Ankunft des Shen-Yun-Ensembles am Frankfurter Flughafen am 5. Januar 2022.Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Shen Yun-Tourstart in Köln: Klassische Tänze, inspirierende Geschichten, himmlische Musik

Von und 7. Januar 2022 Aktualisiert: 7. Januar 2022 19:34
Zahlreiche Kulturliebhaber mussten wegen der Pandemie warten. Viele haben noch ihre weiterhin gültigen Karten aus den Jahren 2020 und 2021 behalten. Doch das Warten hat ein Ende. Trotz Pandemie. Trotz Restriktionen. Shen Yun kommt aus den USA nach Europa und in die ganze Welt. Am Freitag ist Auftakt der Europatournee im Kölner Musical Dome.

Nach zwei Jahren ist es endlich wieder so weit. Die US-amerikanische Tourneegruppe Shen Yun ist mit ihrem Programm aus Tanz, Musik und darstellender Kunst wieder auf Deutschlandtour. Nachdem die Gala-Veranstaltungen im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausfallen mussten und auch 2020 die Tournee vorzeitig abgebrochen werden musste, haben in diesem Jahr die Zuschauer die Gelegenheit, dieses einzigartige Erlebnis nachzuholen. Trotz der angespannten Pandemielage entschied die Bundesregierung, dass die Theater geöffnet bleiben aufgrund der Wichtigkeit, „Kultur als einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander“ zu begreifen – wenn auch unter bestimmten Sicherheitsbedingungen.

„Welcome Shen Yun“

Am Mittag des 5. Januar landeten die Tänzerinnen und Tänzer, die Mitglieder des Live-Orchesters und alle anderen vor und hinter der Bühne Mitwirkenden am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens mit einer Maschine aus New York. Dass es sich um eine weltbekannte Tanzkompanie handelt, wurde auch deutlich, weil zahlreiche Fans in der Empfangshalle des Flughafens mit Transparenten, Schildern und vielen Blumen auf die Ankunft der Künstler warteten und sie mit Jubel empfingen, als sich die Sicherheitsschleuse öffnete.

Die Fans zeigten ein großes Banner mit „Welcome Shen Yun“ und zusätzlich chinesischen Schriftzeichen. Andere hatten „I Love Shen Yun“ und Ähnliches auf Plakate geschrieben. Viele Fans überreichten Blumen.

Unter den Fans befand sich auch ein pensionierter Polizeibeamter. Er meinte, die Show treffe ins Herz. „Gerade jetzt, während der Epidemie, kann Shen Yun Hoffnung bringen“ und die Menschen aus der traurigen Lage herausholen. Frau Tang bestätigte, dass sie ein wunderschönes Gefühl während der Show vor zwei Jahren gehabt habe, das sie in jeder Hinsicht beflügelt habe.

Frau Zhu, die in einem Frankfurter Vorort lebt, meinte, dass Shen Yun sie stolz macht, Chinesin zu sein: „Diese Show ist etwas ganz Besonderes und Magisches“, so Frau Zhu. Sie könne die Menschen dazu bringen, ihre Sorgen zu vergessen und Schwierigkeiten zu überwinden. Sie freut sich darauf, die Show ihren Freunden und Kollegen vorzustellen und fährt am Freitag zur Premiere nach Köln, zusammen mit Familienangehörigen als ein Neujahrsgeschenk.

Ein deutscher Fan am Flughafen schwärmte nicht nur von der Farbenpracht der Szenen und Kostüme und den alten traditionellen Werten, er hat auch eine spirituelle Parallele zwischen der alten chinesischen Kultur und der westlichen Kultur entdeckt: „Diese Vorstellung von der Einheit von Himmel und Mensch unterscheidet sich von der unseren, aber wir Europäer haben auch einen Glauben an Gott und können uns damit identifizieren.“

Chinesische Kultur, aber nicht „Made in China“

Obwohl die Tanzgruppe vorwiegend aus chinesischen Künstlern besteht und ihr Programm in die jahrtausendealte kulturelle Geschichte Chinas führt, kommt das Ensemble aus den USA. Das hat auch seinen Grund. Auf der Website der Kompanie steht: „China vor dem Kommunismus“. Es verdeutlicht, dass es einen gravierenden kulturellen Unterschied zwischen der Zeit vor und nach der Machtergreifung der Kommunisten im Reich der Mitte geben muss.

John Perry, der amerikanische Moderator der Show, zeigte sich tief bewegt von dem Empfang in Deutschland: „Shen Yun bringt 5.000 Jahre traditioneller chinesischer Kultur zurück“, erklärte der junge Mann. Man zeige diese Kultur der Welt, wie sie war, bevor sie von der Kommunistischen Partei in China zerstört wurde. Die Chinesen hätten früher ihre Kultur als gottgegeben betrachtet, die auch Elemente der persönlichen Verbesserung enthielt.

Dies versuche die Show mit ihren Tänzen, den Geschichten und der Musik den Zuschauern zu vermitteln. Perry sprach von Werten wie Loyalität und Barmherzigkeit. Die Show nehme das Publikum mit in die Geschichte Chinas, in den Himmel und wieder zurück auf die Erde: „Shen Yun zu sehen, ist wie eine erstaunliche Reise, die es einem ermöglicht, die Wunder der chinesischen Kultur wirklich zu erleben.“

Um diesen hohen Standard zu erreichen, müssen die Darsteller hohe Anforderungen an sich selbst stellen, wie Angela Lin, eine der Tänzerinnen, am Flughafen erklärte. Das betreffe auch Moral und andere Aspekte wie beispielsweise gute Menschen zu sein, „damit wir das, was wir ausdrücken wollen, dem Publikum perfekt präsentieren können“. Die tänzerischen Bewegungen würden tatsächlich den Standard des Einzelnen widerspiegeln, erklärte Lin dem US-Sender NTD in einem Interview am Flughafen.

Dirigentin Li Xuan klärte über das Orchester des Ensembles auf: „Das Besondere am Shen Yun Orchester ist, dass es die traditionellen westlichen Instrumente mit chinesischen Volksinstrumenten ergänzt“, wobei die westliche Orchestrierung die östlichen Melodien untermale. Auch in der Musik spiegele sich die traditionelle chinesische Kultur wider. Frau Li spricht von fünf Tönen, die fünf Elementen und fünf Körperorganen entsprächen. Diese Musik könne das Publikum in eine Welt der Schönheit versetzen, die sowohl Körper als auch Geist wohltue.

 

Shen Yun tourt durch Europa

In den USA tourte Shen Yun bereits seit Saisonbeginn Oktober und trotz Pandemie meist vor ausverkauftem Haus. Begeisterte Kritiken sprechen von einer „Must see“-Show. In Deutschland entwickelte sich die Show in den letzten Jahren vom absoluten Geheimtipp hin zum bewunderten Schmuckstück in großen Opernhäusern und Theatern. Die diesjährige Tournee in Europa beginnt am Freitag, 7. Januar, mit mehreren Veranstaltungen im Musical Dome in Köln.

Weiter geht es dann unter anderem im Palais des Congrès in Paris, im Großen Festspielhaus von Salzburg, der Grazer Oper und im Grand Théâtre de Provence in Aix-En-Provence. Unter den zahlreichen weiteren, über Europa verteilten Spielorten befinden sich auch London, Wien, Prag und Nizza, das Arcimboldi-Theater in Mailand, das Teatro Regio in Parma und das Teatro Verdi in Florenz. Auch das Teatro Massimo in Palermo, das drittgrößte Opernhaus in Europa, stellt seine Bühne für das farbenprächtige Kulturhighlight zur Verfügung.

In Deutschland heißt es nach Köln erst einmal bis März und April warten. Dann stehen Aufführungen in Mülheim an der Ruhr, Bremen und in Berlin in der Deutschen Oper und dem Stage Theater am Potsdamer Platz ins Haus. Im Mai geht es dann weiter nach Füssen ins Festspielhaus Neuschwanstein, ins Mannheimer Nationaltheater und nach Frankfurt am Main. Fast 40 Städte in zehn europäischen Ländern stehen auf dem Tourneeplan, der am 30. Juni im Politeama Rossetti in Triest endet.



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