Essen nach Lust und Laune

Von 30. November 2009 Aktualisiert: 30. November 2009 1:47
Eine schlanke Linie ohne Diät – ein Traum wird Wirklichkeit

Ganz nach seinem „Geschmack“ leben ohne zuzunehmen? Was sich für viele wie ein Traum anhört – besonders in der Weihnachtszeit – kann Wirklichkeit werden. In der Volksmedizin meinte man früher, der menschliche Körper sei in der Lage, sich selbst zu regulieren und im Gleichgewicht zu bleiben. Experten haben sich nun mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern der menschliche Körper wirklich in der Lage ist, mittels Selbstregulierung – ohne Diät – sein natürliches, gesundes Körpergewicht zu halten.

„Alles was gut schmeckt, ist zu fettig, zu süß oder einfach ungesund“ – schon in dieser Aussage zeigt sich, wie weit das Misstrauen gegenüber dem eigenen Körper und seiner inneren Stimme geht. Verkompliziert wird die Angelegenheit durch ein Schönheitsideal fernab aller Gesundheit, Realität oder Vernunft. Aufgrund des Drucks eines Schönheitsideals, das in den Medien verbreitet wird und mit bestimmten Gewichtsvorstellungen verbunden ist, erscheint es nicht verwunderlich, wenn die Mehrheit der Leute ein gestörtes Verhältnis zu ihrem eigenen Körpergewicht hat, wie auch eine Heidelberger Studie durch Befragung von 10.000 Jugendlichen belegte.

Übertriebene Vorstellungen und Gewohnheiten

Es wurden bereits gesetzliche Maßnamen ergriffen, um dieses breit akzeptierte Schönheitsideal „zu Recht“ zu rücken. Doch ist es bei weitem nicht damit getan, die äußeren Erscheinungen dieses Problems, seien es krankhaft schlanke Puppen, Modelle oder Empfehlungen, weg zu räumen, vielmehr ist es die innere Selbstwahrnehmung, die den Kern des Problems widerspiegelt. Jeder hat die Möglichkeit, wieder den Weg zu finden, auf sein Gefühl und seine innere Stimme bei der Auswahl von hochwertigen Lebensmitteln bei der Ernährung zu hören und sein Gewicht in einem gesunden Bereich zu stabilisieren.

Zweifelsohne ist es ein hoch gestecktes Ziel, in der heutigen hektischen Umgebung zu lernen, auf seinen Körper und seine innere Stimme zu hören. Doch allein die Einstellung, dass der Körper selbst wisse, was er braucht, um seine Bedürfnisse, seine Ausgeglichenheit und Gesundheit zu wahren, kann einen massiven, nicht zufrieden stellenden Konsum von Backwaren sich in ein genugtuendes, langsames Genießen entwickeln lassen; eine Umstellung über eine längere Zeit, mit Hilfe seiner Intuition zu lernen, die Bedürfnisse des Körpers mit dem zu stillen, was der Körper eigentlich wünscht. Sie erfordert auch, dass man lernt, wieder auf seine eigene Stimme und seine Intuition zu hören, sein Herz zu kultivieren und sich zum Natürlichen, Ursprünglichen sich zuzuwenden.

„Der Mensch ist selbst sein bester Arzt“ ist eine Volksweisheit, die durch einige Medizinethiker wieder in den Vordergrund gerückt wird. Auch in seinen Artikeln in Fachzeitschriften und seinem Buch „Leben ohne Diät“ beschreibt Autor Horst Köhler dieses Prinzip. Der menschliche Körper weiß genau, welche Nährstoffe er braucht. Auf dieser Basis entwickelt er ein Bedürfnis nach bestimmten Lebensmitteln, die eine optimale Ernährung garantieren. Dieser Mechanismus sichert seit Jahrtausenden das Überleben und verdient so einiges an Vertrauen. Mit dem Vertrauen auf die innere Stimme des Körpers wird es möglich, sein Gewicht und seine Gesundheit durch eine ausgewogene Ernährung zu erhalten.

Hochwertige, natürliche Lebensmittel

Verpackte Produkte und Fertigwaren, die in schier unüberschaubarer Auswahl in Kaufhäusern angeboten werden, stehen in der Kritik der nachhaltigen Ernährungsexperten. Ausgestattet mit einer einladenden Verpackung und werbenden „Inhaltstabellen“, beinhalten sie weder die erwarteten noch die benötigten Nährstoffe.

Die reale Wertigkeit dieser Lebensmittel bleibt jedoch weit hinter den intuitiven Erwartungen des Körpers zurück: So gibt ein Erdbeerjoghurt zwar vor, eine reichhaltige Mischung an Milch- und Fruchtprodukten zu sein, tatsächlich enthält der Joghurt jedoch künstliche Aromastoffe und keine einzige Erdbeere. Auch bezüglich des Milchanteils sind viele Joghurts inzwischen fettreduziert und werden mit künstlichen Ersatzstoffen aufgefüllt.

Der Körper realisiert indessen, dass er zwar erwartet hat, Erdbeeren und Milchprodukte zu essen, doch er bemerkt auch, dass er keine Erdbeeren oder Milchprodukte über die Nahrung aufgenommen hat, da sie im Joghurt nicht oder nur mangelhaft enthalten waren. Das führt den Körper in die leidige Position, weiterhin ein Hungergefühl zu verspüren, da diese Lebensmittel nicht das enthalten, was sie vorgeben – er wird lediglich mit so genannten „leeren“ Kalorien überschüttet und verschlackt. Mit der Zeit passt sich der Körper an diese Situation an. Man hat automatisch immer mehr Hunger. Ein Hunger, der weit über den eigentlichen Körperbedarf hinausgeht. In dieser Situation wird man entweder dazu verurteilt, den überschüssigen Hunger zu bekämpfen, quälende Diäten zu erleiden oder verhängnisvoll übergewichtig zu werden.

Lesen sie den 2. Teil des Artikels in der übernächsten Ausgabe, der Epoch Times Nr. 48

Erschienen in The Epoch Times Nr. 46

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