Während der Eröffnungszeremonie der Chinesischen Politischen Konsultativkonferenz des Volkes (CPPCC) in Peking am 21. Mai 2020 fotografiert eine Gruppe von Männern während der Verdunkelung des Himmels am Nachmittag in einer Gasse südlich des Platzes des Himmlischen Friedens ein herannahendes Gewitter.Foto: GREG BAKER/AFP über Getty Images

Chinas Volkskongresse und außergewöhnliches Unwetter: In Peking wird der Tag zur Nacht (+ Videos)

Epoch Times21. Mai 2020 Aktualisiert: 23. Dezember 2020 12:17

Donner, Blitz, Gewitter, sintflutartige Regenfälle und Hagel – um 15 Uhr verdunkelte sich der Himmel in Peking und am Nachmittag war es schwarz wie die Nacht.

Genau um diese Zeit eröffnete die chinesische Zentralregierung den Nationalen Volkskongress (chin. Name: „Lianghui“) in Peking. In den sozialen Medien Chinas kursierten viele Videoaufnahmen, die diese außergewöhnlichen Phänomene dokumentieren. Die Internet-Benutzer kommentieren eifrig:

Eine solche außergewöhnliche Himmelserscheinung deutet unvermeidlich auf ein großes Geschehen hin – ein Zeichen für eine Katastrophe“, meinten viele Internetnutzer.

„Langhui“ ist die zentrale Versammlung der Kommunistischen Partei Chinas, bei der nationale politische Beschlüsse getätigt werden. In der Regel nehmen mehr als 5.000 Delegierte aus dem ganzen Land an dem Kongress teil.

Peking, 15 Uhr:

Peking, 15:30 Uhr:

Peking, 15:40 Uhr: 

Peking, 15:50 Uhr: 

Peking, zwischen 15 und 16 Uhr: 

Peking, 15:45 Uhr: Hagel

Die Wettervorhersage sagte bereits nach 14 Uhr Hagel in den Pekinger Bezirken Mentougou, Fangshan, Shijingshan und Fengtai voraus. Am Abend erwartete die meteorologische Behörde in Peking bis 21 Uhr Gewitterschauer, starken Regen sowie kurzzeitige Stürme der Windstärke 7 und Hagel.

„Himmlische Erscheinung“

Traditionellerweise wurden „Himmelserscheinungen“ oder Katastrophen als Zeichen dafür gesehen, dass die herrschende Dynastie das Mandat des Himmels verloren hatte. Sie wäre dem Untergang geweiht und würde bald von einer neuen abgelöst. So häuften sich am Ende der Ming- (1368-1644) und Qing-Dynastien (1649-1911) Aufstände, Hungersnöte, Epidemien und Katastrophen. Im Jahr 1976 kündigte das Tangshan-Erdbeben, das mit bis zu 650.000 Opfern als das verheerendste des 20. Jahrhunderts gilt, den Tod Mao Zedongs an.

Entsprechend dieses kulturellen Hintergrundes fällt die Bewertung der User aus:

„Bezeichnet selbst der Himmel das Regime als das schwärzeste Regime der Geschichte?“

„Ein Treffen der Unterwelt wird gefeiert.“

„Der Himmel warnt, der Himmel ist zornig.“

Einige Internet-Benutzer riefen direkt: „Der Himmel vernichtet die Kommunistische Partei Chinas!“

Andere verglichen das Wetter während der beiden Sitzungen der Kommunistischen Partei Chinas am 21. Mai mit dem Wetter während der Vereidigung von Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen am 20. Mai.

„Gestern (20. Mai) bei der Einweihung von Tsai Ing-wen ist nicht nur der Taifun, der laut Wettervorhersage auf die Insel treffen sollte, verschwinden, sondern auch der Dauerregen im Mai hat auf magische Weise aufgehört! Und die beiden heutigen Kongresse in Peking verwandeln den Himmel an einem angeblich schönen, frühlingshaften Maitag in die dunkle Nacht mit Hagel, Donner und Blitzen… Es ist wirklich ein starker Kontrast im himmlischen Willen!“

Darüber hinaus argumentieren einige, dass die Dunkelheit in Peking „ein Zeichen dafür ist, dass Xi Jinping von seinem Pferd heruntergezogen wird“. (mz)

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion