Niederländische Bäuerin: Ohne Landwirte keine Lebensmittel – die Menschen werden es merken

Ernährungskrise, Abschaffung der Landwirtschaft und das Bauernsterben rücken durch aktuelle Proteste mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. All dem liegt eine Agenda zugrunde, die über die individuellen Bedürfnisse oder regionale politische Entscheidungen hinaus eine internationale Dimension hat, an deren Ende der Nahrungskette die Bauern geopfert und Insekten-Burger auf der Speisekarte stehen sollen.
Titelbild
Roman Balmakov, Moderator und Regisseur von Facts Matter, bei der Weltpremiere der Epoch Times-Dokumentation „No Farmers No Food: Will You Eat The Bugs?“ in Irving, Texas.Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times
Von 14. Januar 2024

Ab sofort ist die originale Epoch-Times-Dokumentation „Ohne Bauern kein Essen – bereit für Insekten auf dem Teller?“ verfügbar. Der Titel, im Original „No Farmers no Food – Will You Eat the Bugs?“, dampft gleich auf den Kern zusammen, worum es geht: Hier werden Themen verknüpft, die Otto Normalverbraucher bislang wohl kaum so zusammenbringt. Während das Wort „Lebensmittelknappheit“ oder „Bauernsterben“ und auch zunehmend aufflackernde Bauernproteste aktuell in aller Munde sind, haben wohl die wenigsten im Alltag auf dem Plan, dass zu dem dazugehört, dass bald Insekten als Nahrungsmittel in aller Munde sein sollen.

EpochTV-Moderator Roman Balmakov reist zu den ersten Brandherden der aufkommenden Lebensmittelkrise, die wie ein weltumspannendes Netz verbunden sind mit der Umsetzung der UN-Agenda der „Nachhaltigkeit“.

Bauernproteste in Holland betreffen uns alle

Die Reportage kommt schnell zu den Bauernprotesten in Holland, erklärt Hintergründe mit hochwertigen Grafiken und O-Tönen von Betroffenen und Experten, bis schnell klar wird: Hier wird nicht nur ein ganzer Berufsstand, Existenzen und Eigentum vernichtet, sondern auch die Lebensmittelversorgung aufs Spiel gesetzt wird – über die Grenzen des Landes hinaus.

Am Beispiel der Niederlande wird gleich am Anfang in der Reportage die Frage gestellt, die in ihrer Widersprüchlichkeit einen Kern der Problematik erfasst: „Bereits vor einem Jahr wurde über eine mögliche weltweite Lebensmittelknappheit diskutiert, trotzdem überraschte die niederländische Regierung mit einer Planung, die im Wesentlichen 30 bis 50 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe im Land auslöschen würde. Wie kann das sein?“

Die Antwort darauf zieht sich wie ein roter Faden über die Krisen-Hotspots des Globus, wo sich die Lebensmittelknappheit bereits ankündigt: Man folgt den Richtlinien der EU oder international aufgerufenen Agenden, wie der Agenda 21.

Dieser „UN-Masterplan für die Menschheit“ wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Heutzutage wird er oft als Agenda 2030 bezeichnet, wie das Jahr 2030. Bis dahin sollen von der Politik weltweit die von der UN festgelegten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung umgesetzt und erreicht werden.

Dazu gehören die Beseitigung der Armut und die Geschlechtergleichstellung.

Niederländische Bauern haben mit Auflagen zu kämpfen, die für viele das Aus für ihre Existenz bedeutet. „Weil die Regierung das Land will“, vermutet dieser Bauer im Film die Beweggründe. Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times

Globale Politik statt globale Erwärmung als Krisentreiber

Die Agenda 2030 kann als eine Art Vorlage oder Richtlinie betrachtet werden. Zwar existiert kein spezielles Gesetz, das die „Agenda 2030“ entsprechend verankert. Aber bestehende Vorschriften wie das Wasserhaushaltsgesetz von 1972 beispielsweise sollen angepasst werden, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen.

Auch in den Niederlanden hat sich die Regierung an eine Vereinbarung mit der EU aus den 1990er-Jahren gehalten, die unter anderem Klee schützen sollte und deshalb jetzt bis 50 Prozent der niederländischen Bauern enteignet.

Einige der mächtigsten Organisationen weltweit sagen, die Landwirtschaft, insbesondere die Tierhaltung, treibe die globale Erwärmung an. Diese Erwärmung führe zu hohen Lebensmittelpreisen und Knappheit.

Als Lösung soll das Umschwenken von Nutztieren wie Rind, Huhn und Schwein auf Insekten wie Grillen, Ameisen und Mehlwürmer den Temperaturanstieg stoppen, die Preise senken und vielleicht sogar den Planeten retten. Und dafür wird es zwangsläufig Bauernopfer geben.

Du bist, was Du isst

In den Niederlanden kommt auch ein „Mehlwurmbauer“ zu Wort, der die Gunst der Stunde nutzt und das neue Geschäftsmodell mit 500 Kilo Insektenverarbeitung pro Tag bereits umsetzt. Bislang gibt es davon allein in den Niederlanden 20 – ein wachsender Markt. Alex Newman, preisgekrönter internationaler Journalist, legt dar, dass auch diese Ideen nicht neu, sondern mutmaßlich von langer Hand eingefädelt sind:

„Schon im Jahr 2013 veröffentlichte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen bizarren Bericht, in dem es hieß, dass die Westler Käfer essen sollten. Das stieß auf Widerstand, denn Käfer sind ekelhaft.“ Deshalb wurde eine intensive Medienkampagne auf den Weg gebracht, um die Menschen davon zu überzeugen, dass sie damit den Planeten retten würden: Im Film sieht man die Schauspielerin Nicole Kidman genüsslich einen Wurm essen. Jan Böhmermann zog erst in jüngster Vergangenheit in Deutschlands Öffentlich-Rechtlichen nach.

Journalist Newman rechnet damit, dass die Menschen, wenn Lebensmittel knapp und teurer werden, sagen: „Meine Kinder haben Hunger, ich kann mir kein Steak mehr leisten, also gut, dann esse ich eben diese Grillen.“

Roman Balmakov sprach mit vielen Bauern in Holland, Sri Lanka und den USA. Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times

Insekten essen gegen den Klimawandel?

Nicht nur die Bauern, auch die Experten, die in der Hintergrundreportage zu Wort kommen, erzählen aber eine ganz andere Geschichte: Hohe Preise und Lebensmittelknappheit entstehen nicht durch die globale Erwärmung, sondern durch eine globale Umweltpolitik, die bereits vor 30 Jahren konzipiert wurde. Deren Durchsetzung erfordert viel Einfluss von internationalen Institutionen wie der UNO und Kontrolle durch Regierungen, die mitziehen.

Wie in Sri Lanka, wo der Moderator nach Holland seinen ersten Stopover macht. Hier hat die sozialistische Regierung die Agenda 2030 mit einem strengen landwirtschaftlichen Mandat vorangetrieben, das nun droht, das Leben der Landwirte zu zerstören und das Land durch das Verbot der Einfuhr von Kunstdünger, Pestiziden und Unkrautvernichtungsmitteln in eine beispiellose Krise gestürzt hat.

Mehr als sechs Jahrzehnte war der Reisanbau des Agrarlandes auf Kunstdünger ausgerichtet. „Die Kunstdüngerabschaffung ohne Übergangsprozess war, als würde man dem Tisch zwei Beine wegnehmen“, so Prof. Buddhi Marambe von der Universität Peradeniya, Fakultät für Landwirtschaft. Die Wirtschaft Sri Lankas schrumpfte 2022 um acht Prozent.

Ernähren wir uns bald vermehrt von Insekten? Szene bei der Vorstellung des Films. Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times

Umweltpolitik, die vor über 30 Jahren konzipiert wurde

Fast wie am Rande tauchen die eigentlichen Protagonisten der „Lebensmittelkrise“ – die Antreiber und Umsetzer – mit kurzen Statements auf.

Die Strippenzieher der Entwicklung, wie Ursula von der Leyen, Klaus Schwab oder Bill Gates, kommen nur kurz aus dem Schatten hervor – wie im richtigen Leben – wahlweise für ein paar Worte oder um den großen, nachhaltigen Neustart zu proklamieren oder den Kauf von massenhaft Weideland in den USA zu bestätigen. Um dann schnell wieder zurück abzutauchen, um im Verborgenen ein weltweites Netz weiterzuspinnen, während die Menschen, die Bauern weltweit unter den Entscheidungen leiden.

Insofern ist „Ohne Bauern kein Essen – bereit für Insekten auf dem Teller?“ nicht nur ein inhaltlich hochinteressantes Lehrstück, sondern spiegelt auch in seiner Machart die Metastruktur der Problematik wider, was sie zusätzlich wirken lässt.

Eine spannend erzählte Reportage, bei der schnell klar wird, dass es am Ende nicht nur um die Existenzen der Bauern geht und auch nicht darum, ob eine „Klimakrise“ zur „Lebensmittelkrise“ führt – sondern darum, dass die Kontrolle der Nahrung die Kontrolle der Menschen bedeutet. Und von langer Hand aus dem Schatten heraus eingetütet wird.

Manche der Bauern, die um Ressourcen wie Wasser, Weiden und Tiere und damit um ihren Beruf kämpfen, sind erklärterweise zu politischen Aktivisten geworden. Wie die niederländische Landwirtin Nynke Koopmans, die auf die Frage „Gibt es noch Hoffnung in dieser Situation?“ antwortet: „Ja, sicher, ja: keine Landwirte, keine Lebensmittel. Sie werden es merken.“
Hier gehts zur Dokumentation:

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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