Ayurvedische Kopfmassage unter Palmen. (BIJI KURIAN/flickr.com)

Das Ziel ist, das Gleichgewicht wiederherzustellen

Von 3. Mai 2009 Aktualisiert: 3. Mai 2009 17:17
Es ist Zeit, dass die Leute ihren Körper regenerieren und mehr Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen“, sagt Farida Irani, „das ist das natürliche Recht eines jeden.“

Farida ist eine ausgebildete Ayurvedatherapeutin. Sie organisiert zur Zeit die zweite internationale Ayurveda- und Yoga-Konferenz in Sydney, eine der größten Konferenzen Australiens in diesem Bereich, die im April 2009 stattfindet.

Ayurveda gilt als eine der ältesten medizinischen Lehren der Welt und setzt auf eine Kombination von Ölen, Kräutern, Ernährung, Meditation und Bewegung, um im Körper eines einzelnen Menschen das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Eine angegriffene Gesundheit oder “Krankheit” wird durch ein Ungleichgewicht im System unseres Körpers verursacht, was in unserer heutigen Welt, wie Farida sagt, sehr häufig sei.

„Es geht ganz und gar um das Gleichgewicht. Heutzutage gibt es so viel Stress, der unseren Körper belastet: das Familienleben, das Privat- und Geschäftsleben. Alle Bereiche versuchen wir unter einen Hut zu bekommen“, sagt Farida.

Yoga ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele

Farida erzählt, dass bereits im alten Indien vor 5.000 Jahren eine Situation existierte, die den heutigen Klimaveränderungen sehr ähnelte. Zu dieser Zeit wurde eine Versammlung einberufen, um das Ungleichgewicht zu diskutieren. Antike indische Texte beschreiben, wie die alten, weisen Rishis, Vaidyas und Yogis aus ihrer Zurückgezogenheit erschienen, um ihr Wissen über das Leben und den Zustand der Menschheit offen zu legen.

Das Wissen und die Ergebnisse der Konferenz wurden über die Jahrtausende hinweg mündlich weitergegeben. In Bezug auf die Medizin umfasste es acht Zweige, darunter befanden sich die Chirurgie, die Psychologie, die Gynäkologie, die Toxikologie und die Kinderheilkunde. Die Schriften wurden vor etwa 2000 Jahren in zwei Vedic-Schriften zu Papier gebracht, die als Basis des heutigen Ayurveda dienen. Der Begriff „Ayurveda“ stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern ayur (Leben) und veda (Wissenschaft oder Wissen) zusammen. Übersetzt bedeutet er „die Wissenschaft vom Leben“.

„Ayurveda lehrt die Menschen, dass ihr Leben mit der Natur verbunden ist und dass sie aus den gleichen Elementen wie das
Universum aufgebaut sind. Sie bestehen aus Luft, Erde, Äther, Feuer und Wasser. Wir müssen unsere Umwelt respektieren.“

Gesundheit durch Angleichung an natürliche Prinzipien

Bei der Ayurvedabehandlung wird zuerst die zugrunde liegende Ursache einer Krankheit durch das Fühlen des Pulses, die körperliche Untersuchung und die eingehende Beobachtung des Menschen ermittelt. Ein großer Teil des Ayurveda basiert auf der aktiven Aufrechterhaltung der Gesundheit insbesondere durch Yoga, Meditation, täglicher Routine und richtiger Ernährung.

„Wenn die Menschen diesen Prinzipien folgen, werden sie sie vor Krankheit schützen. Es können einfache Kräuter und Öle eingesetzt werden, um Erkältungen und Grippe fernzuhalten. Dadurch wird die Gesundheitsversorgung finanziell weniger belastet“, fügt Farida hinzu.

Die Ayurveda-Medizin wird auch heute in Indien praktiziert

80 Prozent der Bevölkerung vertrauen auf die ayurvedische Medizin oder auf eine Kombination mit der westlichen Medizin. Auch in Europa wird sie oft eingesetzt und in den Vereinigten Staaten ist sie ein anerkanntes Feld der Alternativ- und Komplementärmedizin.
„Wir versuchen nicht, die konservative Medizin zu überholen. Wir möchten sie vielmehr ergänzen“, erklärt Farida.

Die Konferenz wird über 35 internationale und lokale Experten auf dem Feld des Ayurveda und Yoga zusammenführen, unter ihnen auch Dr. Kulkarni, den Gründer der Ayurveda-Akademie in Indien. Diskussionsthemen der Konferenz sind der Zugang zur Krebstherapie nach Ayurveda, die Heilkraft der Therapie durch Mantras und Yoga sowie der Stellenwert des physischen Lebensraumes für das Wohlergehen der Menschen.

Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 14/09



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion