Ein Vater klagt an: „Meine Tochter sitzt seit dem Booster im Rollstuhl“

Was macht ein Vater, dessen heute 18-jährige Tochter sich nach der dritten mRNA-Injektion vor eineinhalb Jahren auf Krücken bewegen oder im Rollstuhl sitzen muss? Die Ärzte sagen, es sei psychosomatisch. Aber damit gibt sich die junge Frau und ihre Familie nicht mehr zufrieden.
Titelbild
18-Jährige im Rollstuhl nach Booster-Impfung.Foto: privat
Von 16. Juli 2023

Der Vater will, dass seine Tochter endlich wieder ein normales Leben führen kann. Jetzt hat er sich mit Einverständnis der Tochter entschieden, die Öffentlichkeit zu suchen. Epoch Times spricht mit Thomas Bodewig.

Sie haben sich auf eine Anfrage gemeldet, die Erfahrungen zur mRNA-Impfung sammelt. Wie kam es dazu?

Meine Tochter hat aufgrund der Impfung gegen Corona einen schweren Impfschaden erlitten. Sie kann sich heute fast nur noch im Rollstuhl fortbewegen.

Wie alt ist Ihre Tochter gewesen zum Zeitpunkt der mRNA-Injektion?

17 Jahre.

Wie kam es dazu, dass sich Ihre Tochter dazu entschlossen hat?

In erster Linie war es ein beruflicher Hintergrund, da sie in der Ausbildung zur Kindererzieherin war. Aufgrund der wöchentlichen Teilnahme in der Kita unterlag sie auch der Impfpflicht. Also hätte sie sich entscheiden müssen zwischen der Aufgabe ihrer Ausbildungsstelle oder einer Impfung.

Gab es denn überhaupt Skrupel in irgendeiner Form oder war das erst mal so, dass man sagte, okay, es machen alle?

Sie hatte selbstverständlich auch Skrupel. Sie hat sich dann aber letztlich für die Impfung entschieden, weil sie ihren Job liebte und nicht aufhören wollte.

Was wissen Sie über ihre Skrupel?

Wir wussten ja alle nicht, was da genau geschieht, wie dieser Impfstoff wirken wird, und insofern waren wir selbstverständlich durchaus skeptisch.

Sind sie grundsätzlich eine skeptische Familie? Hatten Sie beispielsweise auch bei der Masernimpfung Probleme oder sonst kritisch auf Impfungen geschaut?

Meine damalige Frau und ich waren da unterschiedlicher Ansicht. Sie hat immer die Grippeschutzimpfung gemacht beispielsweise. Ich habe das abgelehnt. Meine Tochter hat die Grippeimpfung jedoch gemacht. Aber letztlich waren wir, was Impfungen betrifft, nicht generell abgeneigt. Sondern wir haben uns da eher auf die verlässlichen Impfungen konzentriert, zum Beispiel Tetanus oder auch Polio.

Hatte schon die Grippeschutzimpfung Nebenwirkungen bei ihrer Tochter gezeigt?

Nein, gar nicht.

Jetzt sagen Sie, ihre heute 18-jährige Tochter hat einen Impfschaden. In welcher Form ist der anerkannt? Wie ist die aktuelle Situation?

Kein Arzt bescheinigt Ihnen aktuell in irgendeiner Form direkt, dass sie einen Impfschaden haben, weil sie genau wissen, dass sie das nicht machen dürfen. Oder sie sagen es einem: „Ja, es ist offensichtlich ein Impfschaden“, aber keiner wird es in die Diagnostik oder in den entsprechenden Berichten aufnehmen. Letztlich ist es so, dass wir jetzt über eineinhalb Jahre lang eine Differentialdiagnostik gemacht haben, also gemäß dem Ausschlussverfahren vorgegangen sind. Wir haben etliche Arztbesuche vom Neurologen über HNO-Arzt bis zu verschiedenen Kliniken [unternommen] …, aber wir landeten immer wieder beim Psychosomatischen, auf das die Ärzte immer wieder hinauswollten, weil sie keine Antworten haben. Wir waren in vier, fünf Krankenhäusern und wir haben dort von Bluttests über Organuntersuchungen bis hin zu verschiedenen anderen Varianten alles durchgemacht und konnten so alles ausschließen.

Wurde Ihre Tochter vom Hausarzt geimpft?

Nein, die Impfung passierte im Münchner Impfzentrum.

Das heißt, Sie haben irgendwann einen Termin dort bekommen über die Telefonhotline?

Genau. Die ersten beiden Impfungen verliefen ohne besondere Komplikationen, sie hatte lediglich etwas Schmerzen am Arm.

Zwei Impfungen im Abstand von ein paar Wochen? Von BioNTech? 

Genau, das muss so im August 2021 gewesen sein. Die dritte sogenannte Booster-Impfung erfolgte dann im Januar 2022. Alle drei Male wurde BioNTech gespritzt.

Und was passierte dann?

Die ersten Tage gingen mit schweren Kopfschmerzen einher. Dann hat sich das Ganze immer weiter gesteigert. Nach drei Wochen haben die Beine angefangen zu zittern, sie konnte nicht mehr schlafen und der Puls ist aus dem Ruhezustand auf 170 hochgeschossen nebst permanenter Erschöpfung.

Das war wie viele Tage nach dem Booster?

Etwa drei Wochen nach dem Booster. Es ist dann permanent schlimmer geworden, sodass sie sich kaum noch bewegen oder auf den Beinen halten konnte. Sie ist dann im Grunde durch die Wohnung gekrabbelt.

Wann ist das erste Mal der Verdacht aufgekommen, dass es mit der mRNA-Injektion zusammenhängt? Wann haben Sie oder Ihre Tochter das Gefühl gehabt, dass hier eindeutig etwas schiefläuft?

Eigentlich nach circa sechs Wochen, nachdem die Kopfschmerzen permanent waren, also nicht mehr aufgehört haben. Nach den ersten drei Wochen war es schon schlimm. Auch nach sechs Wochen keine Besserung und neue, stärker werdende Symptome bis hin zu Atmungsproblemen. Sie konnte dann auch nicht mehr schlafen. Es gelang ihr nicht einmal mehr einen Strohhalm in eine Capri-Sonne hineinzudrücken, so haben die Hände gezittert.

Nun ist das ja nicht nur für das Kind, sondern auch für den Vater oder die Eltern eine äußerst bedrohliche Situation. An der Stelle ist man doch eigentlich schon halb in der Klinik und in der Notaufnahme …?

Na klar, wir sind dann auch in die erste Klinik gegangen, das war das Krankenhaus Schwabing.

Wann nach der Booster-Spritze war das?

So etwa zwei, maximal zweieinhalb Monate später – auch aufgrund des stark überhöhten Ruhepulses von 170, also nicht Blutdruck, sondern Puls, da macht man sich dann schon ernsthafte Gedanken.

Man geht ja wahrscheinlich zuerst zum Hausarzt: Gab es da auch Fragen nach Drogen und solchen Dingen?

Ja, natürlich. Und dann kamen erst mal Kopfschmerztabletten …

Auch weibliche Thematiken? Hormone, Frauenarzt und solche Dinge?

Ja, auch solche Themen. Nachdem sich aber nichts davon gebessert hat, haben wir dann das volle Programm im Schwabinger Krankenhaus durchgezogen. Die haben auch die gesamten Blutwerte und sonstigen Vitalfunktionen mitgeprüft.

Also auch Schilddrüsenwerte und solche Dinge?

Ja, das wurde dann auch alles gemacht, das ist überwiegend ohne Befund geblieben. Besorgniserregend waren allerdings die Eisenwerte, die Nieren- und Leberwerte waren auch erhöht.

Wissen Sie, wann die erste Impfschaden-Meldung ans Paul-Ehrlich-Institut ging?

Ich weiß gar nicht, ob die überhaupt an das Paul-Ehrlich gemeldet haben. Ich gehe sogar davon aus, dass es in dem Fall gar nicht gemacht worden ist, weil sofort auf Psychosomatik abgestempelt wurde.

Das ist der Anfang der Chronologie. Ich würde gern einen Sprung machen hin zum aktuellen Zustand. Sie sagten, Ihre Tochter sitzt heute teilweise im Rollstuhl?

Meine Tochter hat jetzt eine Situation, in der sie an dem einen oder anderen Tag noch auf Krücken gehen kann. Aber wenn sie sich übernimmt, dann liegt sie wieder drei, vier Tage flach und kann sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Längere Strecken gehen gar nicht, die muss sie im Rollstuhl verbringen. Selbst nach eineinhalb Jahren, wenn sie aufsteht, dann gehen ihre Unterschenkel oder beziehungsweise die Beine wie eine Nähmaschine, bis sie sich da gefestigt hat. Sie hat lange Ergotherapie gemacht, die auch ein bisschen Besserung gebracht hat, aber letztlich hat sie immer noch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände. Das ist die aktuelle Situation. Sie hat noch kein normales Leben. Sie kann weder ihre Ausbildung wieder aufnehmen, noch in die Schule gehen.

Das ist sicher bei einer jungen Frau noch einmal ganz besonders wichtig: Wie sieht es mit Freunden aus, mit einem Freund?

Ihre erste Beziehung hat gehalten, also die Beziehung, in der sie am Anfang dieser Zeit war. Ihr Freund hat sie immer unterstützt und tut es bis heute. Das ist natürlich emotional und auch insgesamt gerade für so ein junges Mädchen extrem schwierig, damit klarzukommen. Sie war sehr aktiv, sie ist viel geritten, hat Pferde gepflegt, an der Wasserwacht teilgenommen …

… Wasserwacht?

Ja, sie ist Rettungsschwimmerin und hat hier beim bayerischen Roten Kreuz – schon seit sie elf oder zwölf Jahre alt war – fast täglich daran teilgenommen und den Rettungsschwimmer und Rettungssanitäter gemacht.

Also kann man sagen, ihre Tochter ist jemand, der sich nicht zu Hause versteckt hat?

Ja, das kann man schon sagen. Auf der anderen Seite ist sie jetzt auch stabil. Sie kämpft natürlich unglaublich und sie trägt es mit einer gewissen Form von Galgenhumor.

Letztendlich ist es aber so, dass die Narben in ihrer Seele natürlich sehr tief sitzen. Wenn man nicht mehr normal am Leben teilhaben kann und nicht mehr mit den anderen jungen Leuten losrennen, schwimmen, unterwegs gemeinsam was machen kann, dann schränkt das natürlich erheblich ein. Und wenn man dann mit 17 Jahren schon im Rollstuhl oder auf einmal im Rollstuhl sitzt, dann hat sich hier eine Situation und eine Lebensveränderung herauskristallisiert, die selbstverständlich auch auf die Psyche schlägt. Keiner, selbst ein Erwachsener, könnte jemals damit umgehen, wenn er von heute auf morgen in so eine Situation käme.

Ab welchem Zeitpunkt ist denn überhaupt offiziell von Ärzten, von Ihrem praktischen Arzt, von anderen Ärzten ganz konkret gesagt worden: ‚Hier liegt ein Impfschaden vor‘?

Das wurde gesagt, nachdem wir im „Dritten Orden“ waren, ein Krankenhaus mit spezieller Kinderklinik. Da wurde viel Differenzialdiagnostik gemacht. Und dann anschließend sind wir ins Harlachinger Krankenhaus gegangen, da sind die Naturheilweisen vertreten. Die befassen sich auch mit Impfschäden.

Und da habe ich mit dem Oberarzt ein längeres Gespräch geführt. Er hat dann auch gesagt, dass das auf gar keinen Fall psychosomatisch sei. Das war auch mir von Anfang an völlig klar. Er hat im Übrigen auch gesagt, er begegne solchen Fällen gerade andauernd.

Nun kann man wohl erwarten, dass das Psychosomatische bei einem jungen Mädchen in der Situation automatisch noch mit obendrauf kommt …?

Ja, das kann nicht ausbleiben. Letztlich war es aber auch so, dass sie trotzig und kämpferisch der Psychosomatik die Stirn geboten hat. Denn meine Tochter hat gesagt, sie lässt sich das jetzt nicht mehr gefallen, als bekloppt erklärt zu werden oder als eingebildete Kranke. Sie hat sich entsprechend gewehrt. Es war dann schon so, dass man ihr nachgesagt hat, sie wäre nur depressiv. Aber ja, natürlich kann man depressiv werden, wenn man im Rollstuhl sitzt.

Sie hatten ja am Anfang von ihrer Ex-Partnerin gesprochen. Was macht denn die Sorge um das Kind mit Ihnen und Ihrer Ex-Frau? Konnten Sie da an eine gemeinsame Kraft anknüpfen oder war das dadurch noch komplizierter?

Wir waren zwanzig Jahre lang verheiratet und haben uns in der Corona-Zeit getrennt. Aber was die Kinder betrifft, da standen wir nie in irgendeiner Form gegeneinander.

Man darf annehmen, dass das schon eine sehr anstrengende, stressige Zeit auch für die Eltern ist. Dann neigt man vielleicht auch dazu, sich mit dem Ex-Partner zu streiten, wenn es um die Kinder geht, wie war das bei Ihnen?

Meine Frau hat viele Arztbesuche mit unserer Tochter gemeinsam absolviert, die durch die Bank ergebnislos gelaufen sind. Und sie wurden sozusagen von Pontius zu Pilatus weitergereicht ohne irgendwelche Ergebnisse.

Unsere Tochter wurde herumgereicht, und jeder hat dann nur noch gesagt, ja, das ist alles nur psychosomatisch, sie bildet sich all diese Symptome nur ein, sie ist eine Schauspielerin.

Ich bin dann direkt ins Krankenhaus und erst einmal mit der Oberärztin zusammengerumpelt und anschließend mit dem Professor. Daraufhin haben die sich auch wirklich Mühe gegeben und haben unter anderem noch weitere, bisher unbeachtete Aspekte zusätzlich geprüft, so wie beispielsweise Borreliose und Hantaviren. Sie haben sich nicht nur auf die Vorberichte verlassen, und da hat sich dann schon herausgestellt, dass es von der Kausalität her nur noch die Impfung sein kann.



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