Britische Corona-Fälle: Bis zu dreimal mehr Ansteckungen unter Geimpften

Neue Analysen britischer Corona-Fallzahlen zeigen, dass die Corona-Impfungen kaum Eigen- und keinerlei Fremdschutz bieten. Im aktuellen Fall bewirkt die Impfung sogar das Gegenteil: Mit jeder zusätzlichen Dosis erhöht sich die Übertragungswahrscheinlichkeit.
Titelbild
COVID-19 Impfzentrum in England. Symbolbild.Foto: iStock
Von 28. April 2022

Zunächst wurde behauptet, die COVID-19-Impfungen würden gegen Übertragung und Infektion schützen. Dann wurden immer mehr doppelt Geimpfte oder Geboosterte, positiv auf das Coronavirus getestet. Mittlerweile kennt fast jeder Geimpfte, die positiv getestet wurden.

Nun zeigen offizielle Daten der britischen Gesundheitsbehörde klar, dass keinerlei Fremdschutz besteht, denn es werden bis zu dreimal mehr Ansteckungen bei Geimpften registriert als bei Ungeimpften.

Da Großbritannien in der globalen Impfkampagne einen gewissen zeitlichen Vorsprung hatte und im Wesentlichen die gleichen Impfstoffe verimpft hat wie Deutschland, sollten diese Daten bei der Beurteilung der Effektivität der Impfstoffe unbedingt berücksichtigt werden.

Verwendete Daten

Anders als Deutschland erfasst(e) Großbritannien breitflächig Gesundheitsdaten zu Corona-Ansteckungen beziehungsweise „positiv Getesteten“ und -Verläufen in Verbindung mit dem jeweiligen Impfstatus. Daten mit ähnlich hoher Aussagekraft werden in vielen Ländern einschließlich Deutschland weiterhin vermisst.

Die folgende Auswertung bezieht sich auf Februar 2022 (KW 5–8). Leider listet der britische Bericht keine prozentualen Auswertungen zu den einzelnen Alters- und Impfstatus-Gruppen auf. Da die einzelnen Gruppen (Alter und Impfstatus) unterschiedlich eingeteilt und unterschiedlich groß sind, müssen Informationen aus zwei verschiedenen Berichten der „UK Health Security Agency“ kombiniert werden, um sinnvolle Aussagen tätigen zu können:

  • Impfquoten aus dem wöchentlichen Grippe- und COVID-Bericht [1]
  • Corona-Fälle aus dem Bericht zur COVID-19-Impfüberwachung [2]

Dabei unterscheiden die britischen Behörden, ähnlich wie in Deutschland, nicht zwischen positivem Test und Infektion bzw. Erkrankung. Da jedoch alle Gruppen mit demselben systematischen Fehler erfasst werden, wird die fehlende Unterscheidung beim Vergleich irrelevant.

Zusammen mit den Bevölkerungsanteilen und den zugehörigen Impfquoten lassen sich die Anteile der Gruppen nach Impfstatus errechnen, welche sich innerhalb der Kalenderwochen 5 bis 8 „infiziert“ haben:

Eine Pandemie der Geimpften?

Wie man in der unteren Abbildung sehen kann, sind die Infektionswahrscheinlichkeiten mit Ausnahme der Jugendlichen unter 18 Jahren in allen geimpften Gruppen deutlich höher als in der ungeimpften Population (gelbe Balken), bei den dreifach Geimpften (grüne Balken) zum Teil sogar dreimal so hoch.

Wenn diese große Gruppe der dreifach Geimpften auch noch dreimal häufiger das Virus trägt, ist stark davon auszugehen, dass diese Personengruppe auch in der großen Mehrzahl der Fälle für die Weitergabe des Virus verantwortlich ist.

Jede zusätzliche Dosis erhöht die Übertragungswahrscheinlichkeit

Eine erste kursorische Prüfung des gerade neu erschienenen Berichts (KW 9–12) ergibt ein sehr ähnliches Bild. Anfang April (KW14) hat die britische Gesundheitsbehörde die Veröffentlichung weiterer Daten eingestellt.

Obige Analyse wirft die Frage auf, ob mit jeder zusätzlichen Dosis der COVID-19-Impfungen eventuell sogar eine Erhöhung der Übertragungswahrscheinlichkeit begünstigt wird und wodurch dieser Effekt entsteht.

In jedem Fall aber folgt: Bezüglich Fremdschutz besitzen diese Impfstoffe keine Wirksamkeit und die Argumente von Solidarität und Herdenimmunität sind nichtig.

Schlussfolgerung zum Fremdschutz

Omikron wird als „Escape-Variante“ bezeichnet, die in einer weitgehend durchgeimpften Weltbevölkerung evolutionär stark begünstigt ist. Natürlich entstehende Varianten werden nach Resistenz gegen Immunschutz selektiert und setzen sich durch.

In klassischen Fachbüchern gilt: „Niemals breitflächig in eine Pandemie hinein impfen“ – denn man provoziert damit indirekt die Entwicklung von Escape-Varianten ähnlich zur Antibiotikaresistenz von Bakterien bei breitflächigem Einsatz von Antibiotika (z. B. multiresistente Krankenhauskeime, Massentierhaltung etc.).

Daraus ergeben sich folgende dringliche Fragen:
  • Wie kann für eine Impfung, die zu mehr statt weniger Ansteckungsfällen führt …
    • eine bedingte Zulassung aufrechterhalten werden?
    • eine Impfempfehlung (sogar für Jugendliche) erteilt und aufrechterhalten werden?
    • eine (Teil-) Impfpflicht gefordert werden?
  • Wie kann die Forderung nach Impfpflicht aufrechterhalten werden, wenn Impfstoffe in Bezug auf die Übertragung offenbar das Gegenteil von dem leisten, was sie eigentlich sollen?
  • Wieso gilt neuerdings die klassische Regel, dass man nicht in eine laufende Pandemie hinein impfen soll, nicht mehr?
Quellen:

[1] UK Health Security Agency (2022): „Weekly national Influenza and COVID-19 surveillance report“

[2] UK Health Security Agency (2022): „COVID-19 vaccine surveillance report“

[3] WIGES: Hinweise zur Berechnung der Infektionsprozente (pdf)

Über die Autoren:

Der Verein Wissenschaft für die Gesellschaft (WIGES) umfasst etwa 150 engagierte Wissenschaftler, Statistiker, Designer und Informatiker aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden. Erklärtes Ziel des WIGES ist es, mit Hilfe von Daten, Auswertungen und Statistiken mehr Transparenz in die Corona-Krise und deren Management zu bringen.

Dieser Artikel erschien im Original auf WIGES.org unter dem Titel: Kein Fremdschutz – Geimpfte weisen 3x mehr Ansteckungen auf als Ungeimpfte (redaktionelle Bearbeitung ts)



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