlerin und Demokratieverfechterin:

Ich würde lieber stehend sterben als kniend leben.“

Feng sagte ihrer Tochter auch, dass die Behörden ihr mit lebenslanger Haft drohen.

Psychiatrie leugnete ihren Aufenthalt

Ihre Tochter, eine 20-jährige Studentin, kontaktierte die psychiatrische Klinik und bat um die Freilassung ihrer Mutter. Das Personal bestritt zunächst, Feng zu kennen. Ein Mitarbeiter des Volkskrankenhauses Nr. 4 in Linyi, Provinz Shandong, fragte:

Sind Sie sicher, dass sie jetzt in unserem Krankenhaus ist? Irgendwelche Beweise?“

Nachdem die Tochter angab, sie habe ihre Mutter in der Klinik gesehen und wolle sie mit nach Hause nehmen, antwortete das Personal:

Wie kann sie gehen, wenn sie noch nicht von ihrer psychischen Krankheit genesen ist?“

Fengs Tochter wird wegen ihrer Bemühungen, ihre Mutter zu retten, bedroht. Beamte der Kommunalverwaltung hatten ihr ebenfalls mit Einweisung in eine psychiatrische Klinik gedroht, wenn sie weiterhin ihre Stimme erhebe. (sm)



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