Peter Haisenko: Klima-Greta und das Ende von Lithium in 30 Jahren

Von 25. Dezember 2019 Aktualisiert: 26. Dezember 2019 10:43
Ohne Lithium geht bei den Akkus für E-Autos nichts. Obwohl Lithium nicht zu den raren Elementen gehört, ist nur eine begrenzte Menge davon wirtschaftlich sinnvoll abbaubar. So ist absehbar, wann bei ansteigendem Verbrauch das Ende erreicht ist. Das soll in 30 Jahren so weit sein.

Lithium gibt es eigentlich überall, aber in weit verbreiteten kleinen Mengen, dass man es nicht wirtschaftlich extrahieren kann. Eine Ausnahme bilden hier diverse Salzseen, über die Kontinente verteilt. Zur Extraktion sind riesige Mengen an Wasser nötig und die Umwelt um diese Salzseen leidet erheblich. Mit jeder Extraktion schwindet der Lithiumgehalt und es ist absehbar, wann es auch aus diesen Quellen nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Aus all diesen Fakten zieht die Analystenfirma MIR folgendes Fazit: „In absehbarer Zeit wird der Bedarf an Lithiumkarbonat auf eine Million Tonnen pro Jahr steigen. Damit würden alljährlich etwa drei Prozent Reserven von 35 Millionen Tonnen aufgezehrt. In ungefähr 30 Jahren wäre nichts mehr davon übrig. Weil sich aber die Konzentration des Metalls in den Salzseen durch die stetige Entnahme kontinuierlich verringert, erschöpfen sich die Vorräte noch schneller. Das in den Mineralien gebundene Lithium leistet nur einen geringen Beitrag, denn die Reserven sind klein, ihre Gewinnung ist teuer und umweltschädlich.“

„Wissenschaftlicher“ Prognosen zum Trotz: Öl gibt es immer noch und die Eiszeit ist ausgeblieben

Da haben wir also wieder einmal eine Prognose, die uns einen Mangelzustand in 30 Jahren vorhersagt. Wieder einmal? Ja, das hat offensichtlich Methode. Menschen meines Alters werden sich noch daran erinnern, wie uns in den späten 1960er Jahren in der Schule gelehrt worden ist, dass die Ölvorräte in 30 Jahren aufgebraucht sein werden.

Wir wissen heute, dass das nicht so eingetroffen ist. Aber wir armen, dummen Schüler konnten uns damals natürlich kein eigenes Urteil über diese Prognose erlauben – mangels Wissen und anderer Informationsmöglichkeiten. Schon damals waren sich die üblichen gut 95 Prozent aller „seriösen“ Wissenschaftler einig und welcher Schüler könnte sich erdreisten, dem zu widersprechen.

Der Witz ist aber, dass es auch damals Wissenschaftler gab, die dem sehr wohl widersprochen haben. Diese Information wurde uns in der Schule aber nicht vermittelt. Sie kam nämlich aus der „falschen Ecke“, von sowjetischen Wissenschaftlern, die bereits in den 1950-er Jahren eine ganz andere Theorie zur Entstehung der Öllager entdeckt hatten.

Erst in den 1970er Jahren hat man sich dann auch im Westen mit dieser Theorie befasst, nachdem im Sowjetreich nach dieser Theorie Ölfelder an Stellen entdeckt worden sind, die es nach gängiger Theorie gar nicht geben durfte. Seither sind nach der russischen Theorie viele neue Lagerstätten weltweit erschlossen worden und 50 Jahre später gibt es immer noch reichlich Öl. Die Sorgen, die wir uns damals um unsere ölfreie Zukunft machen mussten, waren unnötig. Nebenbei erwähnt, war diese falsche Prognose natürlich auch für uns ein weiterer Anstoß, die Kernenergie als gut und unverzichtbar zu erlernen. Und nein, wir sind nicht freitags auf die Straße gegangen, um gegen den Ölverbrauch zu demonstrieren. Wir brauchten das Öl ja auch als Treibstoff für unsere Mopeds.

Anfang der 1970-er Jahre gab es ein paar strenge Winter. So war es nur logisch, die nächste Eiszeit vorherzusagen. Beim „Stern“ prangte auf der Titelseite: „Die nächste Eiszeit kommt“. Natürlich nicht sofort, aber alle „seriösen“ Wissenschaftler waren sich einig, dass sie kommt. Und sie waren sich einig, dass – man darf es schon vermuten – das Kohlendioxid schuld daran ist. Es ist also gerade mal 40 Jahre her, dass CO2 genau das Gegenteil dessen bewirken sollte, was heute „unumstritten“ ist – unter „seriösen“ Wissenschaftlern.

„Seriöse“ Wissenschaftler prophezeien Ereignisse, für die es keinerlei Beweise gibt

Dann kam das „Waldsterben“. Saurer Regen sollte die Ursache sein. Da wurden Bilder aus Alaska publiziert, von Senken mit abgestorbenen Bäumen und dem Hinweis, dass sich in diesen Senken besonders viel von dem sauren Schädling angesammelt hat. Jahre später, Ende der 1980-er Jahre war ich dann in Alaska, genau an dieser Senke. Dort stand ein großes Schild mit der Erklärung, dass sich beim letzten großen Erdbeben eine Kluft aufgetan hatte, durch die Meerwasser in diese Senke gelangte und das Salzwasser den Bäumen der Garaus gemacht hatte.

Dieses Schild war unübersehbar und so wird deutlich, dass schon damals Vorfahren von Relotius unterwegs waren, die Nachrichten einfach fälschten, um ein politisches Ziel zu unterstützen. Es wurde zwar nicht so genau gesagt, dass wir in 30 Jahren keinen Wald mehr haben würden, aber es wurde schon ein ähnlicher Zeitraum genannt, der nicht der Gefahr ausgesetzt ist, dass in wenigen Jahren die Unhaltbarkeit der fatalen Katastrophenprognose bewiesen ist.

Nachdem der Wald sich hartnäckig gehalten hat, wurde die nächste Sau durchs Dorf getrieben, die uns Angst machen soll: Das „Ozonloch“. Jetzt, da man man mit Hilfe von neuen Satelliten die Ozonschicht vermessen konnte – vorher war das nicht möglich – entdeckte man, dass es am Südpol Bereiche gibt, an denen die Ozonschicht dünner ist als anderswo. Das Ozonloch war geboren und die frischen Messungen zeigten, es wird größer.

Das wurde sofort medial aufgeblasen und wieder ein Zeitraum von wenigen Jahrzehnten prognostiziert, bis wir alle wegen mangelnden Ozons am Hautkrebs sterben würden. Wieder waren sich alle „seriösen“ Wissenschaftler einig. Abgesehen davon, dass es wissenschaftlich unseriös ist, mit einer gerade erst entdeckten Erscheinung eine Prognose für die Zukunft zu extrapolieren, hat sich schnell herausgestellt, dass die Ozondichte am Südpol natürlichen Schwankungen unterworfen ist. So wissen wir heute, dass dieses ominöse Ozonloch mal größer und mal kleiner ist. Aber auch mit dem Ozonloch ist Politik gemacht worden. Den 99 Prozent „seriöser“ Wissenschaftler sei Dank!

Allen vier beschriebenen Vorgängen war gemein, dass man kaum wagen durfte, Zweifel anzumelden, geschweige denn zu widersprechen. Schließlich waren sich ja (fast) alle „seriösen“ Wissenschaftler einig und damit bin ich bei Klima-Greta. Man muss schon ähnlich bescheuert sein wie Gröneschreier, der „Kinder an die Macht“ fordert, wenn man Greta ernst nimmt.

So, wie wir im Pubertätsalter definitiv nicht in der Lage waren, aus eigenem Wissen und Können zu beurteilen, dass die 30-Jahresprognose für das Ende des Öls nicht zutrifft, so wenig können es Greta und ihre Jünger heute mit der „Klimakatastrophe“, die uns auch innerhalb von Jahrzehnten überfluten und verkochen soll. Ja natürlich erst nach Jahrzehnten, denn der Nachweis, dass es wahrscheinlich anders kommt, kann auch erst nach Jahrzehnten erbracht werden. Bis dahin kann weiter Angstpolitik gemacht werden.

Schon manchen Wissenschaftler hat die Wahrheit den Kopf gekostet

Wes Geistes Kind muss man sein, ein junges Gör zur Ikone zu erheben, das nichts anderes kann, als das nachzuplappern, was man ihr eingetrichtert hat? Wäre es vorstellbar gewesen, dass einer von uns damals Jungen vor die UN-Versammlung treten dürfte, um zu heulen, wie „ihr“ es wagen könnt, unser Öl einfach zu verbrauchen und uns so die Zukunft zu stehlen? Nein, wir wären vielleicht auf die Straße gegangen, wenn man uns das Moped- und später das Autofahren versagt hätte, weil das Öl in wenigen Jahrzehnten ausgehen könnte.

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Aber genauso wahrscheinlich wäre gewesen, dass wir auch das nicht tun, eben weil wir es nicht besser wissen konnten. Und das, weil schon damals Wissenschaftler einfach abgebürstet worden sind, die dem fundiert widersprochen haben. Das hat man uns nicht gelehrt und so hatten wir nicht den Hauch einer Chance, uns ein differenziertes Bild zu machen. Nicht anders ergeht es den Schülern heute.

Wissenschaft kann nicht demokratisch sein und eine These wird nicht stichhaltiger, wenn angeblich eine Mehrheit diese vertritt. Scheiße kann nicht schlecht schmecken – Milliarden Fliegen können nicht irren! Spaß beiseite, aber genau darum geht es letztlich. Mancher kluge Kopf hat seinen verloren, weil er „leugnete“, dass die Erde eine Scheibe ist. Auch darüber waren sich damals alle „seriösen“ Wissenschaftler einig und es bedurfte einer langen, soliden Ausbildung und Forschung, um das Gegenteil erkennen zu können.

Kopernikus und Galileo Galilei waren im reifen Alter, als sie mit ihren Erkenntnissen der Wahrheit reüssieren konnten. Wobei Kopernikus selbst sein Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ erst in seinem Todesjahr 1543 zu veröffentlichen wagte, und das auch nur als Schrift für Astronomie-Mathematiker. Erkannt hatte Kopernikus diese Wahrheit bereits fast 40 Jahre früher. Ja, die Wahrheit kann tödlich sein, wenn sie den Mächtigen nicht gefällt.

Katastrophen an die Wand zu malen, hilft der Welt nicht weiter

Doch zurück zu Greta und dem Lithium. Wenn wir also die wundersam klimafreundlichen E-Autos so weiter bauen, wird das Lithium in 30 Jahren ausgehen. Was dann? Ist doch egal, ist ja noch lange hin. Ob es bis dahin gelingen wird, das Lithium aus den Akkus wieder von den anderen hochgiftigen Stoffen zu trennen, die man für die Akkus braucht? Egal, ist ja noch lange hin. So ist das, mit Prognosen, die 30 Jahre in die Zukunft reichen sollen.

Und ja, heute kann noch niemand, schon gar nicht „seriöse“ Wissenschaftler, vorhersagen, ob bis dahin eine brauchbare Technologie auch dafür erfunden ist oder gar ganz neue Formen der Energiegewinnung. Greta und ihre Jünger erst recht nicht. Gerade die sollten lieber in die Schule gehen, studieren und dann daran mitarbeiten, wie die Zukunft gestaltet werden kann. Bis dahin Maul halten, im Wissen um ihr Unwissen, anstatt auf die Straße zu gehen und unreflektiert etwas nachzuplappern, das man selbst weder beurteilen noch verifizieren kann.

Was bleibt, ist die bewährte Methodik, Katastrophen an die Wand zu malen, die erst Jahrzehnte später eintreffen sollen und damit Politik zu machen. Neu ist allerdings, dafür ein unschuldiges und leicht behindertes Kind zu missbrauchen. Neu ist auch, dass „man“ sich einig ist, dass es nur gut sein kann, wenn Heranwachsende endlich den Erwachsenen ihre Dummheit vor Augen führen. Halbe Kinder, die mitten in einem unvollständigen Lernprozess stehend nicht in der Lage sind, ihr Anliegen mit eigenen Argumenten fundiert zu verteidigen.

Unerträgliche Respektlosigkeit vor der älteren Generation

Dass die Jungen gegen die Methoden und Prinzipien der Alten opponieren und alles anders, besser machen wollen, ist normal. Das war schon immer so, von Generation zu Generation. Neu hingegen ist die vollkommene und unerträgliche Respektlosigkeit vor der „Weisheit des Alters“ und der Erwachsenen ganz allgemein. Auch hier hat sich die ach so tolle „Fridays-For-Future-Bewegung“ hervorgetan mit einem Tweet voller Verachtung und pauschaler Verunglimpfung gegenüber der älteren Generation: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“, haben sie vor zwei Tagen getwittert. Das hat mit pubertärem Überschwang und jugendlicher Aufsässigkeit überhaupt nichts mehr zu tun. Das ist nur noch bösartig, gemein, überheblich und in keiner Weise zu tolerieren. Was bilden sich diese Gören ein?!

Andererseits wundert mich das wenig, denn wenn ich ansehen muss, von welchen Personen unser Land „geführt“ wird, kann ich keine Vorbilder erkennen, denen nachzueifern, es sich lohnen könnte. Wie soll man Erwachsene auch ernst nehmen, die ein leicht behindertes Mädchen derart hofieren, nur weil sie mit bester PR ideologisch passend aufgebaut worden ist und jede freie Diskussion abwürgen, mit dem religiösen „Argument“ der Leugnung? Was wird also sein in 30 Jahren? Ich weiß es nicht, ja nicht einmal, was der morgige Tag bringen wird. Das kann mir aber keine Angst machen, denn so ist nun mal das Leben.

Zuerst erschienen auf www.Anderweltonline.com

Peter Haisenko, Verkehrspilot, war nach seiner Ausbildung bei der Lufthansa 30 Jahre im weltweiten Einsatz als Copilot und Kapitän.  Seit 2004 ist er tätig als Autor und Journalist. Er gründete den Anderwelt Verlag. www.anderweltonline.com/

 

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