Nach Einnahme von Grippemedikament Tamiflu: Zweijähriger schlägt Mutter und zuckt unkontrolliert

Epoch Times25. Januar 2018 Aktualisiert: 25. Januar 2018 12:50
Das Grippemedikament Tamiflu von Roche wird aktuell mit einer Reihe von Halluzinationsfällen bei Kindern in Verbindung gebracht. Darunter der Fall eines Kindes, das in diesem Jahr versucht hat, aus dem Fenster zu springen. 

Ein Zweijähriger ist nach der Einnahme des Grippemedikamentes Tamiflu „zuckend und gewalttätig“ geworden. Zudem hat der Junge an Halluzinationen gelitten.

Kurz nachdem der zweijährige Steven Wallen aus Texas das Medikament erhalten hatte, schlug das normalerweise gutmütige Kleinkind seine Mutter ins Gesicht. Die britische „Daily Mail“ berichtete.

Halluzinationen und beunruhigende psychiatrische Symptome nach Tamiflu

In diesem Jahr sind Kinder in den USA an Grippe gestorben. Deshalb entschieden sich einige Eltern ihren Kleinen, bei den ersten Anzeichen von Krankheit, Tamiflu zu verabreichen. Doch es gab Fälle bei denen Halluzinationen und beunruhigende psychiatrische Symptome nach der Einnahme von Tamiflu aufgetreten sind. Die Symptome traten bei Steven und mindestens zwei weiteren Kindern in den USA auf – allein in diesem Monat.

Das Centers for Disease Control and Prevention CDC (Gesundheitsamt der USA) empfiehlt, „dass jeder, für den die Grippe ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen könnte – einschließlich Kinder unter fünf Jahren – sich Grippeschutzimpfungen geben lässt“. Zudem schreibt das CDC: sobald man mit dem Erreger in Berührung gekommen ist, „soll mit der Einnahme von antiviralen Grippemedikamenten“ begonnen werden.

Tamiflu, oder auch Oseltamivir, ist eines von drei Medikamenten, die die CDC für die Behandlung der diesjährigen Grippe empfohlen hat.

Ärzte verschreiben Steven Tamiflu

Auch Steven wurde Tamiflu verschrieben.

Der Junge erlitt einen Krampfanfall, worauf hin ihn seine Eltern ins Krankenhaus bringen ließen. Die Ärzte behandelten das Kind mit Medikamenten gegen die Krämpfe und diagnostizieren eine Grippe. Sie verschrieben ihm auch Tamiflu. Die Krämpfe gingen zurück, wurden aber bald durch neue, seltsame Symptome ersetzt.

„Er zuckte die ganze Nacht, in der Nacht, in der ich dort war“, sagte Josh Wallen, der Vater des Jungen. Die Ärzte hatten der Familie gesagt, dass die Medikamente gegen die Krampfanfälle Wut auslösen könnten, aber Stevens Verhalten wurde immer seltsamer.

Irgendwann überreichte das Kind seiner Mutter unsichtbare Gegenstände. Der Junge verhielt sich immer merkwürdiger und halluzinierte.

Steven begann sich nur langsam zu beruhigen, während seine Eltern Tamiflu absetzten. Nachdem die Eltern das Medikament abgesetzt hatten, verschwanden die Halluzinationen, sowie die Anfälle und das merkwürdige Verhalten.

Mädchen will nach Tamiflu aus dem Fenster springen

Jedes Jahr tauchen Berichte über starke neurologische Nebenwirkungen von Tamiflu auf. Anfang dieses Monats versuchte ein sechsjähriges Mädchen auf Tamiflu, aus einem Fenster zu springen. Eine 11-Jährige erzählte ihrem Vater nach der Einnahme von Tamiflu, dass sie „die Stimme des Teufels“ in ihrem Kopf gehört habe.

Die Food and Drug Administration FDA (Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA) schreibt auf ihrer Website, dass Kinder und Jugendliche mit Grippe „ein höheres Risiko für Anfälle, Verwirrung oder abnormales Verhalten zu Beginn ihrer Krankheit“ haben könnten.

Es heiß auch, dass diese „Symptome bei unbehandelten Grippepatienten oder bei Personen, die vor kurzem Tamiflu eingenommen haben, auftreten können“. Die letztgenannte Gruppe solle auch auf Anzeichen „ungewöhnlichen Verhaltens“ achten, so die Behörde.

Diese schwerwiegenden Nebenwirkungen sind nicht üblich, können aber zu einer unbeabsichtigten Verletzung des Patienten führen.“

Japan, aus dem die meisten Berichte über Halluzinationen nach Tamiflu stammen, hat das Medikament für Kinder und Jugendliche verboten. Der Grund: eine beunruhigende Zahl von Jugendlichen, die aus dem Fenster gesprungen und in Fahrzeuge gerannt sind. Sie versuchten, Selbstmord zu begehen – zwei von ihnen hatten die Tat vollendet. (mh)

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