Das stark gefüllte Foyer im Theater am Potsdamer Platz in Berlin vor der Shen-Yun-Aufführung am 6. Januar 2023.Foto: The Epoch Times

Qigong-Lehrerin von Shen Yun inspiriert: „Sich auf alte Werte besinnen, hat immer schon viel Gutes bewirkt“

Von 7. Januar 2023
„Fantastisch. Einfach nur fantastisch.“ Auch am vorletzten Tag der Shen-Yun-Vorstellungen in Berlin applaudierten die Zuschauer immer wieder, um dem erstklassigen künstlerischen Niveau der Tänzer gebührenden Respekt zu zollen.

Die erste Vollmondnacht des Jahres 2023 brachte den Besuchern des Theaters am Potsdamer Platz in Berlin ein besonderes Gefühlserlebnis. Am Abend des 6. Januar öffnete das Spielhaus seine Pforten für den vorletzten Tag der vom Publikum gefeierten Shen-Yun-Aufführungen. Im nahezu ausverkauften Haus schwärmten die Menschen von der Kunst, die ihnen geboten wurde und lobten die Botschaft, zu traditionellen Werten zurückzukehren.

„Fantastisch. Einfach nur fantastisch“, rief der polnische Rechtsanwalt Konrad Wiater nach der Vorstellung aus. „Die Atmosphäre während der Aufführung, die Emotionen, die rüberkamen, die künstlerisch anspruchsvollen Tänze und die Musik – ich liebe die Kompositionen – es war einfach nur brillant.“

Wiater ist ein polnischer Anwalt, der auch in England lizenziert ist. An diesem Abend besuchte er Shen Yun mit seiner Bekannten, Dominika Schönke, einer Lehrerin, und deren Tochter Klara.

Frau Schönke war ebenfalls begeistert von der Vorstellung und fand es „wundervoll“, dass man Werte aufgezeigt hat, „die heute nicht mehr gelebt werden. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Aufführung heute gesehen habe.“ Sie fuhr fort: „Wir haben keine Inspirationen und keinen Glauben mehr, das ist das größte Problem.“

Beide hoben die Szene am Ende hervor, in der gezeigt wird, wie Jugendliche durch ihren Dauerfokus auf die mobilen Telefone alles um sich herum ausblenden und an der Realität vorbeileben. „Es ist eine wichtige Botschaft für die Kinder, weniger Zeit am Handy zu verbringen.“

Shen Yun zeigt die traditionelle Kultur Chinas, wie sie heute dort nicht mehr zu finden ist. Herr Wiater sagte: „Es ist wichtig, die Geschichte seines eigenen Landes zu kennen, egal in welchem Land man lebt. Vor allem die Jugend sollte über die Vergangenheit ihres Heimatlandes Bescheid wissen, denn darauf wird die Zukunft aufgebaut.“

Bedeutend fanden beide auch das Stück über die aktuelle Situation in China, in der gezeigt wird, wie gutherzige Menschen für ihren Glauben verfolgt werden. Sie sagten, dass sie mit dieser Verfolgung „nicht einverstanden“ seien.

Abschließend wollten Wiaters und Schönke innigst ihren Dank an die Shen-Yun-Künstler aussprechen: „Danke für alles, danke für jeden einzelnen Moment in dieser Vorstellung!“

Der Anwalt plant schon seinen nächsten Besuch der Aufführung in Polen. Anfang März gastiert das Ensemble in Lublin. „Ich werde es all meinen Freunden in Polen empfehlen und mir zusammen mit ihnen die Aufführung in Lublin noch einmal anschauen“, sagte er.

„Etwas ganz Besonderes“

Banker Thorsten Schramm besuchte die Shen-Yun-Aufführung am Abend des 6. Januar mit seiner Frau, seiner Schwägerin und deren Tochter. „Es hat uns sehr gut gefallen“, sagten sie einstimmig vor der Heimfahrt.

„Die Choreografie, die Kostüme, der Tanz – das war ganz anders als das, was man sonst hier zu sehen bekommt. Sehr, sehr schön“, sagte seine Frau Maike Gasteiger.

„Die Bühnenbilder, also der visualisierte Hintergrund und die Videoanimationen, das war fantastisch, sehr gut gelungen und etwas ganz Besonderes“, ergänzte Herr Schramm.

Shen Yun präsentiert sich als vollendetes Gesamtkunstwerk, bei dem jeder Aspekt der Bühnentechnik sorgfältig aufeinander abgestimmt ist. Licht, Ton und Technik sind so aufeinander abgestimmt, dass sie das Bühnengeschehen so natürlich wie möglich erscheinen lassen. Das ist einzigartig in der Kunstwelt und die nahtlose Interaktion zwischen den Darstellern und den animierten Landschaften wurden 2016 patentiert.

Schwägerin Hille Gasteiger schwärmte vor allem von der „Leichtigkeit“, die durch die Aufführung präsentiert wurde. „Das brauchen wir alle“, sagte sie. Ihre Tochter fuhr fort: „Mir hat es auch sehr gut gefallen, die Tänze, die Musik und wie meine Mutter schon sagte, diese Leichtigkeit, das war sehr schön. Ich denke, das hängt mit der Kultur zusammen.“

„Ich bewundere die Disziplin, die sie haben, um dahin gekommen zu sein“, ergänzte Herr Schramm. „Das ist sehr viel Arbeit, was sich einem als Laien gar nicht erschließt an so einem Abend. Ich kann mir nur vorstellen, wie viel Arbeit es ist, so zusammen zu tanzen. Dabei meine ich jeden Einzelnen und was dieser individuell darstellt, aber auch der Tanz in der Gruppe, dass es am Ende ein Bild wird. Das ist, glaube ich, schon eine große Herausforderung. Das ist sehr gut gelungen, finde ich.“

Abschließend waren sich alle einig, dass die Künstler „großartig“ waren und unbedingt weitermachen sollten. Die Vorstellung empfehlen sie gerne weiter.

„Sich auf alte Werte besinnen, hat immer schon viel Gutes bewirkt“

„Sensationell“, sagten Alois Klöppner und Evelyn Winkler, nachdem sie am Verkaufsstand im Foyer das Buch „Zhuan Falun“ gekauft hatten. Beide sind Qigong-Lehrer, Frau Winkler mit eigener Praxis für Gesundheits- und Lebensberatung.

„Die Aufführung ist ‚ganz toll‘, also die Kostüme, die Tänze, die Akrobatik und die Musik. Die Erhu-Spielerin hat mir besonders gefallen“, sagte Frau Winkler.

Beide fänden es wichtig, wenn Shen Yun auch in China auftreten dürfte. „Es sollte so sein, dass sie auch in China auftreten können und dass dieses Kulturgut weitergegeben wird. Es ist für den Menschen ja auch wichtig. Und ich finde, die Kultur ist schon was ganz Besonderes dort. Ich finde es auch schade, dass das verloren geht, mit diesen westlichen Werten, die jetzt quasi übernommen werden“, sagte Herr Klöppner, der beruflich als Elektrotechniker arbeitet.

Frau Winkler ergänzte: „Ich finde es gut, wenn Werte erhalten werden und als Kulturgut weiter gepflegt werden. Das ist ja hier bei uns nicht anders. Manche Sachen, manches Handwerk stirbt einfach aus, weil es nicht weitergegeben wird. Und das ist einfach traurig. Und sich auf alte Werte besinnen, hat immer schon viel Gutes bewirkt, hat die Gesellschaft auch bewusster werden lassen, finde ich. Nicht immer höher, schneller, weiter – das ist nicht der Sinn, finde ich.“

Über die politische Botschaft zur „Zero-Covid“-Politik in China, die im letzten Stück thematisiert wird, sagte sie: „Da passiert ja ganz viel und das war sicherlich die falsche Strategie. Jetzt gibt es dort sehr viel Krankheitsgeschehen, was eben vorher schon hätte abgewickelt sein können.“

Die Künstler von Shen Yun schöpfen ihre Kraft und ihre Gesundheit aus der spirituellen Praktik Falun Dafa, die sie ausüben. Sie meditieren gemeinsam, studieren gemeinsam Lehren und bemühen sich, nach den Grundsätzen der Wahrheit, des Mitgefühls und der Toleranz zu leben. Sie glauben, dass die Kultivierung des Herzens der Weg ist, um Kunst zu schaffen, die wunderschön und erhaben ist.

Als Qigong-Lehrer sind Herr Klöppner und Frau Winkler interessiert daran, mehr über diese spirituelle Praktik zu erfahren. Deshalb hätten sie sich auch das Buch gekauft, sagten sie abschließend.



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