Propaganda: Leben im Zeitalter der Massenmanipulation

Im Buch „Propaganda oder der Mythos der Demokratie“ erfährt man so einiges über Propaganda als Werkzeug der Herrschenden, gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, wie man dagegen resistent werden kann.
Titelbild
Das Fernsehen war ein Meilenstein bei der Verbreitung von Propaganda.Foto: iStock
Von 8. November 2022

„Die Kunst der Propaganda ist der Schafspelz, den sich der Wolf umlegt. Propaganda wird niemals preisgeben, was die eigentlichen Absichten des Wolfes sind“, schreibt Gabriele Kuby in ihrem Buch „Propaganda oder der Mythos der Demokratie“, das 2022 im Gerhard Hess Verlag erschienen ist. Auf rund 130 Seiten beschreibt die Autorin Theorie und Praxis von Propaganda und Massenmanipulation. Hinweise, wie man gegen die Fremdbeeinflussung resistent werden kann, runden das Buch ab.

Gleich zu Beginn des Buches greift Kuby die Corona-Pandemie auf und die damit einhergehende Impfkampagne. Mit einem Zitat macht sie die Absichten von Bill Gates sichtbar, der am 12. April 2020 in den ARD-„Tagesthemen“ verkündete: „Wir werden den zu entwickelnden Impfstoff Milliarden Menschen verabreichen … Langfristig wird die Produktion so hochgefahren, dass alle Menschen auf unserem Planeten damit geimpft werden können.“

Um zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um gezielte Propaganda handelte, bei der offenbar andere Interessen im Vordergrund standen als die der Bevölkerung, führt sie weiter aus, mit welchen Maßnahmen tatsächlich die vermeintliche Corona-Gefahr hätte schnell und sicher beseitigt werden können:

„Man stelle sich vor, die Regierung hätte sofort die qualifiziertesten und erfahrensten Wissenschaftler zu einer offenen Debatte darüber eingeladen, wie der Virus einzuschätzen sei und wie das Volk davor geschützt werden könne. Die Krankenhäuser wären mit zusätzlichen Intensivbetten ausgerüstet worden. Das Pflegepersonal hätte eine Gehaltszulage für die überdurchschnittlichen Anforderungen bekommen. Die Bevölkerung wäre mit flächendeckenden Kampagnen zur Stärkung des Immunsystems durch Vitamine und zu vernünftigen Vorsichtsmaßnahmen aufgefordert worden. Die Kinder hätten unbehelligt von Masken und Tests in die Schule gehen können, weil ihr Risiko zu erkranken vernachlässigbar ist. Zu den Corona-Toten wären nur jene gerechnet worden, die tatsächlich an Corona gestorben sind […]“ usw.

Schonungslos offen legt sie alle Unstimmigkeiten bei den politischen Reaktionen auf das Virus dar – bis hin zum wirtschaftlichen Konkurs Hunderttausender und ihrer Abhängigkeit von staatlichen Zahlungen. „Das Volk tappt von Lüge zu Lüge. Die Lügen haben zwar kurze Beine, aber keine Konsequenzen mehr für die Mächtigen, die wissentlich die Unwahrheit sagen“, urteilt Kuby.

Theorie und Praxis

Im Folgenden geht die Autorin der Frage nach, wie die (Welt-)Bevölkerung in den Zustand kommt, „dies alles mit sich machen zu lassen und staatliche Maßnahmen gutzuheißen und zu erfüllen, die ihr schaden“. Die Antwort laute „Propaganda“, womit all die Methoden gemeint sind, „die eine übergeordnete Instanz anwendet, um die Meinungen und das Verhalten einer Masse von Individuen entsprechend den eigenen, verdeckten Zielen zu lenken“. Damit solle laut ihren Aufzeichnungen eine bestimmte Zielgruppe „zu einer Veränderung ihres Denkens und Handelns gebracht werden, ohne dass sie merkt, dass sie manipuliert wird“. Die Gruppe glaube am Ende, dass die Veränderung ihres Denkens und Handelns „auf eigener freier Entscheidung“ beruhe und „ihrem Wohl“ diene.

Zur näheren Erläuterung führt Kuby sechs verschiedene Methoden an, die in der Praxis Verwendung finden, und schließt dem eine kurze Abhandlung über vier verschiedene „geistige Väter“ der Propaganda und Massenmanipulation an, angefangen von dem italienischen Philosophen Niccolò Machiavelli (1469-1527) über den französischen Psychologen Gustave Le Bon (1841-1931), dem in Wien geborenen Mitbegründer der modernen Theorie der Propaganda, Edward Bernays (1891-1995), bis hin zu dem französischen Soziologen Jacques Ellul (1912-1994).

Propaganda beruhe „auf den Erkenntnissen der Psychologie, Soziologie und Neurobiologie“ und habe „seit der Entdeckung des Unbewussten durch Sigmund Freud und der Konditionierbarkeit des Menschen durch Stimulus und Response (John Watson)“ enorme Fortschritte gemacht, stellt Kuby fest. „Ohne die immer tiefer in die Geheimnisse des Menschen eindringenden Wissenschaften gäbe es keine moderne Propaganda“ so die Publizistin, deren Hauptwerk übrigens „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“ heißt.

Methoden

Im weiteren Verlauf des Buches geht Kuby auf propagandistische Methoden ein und stellt dabei fest, dass das Fernsehen ein Meilenstein in der Beeinflussbarkeit der Menschen darstellt. Nicht nur, dass das Bild tiefer wirke als das Wort, es werde sogar direkt ins private Wohnzimmer der Menschen ausgestrahlt. Der nächste „Quantensprung“ sei dann das Internet gewesen, das laut Kuby „nicht nur die Wahrnehmung, die Anschauungen und das Wahl- und Konsumverhalten des Menschen verändert, sondern den Menschen selbst“.

Propaganda beruhe „auf langsamer, kontinuierlicher Beeinflussung durch alle erreichbaren Kanäle“. Das Entscheidende von Propaganda sei es, dass dem „Propagandierten“ verborgen bleibe, dass er Objekt von eben dessen ist.

In diesem Abschnitt des Buches geht die Autorin immer wieder auf Aussagen von Ellul und seinem 1962 in Paris erschienen Werk „Propaganda – Wie die öffentliche Meinung entsteht und geformt wird“ ein. Hier ist auch die Rede vom „entwurzelten“ Menschen, der „von der Komplexität der modernen, brüchigen Gesellschaft vollständig überfordert“ sei. Er drohe zu ertrinken in der Flut katastrophaler Nachrichten aus aller Welt, sowie Themen, bei denen er erkennen müsse, dass er „von Entscheidungen abhängt, auf die er keinen Einfluss hat“. Da „die Bindung an die primären Gruppen von Familie, Gemeinde, Heimat, Kirche brüchig geworden“ sei, müsse „der Mainstream, der durch die gleichgeschalteten Massenmedien permanent den privaten Raum überflutet“, die Leere im Menschen ersetzen.

Des Weiteren geht Kuby auf den „Mythos“ der Demokratie ein und zitiert noch einmal Ellul, der das Prinzip der Demokratie wohl eher als eine Farce betrachtet: „In einer Demokratie müssen die Bürger an den Entscheidungen des Staates beteiligt werden. Dies ist die große Rolle, die Propaganda zu spielen hat. Den Bürgern muss das (von ihnen ersehnte und sie befriedigende) Gefühl gegeben werden, das Handeln der Regierung gewollt zu haben, für es verantwortlich zu sein, sich dafür einzusetzen und zum Erfolg zu führen.“

Resistenz

„Demokratie und mit ihr das Rechtssystem sind einäugig geworden“, schreibt Kuby im letzten Teil des Buches. Freiheit genieße, wer mit der herrschenden Ideologie konform geht. Wo Propaganda nicht genüge, um Widerspruch auszuschalten, würden Gesetze gemacht, die Widerspruch als „Volksverhetzung“ oder „Diskriminierung“ unter Strafe stellten.

Da der Mensch aber gerne eine „eigenverantwortliche und selbstbestimmte Person“ sein möchte, so wie die Autorin schreibt, führt sie nachfolgend auf, was Menschen „anfällig“ mache für Propaganda und wie man sein „Immunsystem gegen Propaganda“ resistent machen kann. Zu Letzterem zählen unter anderem feste familiäre Bindungen, feste Lebensprinzipen, sinnvolle Arbeit, Charakterstärke und seelische Fähigkeiten zur Überwindung von Angst.

Anfällig für Propaganda werde der Mensch, je weniger die sozialen Grundbedürfnisse des Einzelnen, wie Akzeptanz im sozialen Umfeld und Bestätigung des Selbstwertgefühls und der eigenen Identität, befriedigt würden. Je mehr diese fehlen, umso „formbarer“ werde der Mensch „durch den Mainstream, der mittels Propaganda erzeugt wird“.

Um sein „Immunsystem“ gegen das „Propaganda-Virus“ zu stärken, empfiehlt Kuby beispielsweise darauf zu achten, wie sinnvoll man Zeit verbringe. „Schlage ich die Zeit tot mit suboptimaler Unterhaltung oder mache ich die Zeit lebendig, indem ich etwas tue, was mich lebendig macht?“ Der Gang in die Stille der Natur kann dabei ebenso helfen wie die richtige Auswahl beim Musikhören. „Höre ich Musik, die mich aufputscht, oder Musik, die mich ins seelische Lot bringt?“

Zusammenfassend stellt die Autorin fest: „Frische Luft, Natur, Freude durch die physische Begegnung mit Freunden, erbauliche geistige Nahrung – stärkt nicht nur das geistige Immunsystem, sondern auch das physische.“ Die Devise in diesen „wirren Zeiten“ müsse sein: „Soviel normales, gutes Leben leben wie möglich.“

Fazit

Das Büchlein, das im Format einer Klappenbroschüre aufgemacht ist, enthält eine Menge tiefgründiger Informationen zur Thematik des Buchtitels. Es ist übersichtlich gegliedert und in einer sehr klaren Sprache geschrieben, was dem Leser die nicht ganz einfache Kost leichter verdaulich macht. Da sich die Autorin ausschließlich auf das Thema fokussiert, ist kein Wort und kein Satz zu viel geschrieben. Die Lösungsansätze am Ende des Buches geben dem Leser die Zuversicht, dass er der Problematik nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern dass es immer Wege in die Freiheit gibt.

Buchinfo: „Propaganda oder der Mythos der Demokratie“, erschienen 2022 im Gerhard Hess Verlag (GHV), 130 Seiten, Preis: 14,80 €



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