Ian Gavan/Getty Images

Ein reiches Füllhorn ausschütten

Epoch Times26. November 2010
Eurythmics Sängerin Annie Lennox meldet sich mit viel Schwung und einem neuen Weihnachtsalbum zurück.

Sie ist die unbestrittene Grand Dame des englischen Edelpop. Erklingt ihre Stimme so herrscht eine konsequent gute Stimmung mit einer gehörigen Portion Tiefgang. Lennoxs Stimme ist ein Markenzeichen und mit Songs wie Sweet Dreams (Are Made of This) hat sie den Status eines Superstars schon längst bestätigt. Trotzdem scheint sie noch lange nicht an Ruhestand zu denken.

Annie Lennox meldet sich nun neben ihren sozialen Aktivitäten endlich auch wieder musikalisch mit einem neuen Album zurück. „A Christmas Cornucopia“ ist eine Sammlung weltweit populäre Weihnachtslieder wie „The Holly And The Ivy“, „Silent Night (Stille Nacht)“ und „The First Noel“. Auch unbekannte Stücke wie „Il est ne le divin enfant“ und „Lullay Lullay“ erklingen. Neben elf traditionellen Liedern hat Lennox aber auch eine Eigenkomposition mit dem Titel „Universal Child“ hinzugefügt. Die Einnahmen dieses Songs sollen komplett wohltätigen Zwecken dienen.

Engagement für AIDS-kranke Kinder und Frauen in Afrika

Das schwere Schicksal von Kindern weltweit und vor allem in Afrika hat Lennox, selber Mutter von zwei Töchtern, schon immer tief bewegt und zur Gründung einer eigenen Foundation geführt, die sich um HIV/AIDS-kranke Kinder und Frauen in Afrika kümmert. Einige Aufnahmen zum Album hat sie dann auch mit einem Kinderchor, dem African Children’s Choir gemacht. „Als ich sieben, acht Jahre alt war, sang ich in meiner Heimatstadt auch in Chören“, erzählt die schottische Sängerin im neuen Promotionvideo. „Wir sangen natürlich auch all diese traditionellen Weihnachtslieder, die ich außerordentlich schön finde. Und einige dieser Weihnachtslieder haben irgendwie einen afrikanischen Beigeschmack.“

„Unter dem Dach des African Children’s Choir gibt es heute 34 verschiedene Chöre“, führt Annie Lennox weiter mit leuchtenden Augen aus. „Sie sind wie eine riesige erweiterte Familie – die Kinder nennen die Leute, die mit ihnen arbeiten, Tanten und Onkels. Wenn man diese Acht- und Neunjährigen fragt: ‚Was hat sich in deinem Leben verändert, seit du im Chor bist?‘ Dann erhält man Antworten wie: ‚Jetzt bekomme ich wirklich gutes Essen.‘ oder ‚Jetzt habe ich hübsche Sachen zum Anziehen.“ Lennox weiter: „Ich habe sie durch die 46664-Kampagne (der Nelson-Mandela-Stiftung, die das Bewusstsein gegenüber AIDS steigern möchte) mehrmals zuvor getroffen – der Kontakt zwischen uns ist nie abgebrochen, und ich dachte mir: Wenn ich mit einem Kinderchor aufnehmen sollte, dann nur mit diesem.“

„A Christmas Cornucopia“ ist keines der süßlichen, belanglosen Weihnachtsalben, mit denen der Markt kurz vor dem Fest alle Jahre wieder überflutet wird. „Cornucopia“ bedeutet „Füllhorn“ – und dieses Füllhorn, das Annie Lennox vor dem Hörer ausschüttet, birgt einige Überraschungen. „‚Lullay, Lullay‘ ist ein Schlaflied, das ich schon seit Jahren kenne, und es ist das düsterste Weihnachtslied, das ich mir vorstellen kann“, sagt Lennox und stellt eine direkte Verbindung zwischen der Geburt Christi und dem Elend afrikanischer Kindersoldaten her. „Das Lied spielt auf die von König Herodes angeordnete Tötung aller erstgeborenen Knaben an… als ich mich in die Geschichte des Liedes vertiefte, hatte ich plötzlich Bilder von Kindersoldaten im Kopf, die mir nicht mehr aus dem Sinn gingen … Die Gewalt, die Kindern angetan wird, ist an so vielen Orten der Erde geradezu endemisch. Obwohl dieses Weihnachtslied sehr alt ist, ist die Brutalität, von der es erzählt, nach wie vor ein Thema.“

Von ihren Eurythmics- und Soloalben verkaufte Annie Lennox weltweit über 80 Millionen Exemplare.  Ihre Trophäensammlung umfasst acht Brit Awards, vier Grammys, einen Oscar, einen Golden Globe Award und einen  Billboard Century Award. Am meisten mit Stolz erfüllen sie aber der American Music Award und der Deutscher Nachhaltigkeitspreis, zwei Auszeichnungen, die sie 2008 für ihr anhaltendes humanitäres Engagement erhielt. Auf „A Christmas Cornucopia“ bringt Annie Lennox nun ihre beiden dringlichsten Anliegen unter einen Hut: Hervorragende Musik zu machen und einen kleinen Beitrag zur Linderung der Not in der Welt zu leisten. (red)

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