Und so beginnt es….

Von 22. Mai 2019 Aktualisiert: 22. Mai 2019 20:34
Zwei Jahre lang ermittelte Sonderermittler Robert Mueller gegen Donald Trump und sein Wahlkampfteam und fand keine Beweise gegen sie. Inzwischen wird untersucht, ob die vorangegangenen Ermittlungen rechtlich überhaupt zulässig waren oder sich am Ende als Verschwörung gegen Trump herausstellen. Ein Kommentar von Gastautor Brian Cates, Epoch Times USA.

Am 11. Mai verließ Rod Rosenstein das Justizministerium nach einer 29-jährigen Karriere. Am 13. Mai wurde bekannt, dass Generalstaatsanwalt William Barr den US-Staatsanwalt für Connecticut John Durham beauftragt hat, die Ursprünge der Ermittlungen gegen die Trump-Kampagne zu untersuchen.

Das bedeutet, dass Durham die Beweise erhalten wird, die die Teams unter DOJ-Generalinspektor Michael Horowitz und des US-Staatsanwalts für Utah John Huber seit mehr als eineinhalb Jahren sammeln.

Trotz allem, was Sie vielleicht von einigen Medienkommentatoren hören, wird Durham keine völlig neue Untersuchung ohne Grundlage anstellen. Während einige weiterhin darauf bestehen, dass bis vor 10 Minuten, als Barr auftauchte, nichts passiert ist, ist die Wahrheit aber ganz anders.

Untersuchungen zu den Spygate-Beteiligten und Durchstechern, wie dem ehemaligen FBI-Direktor James Comey, dem ehemaligen stellvertretenden FBI-Direktor Andrew McCabe, dem ehemaligen FBI-Hauptberater James Baker und vielen anderen, wurden bereits vor langer Zeit begonnen. Durham wird der unmittelbare Begünstigte all dieser harten Arbeit sein. Seine Ernennung durch Barr bedeutet, dass viele Dinge, die aus dem Blickfeld genommen wurden, langsam ans Tageslicht kommen werden.

Erinnern Sie sich an Hubers Rolle?

Viele Medienkommentare, die ich in den letzten zwei Tagen gesehen habe, übersehen völlig den Sinn, warum Jeff Sessions Bundesstaatsanwalt John Huber eingesetzt und ein Team von Staatsanwälten gebildet hat, um Horowitz bei seinen Spygate-Ermittlungen zu unterstützen.

Es war damals am 29. März 2018, als Sessions einen Brief an die Abgeordneten verfasste, die den Vorsitz in den verschiedenen Senats- und Hausausschüssen führten, dass er Huber ernannt hatte, um im Tandem mit dem Büro von Horowitz zu arbeiten. Dieser Brief wurde von Sessions als Antwort auf einen Brief geschrieben, den er von Senator Chuck Grassley (R-Iowa), Rep. Robert Goodlatte (R-Va.) und Rep. Trey Gowdy (R-S.C.) erhalten hatte, in dem sie die Ernennung eines Sonderermittlers forderten, um die Herkunft des Schwindels über die Trump-Russland-Verbindung zu untersuchen.

In diesem Schreiben erklärten Sessions Folgendes:

Wie in dem Schreiben vom 13. November 2017 an den Justizausschuss des Hauses, vom stellvertretende Generalstaatsanwalt Stephen E. Boyd vermerkt ist, habe ich bereits einige leitende Bundesstaatsanwälte angewiesen, bestimmte vom Ausschuss angesprochene Fragen zu prüfen.“

Sessions schrieb dann: „Insbesondere habe ich den US-Staatsanwalt John W. Huber gebeten, diese Bemühungen zu leiten.“

So wurde eine unbekannte Anzahl von Oberstaatsanwälten unter Hubers Führung zu einem Team zusammengestellt. Um was genau zu tun?

Sessions verdeutlicht das, im Weiteren:

„Herr Huber führt seine Arbeit außerhalb des Washington D.C. Bereichs und in Zusammenarbeit mit dem Generalinspektor durch. Die in Ihrem Schreiben vom 6. März 2018 aufgeworfenen zusätzlichen Fragen fallen in den Anwendungsbereich seines Mandats und ich bin zuversichtlich, dass die Überprüfung von Herrn Huber eine umfassende, vollständige und objektive Bewertung dieser Fragen in einer Weise enthalten wird, die mit dem Gesetz und den Fakten vereinbar ist.“

Ich werde regelmäßig von Herrn Huber informiert und nach Abschluss seiner Prüfung seine Empfehlungen erhalten, ob Angelegenheiten, die derzeit nicht untersucht werden, als Ermittlungssache eröffnet werden sollten, ob die derzeit untersuchten Angelegenheiten weitere Ressourcen erfordern oder ob Angelegenheiten die Ernennung eines Sonderermittlers erfordern.“

So verrichtet dieses spezielle Team von Oberstaatsanwälten, an dessen Spitze Huber steht, seine Arbeit weit außerhalb Washingtons, was ein wichtiger Grund dafür ist, dass die üblichen Washingtoner Leckage-Kulturverdächtigen im Kongress und in den Nachrichtenmedien nicht in der Lage waren, Details davon zu erfahren.

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Als Generalinspekteur des DOJ hat Horowitz außerhalb der Behörde nur begrenzte Befugnisse. Er hat keine Möglichkeit, Menschen strafrechtlich zu verfolgen, die nicht mehr dort tätig sind, wie zum Beispiel ehemalige DOJ- und FBI-Mitarbeiter, die gefeuert wurden oder die die Zeichen an der Wand sahen und schnell zurücktraten und ab Anfang 2017 gingen. Das hat sie zwar außerhalb der Reichweite von Horowitz gebracht, aber nicht außerhalb der von Huber.

Während Horowitz tief in die Aktivitäten derjenigen eindringen konnte, die an den Trump-Russland bezogenen Ermittlungen innerhalb des DOJ und im FBI während der Wahlen 2016 und darüber hinaus beteiligt waren, hatte er sehr begrenzte Möglichkeiten, als es darum ging, andere Bundesbehörden und Agenturen wie die CIA oder das Außenministerium zu untersuchen. Beide, mit Beamten die eine Schlüsselrollen in diesem Skandal spielten.

Es sei auch daran erinnert, dass mehrere nichtstaatliche Stellen in Spygate eine entscheidende Rolle spielten, darunter private Dienstleister wie Fusion GPS.

Da Horowitz keine Zeugen oder Aufzeichnungen außerhalb des DOJ vorladen konnte, konnte Huber es, weshalb Sessions dieses Team von Oberstaatsanwälten bildete und Huber dann damit betraute.

Während viele davon ausgehen, dass eine Untersuchung, die aus dem DOJ heraus durchgeführt wird, in nur wenigen Monaten abgeschlossen werden kann, ist das oft nicht der Fall. Einige Untersuchungen können Jahre dauern.

Diejenigen, die in den Spygate-Plot verwickelt waren, um eine Präsidentschaftskampagne auszuspionieren und dann zu versuchen, einen Putsch gegen eine angehende Präsidentschaft zu inszenieren, mussten zuerst ihren besten Schuss auf Trump abgeben. Comey bekam den Sonderermittler, den er nominieren wollte und zwei Jahre lang führte das dazu, dass sie glaubten, sie hätten Trump am Wickel.

Jetzt sind es die Plotspezialisten, die überprüft werden sollen. Sie sollten besser ihre Lenden gürten. [Im Sinne von: Sie sollten sich besser warm anziehen.]

Brian Cates ist ein Schriftsteller aus Südtexas und Autor von „Nobody asked For My Opinion … But Here It Is Anyway!“. Er ist auf Twitter unter @drawandstrike erreichbar.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von al)
Originalartikel: And So It Begins …

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.