Neues Buch: Falun Gong aus wissenschaftlicher und medizinischer Perspektive

Von 30. Juli 2019 Aktualisiert: 30. Juli 2019 21:47
Der traditionellen Meditationspraxis Falun Gong werden seit der öffentlichen Verbreitung im Jahre 1992 viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen dies und zeigen verblüffende Ergebnisse. Diese Ergebnisse und Fallbeispiele fasst Dr. Trey in ihrem neuen Buch "The Mindful Practice of Falun Gong: Meditation for Health, Wellness, and Beyond" zusammen.

Meditation wird in vielen Ländern schon seit Jahrtausenden betrieben. Trotzdem hat die moderne Wissenschaft das traditionelle „Versenken in die Ruhe“ erst vor kurzem ins Auge gefasst. Die moderne Wissenschaft beschäftigt sich erst kürzlich mit den Hintergründen. In einem Zeitalter in der klinische Studien ein Muss sind, wurden diese nun auch für einige traditionelle Meditationspraxen durchgeführt.

Die Ergebnisse ließen die Forscher staunen und brachten den in der Wissenschaft zuvor belächelten Meditationstechniken Respekt. Die Studien zeigten unter anderem, dass Yoga sich bei vielen Krankheiten als so effektiv erweist wie eine schulmedizinische Behandlung. So zeigten mehrere randomisierte kontrollierte Studien, dass Yoga – was von der Schulmedizin noch vor einiger Zeit als „blödsinniges Neuzeitphänomen“ angesehen wurde – sich positiv auf Depressionen, Stress, Schmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen, Autoimmunerkrankungen und auf die Schwangerschaft auswirkt.

In dem kürzlich veröffentlichten Buch „The Mindful Practice of Falun Gong: Meditation for Health, Wellness, and Beyond“ von Psychotherapeutin Dr. Margaret Trey wird die traditionelle chinesische Meditaionspraxis Falun Gong aus dem Aspekt der Medizin wissenschaftlich beleuchtet. Im Vergleich zu Yoga, sind die klinischen Studien, die sich mit Falun Gong beschäftigen zwar noch nicht so zahlreich, aber Dr. Trey ist überzeugt, dass die vorhandenen Daten auf ein großes Heilungspotential verweisen.

„Australische Studie“

Eine der Hauptuntersuchungen, die im Buch behandelt werden, nennt Dr. Trey „Australische Studie“, die in dem wissenschaftlichen Fachjournal American Counseling Association veröffentlicht wurde. Darin werden Gesundheit und Wohlbefinden von 316 Falun Gong-Praktizierenden mit 65 nicht-praktizierenden Personen verglichen. Unter anderem zeigte sich ein signifikanter Unterschied bei der Bewertung des allgemeinen Gesundheitsstatus. Über 50 Prozent der Falun Gong-Praktizierenden gaben dabei die höchsten Bewertung „Exzellent“ ab im Vergleich zu nur 10% der Nicht-Praktizierenden.

Weiter gaben 83 Prozent der Praktizierenden an, sich gelassen und voller Energie zu fühlen. Nur knapp die Hälfte (44 Prozent) der Nicht-Praktizierenden konnte dies von sich behaupten. Mehr als 80 Prozent der Praktizierenden gaben zudem an, dass sie keine physischen oder emotionalen Probleme hätten, im Gegensatz zu 50 Prozent der Nicht-Praktizierenden.

Dieser Studie wird besondere Bedeutung zugemessen, da es die erste signifikante Studie zu dem Thema war, die außerhalb von China durchgeführt wurde.

In Bezug auf die Probandenanzahl ist die Studie im Vergleich zu anderen Studien außerhalb von China sehr umfassend. Es ist eine viel größerer Studie als durchschnittliche Studien und die Befragten stammen aus über 30 Ländern“, sagte Dr. Trey in einem Interview mit der Epoch Times.

Was ebenfalls beachtet werden muss: die Studie begann mit einer Falun Gong-Gruppe, bei der die Probanden nachweislich mehr gesundheitliche Probleme hatten, bevor sie mit dem praktizieren begannen.

Viele Menschen in der Falun Gong-Gruppe gaben an, dass sie zuvor an einer oder mehreren Krankheiten litten. Diese hätten sich signifikant verbessert oder seien vollständig verschwunden.

Menschen gaben während meiner Untersuchungen an, dass sich ihre Gesundheit verbesserte nachdem sie mit dem Üben von Falun Gong begonnen hatten. Ich kann mit diesem Studiendesign nicht offiziell beweisen, dass es die Praxis war, die zu ihrer Heilung führte. Aber das ist der nächste Schritt: Eine Langzeit-Folgestudie,“ sagte Dr.Trey.

Was ist Falun Gong?

Falun Gong – auch Falun Dafa genannt – wird immer wieder mit Yoga oder Tai Chi verglichen, weil es ebenfalls sanfte Meditationsübungen beinhaltetet. Aber einer der entscheidenden Unterschiede ist, dass die Praxis von den Praktizierenden verlangt sich nach hohen moralischen Idealen zu richten. Sie sollen bestmöglich versuchen sich den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ in ihrem Alltag anzugleichen.

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Zusätzlich zu den Übungen sollen die Praktizierenden regelmäßig das Buch „Zhuan Falun“, das Hauptwerk von Falun Gong, lesen. Darin werden unter anderem Themen erläutert, wie Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung, sowie die Wichtigkeit andere Menschen an erste Stelle zu stellen und nicht das eigene Ego. Auch werden die Karma-bedingten Zusammenhänge und Auswirkungen von gutem und schlechtem Verhalten erklärt.

Für lange Zeit, war Falun Gong nur von Meister zu Schüler weitergegeben worden, wie Herr Li Hongzhi, der Gründer der Praxis, erklärt. Herr Li Hongzhi (von den Praktizierenden nach der chinesischen Tradition respektvoll als „Lehrer“ oder „Meister“ angesprochen) lehrt, dass die Praxis eine Methode ist die Vollendung zu erreichen, ähnlich dem Buddhismus oder Taoismus.

Herr Li Hongzhi begann Falun Gong 1992 öffentlich in China zu verbreiten. Dabei gab es 54 öffentliche Vorträge im ganzen Land. Die Vortragsreihe endete im Jahr 1995 und wurde im Buch „Zhuan Falun“ zusammengefasst. Innerhalb kürzester Zeit wurde die kostenlose Praxis in ganz China sehr beliebt.

In öffentlichen Parks konnte man oft Tausende von Praktizierenden beim gemeinsam Üben beobachten. Auf den Übungsplätzen wurden den neuen Lernenden gratis die fünf Falun Gong-Übungen beigebracht. So verbreitete sich die Praxis von Mund zu Mund und von Herz zu Herz rasant in ganz China – und schließlich weltweit.

Im Jahr 1998 stellte die chinesische Regierung in einer Studie fest, dass es in China 70 Millionen Falun Gong-Praktizierende aus allen möglichen Gesellschaftsschichten gab.

Chinesische Studie

Die schnelle Verbreitung und große Beliebtheit von Falun Gong, entging auch dem chinesischen kommunistischen Regime und den Medizinern nicht. Schließlich wurden Forschungsgruppen auf die Thematik angesetzt. Was diese Untersuchungen zeigten, waren den Ergebnissen der „Australischen Studie“ sehr ähnlich.

Im Jahre 1998, ein Jahr bevor das kommunistische Regime mit der Verleumdung und schließlich der brutalen Verfolgung von Falun Gong begann, zeigten Untersuchungen durchgeführt in Peking, Wuhan, Dalian und Guangdong, warum der Zustrom zu der Praxis so groß war.

Die Untersuchungen zeigten, dass 98% der untersuchten 31.000 Falun Gong-Praktizierenden signifikante Verbesserungen ihrer Gesundheit aufwiesen, nachdem sie mit der Praxis begonnen hatten. Über 90% gaben an zuvor an mehreren Gesundheitsproblemen gelitten zu haben. Mehr als 70% davon gaben an, sich nach dem erlernen von Falun Gong „vollständig oder nahezu vollständig“ von ihren Beschwerden erholt zu haben.

Diese Studien zeigten ebenfalls massive Einsparungen von Gesundheitskosten. Laut den chinesischen Studien, ersparten sich die Falun Gong-Praktizierenden insgesamt ungefähr 70 Millionen Yuan (10.6 Millionen US-Dollar) an Ausgaben für ihre Gesundheit. Ein chinesischer Regierungsbeamte sagte zu „U.S. News“, dass eine weite Verbreitung der Praxis dem Land 100 Billionen Yuan (15 Billionen US-Dollar) im Jahr ersparen könnte.

„Hearts uplifted – beflügelte Herzen“

Während die bisherigen Studien die nachweisbaren Effekte von Falun Gong auf die Gesundheit zeigen, arbeitet Dr. Trey gerade an einer Folgeuntersuchung. Diese soll noch mehr Details bringen. Sie denkt, dass die Folgestudie über die bisherigen Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist hinausgehen wird. Das Projekt nennt sie „Hearts upliftet – beflügelte Herzen“.

In „Hearts upliftet“ werden außergewöhnliche Fallstudien aus dem Leben von Falun Gong-Praktizierenden zusammengefasst. Dr. Trey erzählt ein Beispiel:

Eine meiner aktuellen Studienteilnehmer war aufgrund der Verfolgung von Falun Gong in China in dem berüchtigten Masanjia Arbeitslager eingesperrt.“

„Ihre Geschichte erzählt davon, wie ihr Glaube an Falun Gong ihr in dieser harten Zeit Kraft gegeben hat. Das Masanjia Arbeitslager zählte zu einem der schlimmsten in China, wo Falun Gong-Praktizierende regelmäßig schwerer Folter ausgesetzt waren.“

Die meisten Menschen würden nach solch grauenvollen Erlebnissen an Post-Traumatischen Störungen leiden – nicht so Falun Gong-Praktizierende“, so Dr. Trey.

Die Geschichte von Barbara

Eine der beeindruckendsten Geschichten stammt von Barbara Schafer. Die Polin wanderte nach Australien aus. Über drei Jahrzehnte war sie als Restauratorin von alten Gebäuden tätig. Im Jahr 2003 verlor sie auf einem Gerüst das Gleichgewicht und stürzte sieben Meter in die Tiefe.

Das letzte was ich hörte war, das krachende Geräusch als mein Kopf am Boden aufschlug,“ erzählte Schafer Dr. Trey in einem Interview.

Weil Schafer damals alleine arbeitete, lag sie stundenlang auf dem Boden der historischen Kirche in Melbourne, die sie restaurieren sollte. Als sie in einer Blutlache aufwachte, schleppte sie sich zu einem Telefon ins Büro und verständigte den Notarzt.

Der Sturz war fatal. Schafer hatte mehrere Frakturen am Kopf, ihre Nase und Stirnhöhlen waren zertrümmert, ihr Oberkiefer an drei Stellen gebrochen und aus ihren Händen standen die Knochen hervor.

Die Ärzte flickten sie zusammen, jedoch litt Schafer unter andauernden starken Schmerzen und Folgeerscheinungen des Unfalls. Die Ärzte gingen davon aus, dass sich die Symptome noch weiter verschlimmern würden und gaben ihr eine vier Seiten lange Liste mit medizinischen Problemen, die auf sie zukommen würden.

„Mein Erinnerungsvermögen war stark beeinträchtigt“, erzählt sie der Epoch Times.

Eines Tages fuhr ich in die Stadt zu einem Arzt, vergaß aber wie ich dort hingekommen war. Nach einer halben Stunde fand ich mein Auto und der Schlüssel steckte noch. Der Motor war noch an und das Benzin war fast verbraucht. Meine Situation war ziemlich ernst.“

Schafer sagte, dass sie schon Jahre zuvor von Falun Gong gehört, aber sich nie viel dabei gedacht hatte. „Nach meinem Unfall hatte ich aber viel Zeit und entschied mich, es einfach zu versuchen,“ erinnerte sie sich.

Als ich angefangen habe Falun Gong zu praktizieren, veränderte sich alles in kürzester Zeit.“

Sieben Wochen nach ihren Operationen versuchte Schafer die Übungen während sie noch Verbände trug. Schafer bemerkte gleich zu Beginn, dass ihre chronischen Schmerzen verschwunden waren. Nach diesem Erlebnis begann sie zwei Tage später „Zhuan Falun“ zu lesen, obwohl ihr Sehvermögen aufgrund des Unfalls eingeschränkt war.

Am dritten Tag habe sie eine starken Energiestrom von ihren Fingern, entlang ihren Armen gespürt, erzählte sie. Seitdem sei ihr Sehvermögen wieder in Ordnung, ihr Tinitus und ein Rinnsal von Rückenmarkflüssigkeit an ihrem Halsrücken hörte auf. Zuvor scheiterten zwei Operationen dieses Rinnsal zu stoppen.

Schafer sagte: sogar die Beschwerden die sie vor dem Unfall hatte, wie Verdauungsprobleme, Migräne, Allergien und Angstattacken seien verschwunden. „Ich wusste, dass etwas unerklärliches und wundersames passierte,“ sagte sie.

Gute Gesundheit ist nur ein „Nebeneffekt“

Schafers unglaubliche Erfahrung ist eine von vielen, wie die Forschungen von Dr. Trey zeigen. Weitere Fälle die im „Hearts Uplifted“-Projekt dokumentiert wurden, erzählen von Personen die von Fuillain-Barré Syndrom oder viraler Gehirnhautentzündung geheilt wurden.

Laut der chinesischen Studie wurden Tausende Menschen durch das Praktizieren von Falun Gong von ihren Gesundheitsproblemen befreit.

Eine weitere Studie, die bei dem jährlichen Treffen der American Society of Clinical Oncology vorgestellt wurde, gab an, dass 97 Prozent der untersuchten Krebspatienten im Endstadium von ihren Symptomen befreit wurden – und das durchschnittlich nach weniger als vier Monaten nachdem sie mit Falun Gong begonnen hatten.

Trotzdem ist das praktizieren von Falun Gong kein Garant für eine gute Gesundheit. Eine handvoll Teilnehmer der Studie in Australien nahmen keine Verbesserung ihrer Gesundheit war. Es hänge auch von einem selbst ab, meint Dr. Trey. Sie spekuliert, dass diese Leute vielleicht nicht regelmäßig die Übungen gemacht hätten oder beim Lesen des „Zhuan Falun“ nicht gut voran gekommen seien.

Obwohl die Hoffnung auf verbesserte Gesundheit zwar auf viele attraktiv wirkt, sehen langjährige Praktizierende die gute Gesundheit nur als „angenehmen Nebeneffekt“ an.

Sobald man es lernt, begreift man die Gründe und Ursachen für verschiedene Ereignisse im Leben, man erleuchtet verschiedene Dinge. Das Leben wird bedeutender, man fühlt sich frei und glücklich und hat mehr Kontrolle über seine eigenen Handlungen. Es ist eine ganz andere Kultur als man es gewöhnt ist,“ so Schafer.

Allerdings sagte sie, dass es auch eine Herausforderung sein kann, sich den Prinzipien der Praxis anzugleichen und sich selbst zu verbessern. „Jene, die keinen starken Willen und Durchhaltevermögen haben, werden es wahrscheinlich nicht konsequent weiterverfolgen. Selbst dann nicht wenn es überzeugende Beweise gibt,“ sagte sie.

Vier Monate nach Schafers Sturz waren die Ärzte erstaunt über ihre Genesung und fragten sie, wie es dazu kam. Schafer gab ihnen eine Falun Gong-Broschüre und bot an ihnen die Übungen zu zeigen. Die Ärzt lehnten es aber ab. Ebenso gab sie Freunden das Buch „Zhuan Falun“, aber die wenigsten blieben dabei.

„Eigentlich war das auch meine erste Reaktion, als ich von Falun Gong hörte“, gab Schafer zu. „Manchmal sage ich den Leuten, dass ich zuerst auf meinen Kopf fallen musste, um zu verstehen wie tiefgreifend es ist. Aber wenn man es einmal verstanden hat, will man es nie mehr aufgeben.“

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von cs)
Originalartikel: New Book Looks at the Science Behind Falun Gong