22 Jahre Unterdrückung: USA sanktionieren chinesischen Beamten für die Verfolgung von Falun Gong

Von 14. Mai 2021 Aktualisiert: 14. Mai 2021 16:01
Die spirituelle Disziplin Falun Gong ist weltweit bekannt und beliebt. Nur in China sind die Praktizierenden der buddhistischen Meditationspraxis einer verheerenden Verfolgung durch das kommunistische Regime ausgesetzt.

Das US-Außenministerium kündigte Sanktionen gegen einen Beamten der Kommunistischen Partei Chinas wegen der Verfolgung von Falun Gong an. Die brutale Unterdrückung der spirituellen Praxis durch das Regime in Peking läuft nun seit fast 22 Jahren.

Die Sanktionen verbieten Yu Hui, dem ehemaligen Direktor einer Behörde, die speziell mit der Verfolgung von Falun Gong in der Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan beauftragt ist, die Einreise in die Vereinigten Staaten. Die Sanktionen erstrecken sich auch auf seine engsten Angehörigen.

„Wir werden weiterhin alle geeigneten Mittel in Betracht ziehen, um die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen und -missbrauch in China und anderswo zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte US-Außenminister Antony Blinken bei einer Pressekonferenz.

1999 startete die KP Chinas eine Ausrottungskampagne gegen Falun Gong

Bei der Konferenz gab Blinken die Veröffentlichung des Jahresberichts des Außenministeriums zur internationalen Religionsfreiheit bekannt. Dieser führt unter anderem willkürliche Verhaftungen, Hausdurchsuchungen, gesellschaftliche Diskriminierung und Organraub bei Falun Gong-Praktizierenden auf.

Die Behörde, der Yu vorstand, ist bekannt als „Büro 610“. Es ist eine außerrechtliche staatliche Behörde, die kurz vor Beginn der Verfolgung von Falun Gong mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet wurde, die brutale Kampagne gegen die Meditationspraxis durchzuführen. Die Organisation wird auch als Chinas „Gestapo“ bezeichnet und verfügt über enorme Macht innerhalb der KP Chinas und genießt die uneingeschränkte Befugnis, religiöse Minderheiten zu verfolgen. Yu leitete die Niederlassung in Chengdu von 2016 bis Februar 2018.

Die spirituelle Disziplin Falun Gong beinhaltet drei Grundprinzipien – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – und eine Reihe von meditativen Übungen. Nachdem Gründer, Li Hongzhi, die kostenlose Praxis 1992 in Chinas nordöstlicher Stadt Changchun zum ersten Mal vorgestellt hatte, gewann Falun Gong durch Mundpropaganda innerhalb weniger Jahre 70 Millionen bis 100 Millionen Anhänger. Das chinesische Regime sah seine Macht durch die Popularität der Praxis bedroht und begann im Juli 1999 eine Ausrottungskampagne mit dem Ziel, die Praxis in China auszulöschen.

„Starke Botschaft an China“

Der Beschluss der USA „wird sicherlich eine starke Botschaft an China senden, dass die Welt hinschaut und es reale Konsequenzen für die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden geben wird“, so Erping Zhang, Sprecher des Falun Dafa Information Centers in New York.

„Wenn sich die Nachricht im Sicherheitsapparat der Kommunistischen Partei Chinas verbreitet, werden sich einige wahrscheinlich zweimal überlegen, ob sie weitere Übergriffe begehen wollen“, sagte er in einer Erklärung.

Sam Brownback, US-Sonderbotschafter für internationale Religionsfreiheit, begrüßte den Schritt ebenfalls. „Ich denke, es sendet ein sehr starkes Signal an China“, sagte er dem Epoch Times-Schwesterunternehmen NTDTV. „Es sendet das Signal, dass wir sie nicht mit diesem Krieg gegen den Glauben davonkommen lassen werden.“

Die Sanktionen des US-Außenministeriums kamen einen Tag vor dem Welt-Falun-Dafa-Tag am 13. Mai – dem Jahrestag der Einführung der Praxis in der Öffentlichkeit vor 29 Jahren. In einem Interview mit NTD-Deutsch anlässlich des Jahrestages sagte Martin Patzelt (CDU), MdB und Mitglied im Menschenrechtsausschuss des Bundestages:

Falun Gong ist eine Bewegung, die den Menschen eigentlich viel nutzt und Freude und Harmonie bringt. […] Es ist ein Verbrechen, und es ist dumm, wie in China mit den Anhängern von Falun Gong umgegangen wird.“

Auch Michael Gahler, Europaabgeordneter der CDU für Hessen sprach anlässlich des Jahrestages seine Unterstützung aus: „Es ist gut, dass am 13. Mai jedes Jahr erinnert wird; dass man aufmerksam macht auf das Schicksal der Falun Dafa-Praktizierenden – und wir müssen unsere Stimme überall dort erheben, wo wir das als freie Menschen tun können.“

Organraub als „kalter Genozid“ bezeichnet

Minghui, eine von Falun Gong-Praktizierenden in den USA gegründete Website, hat rund fünftausend Praktizierende verifiziert und dokumentiert, die durch die Verfolgung des KP-Regimes in China ums Leben gekommen sind. Die Website gibt an, dass die wahre Zahl der Todesfälle wahrscheinlich viel höher ist, aber aufgrund der strengen Kontrolle der Kommunistischen Partei über alle Lebensbereiche nicht verifiziert werden kann. Forscher haben die erzwungene Organentnahme bei Falun Gong-Praktizierenden als „kalten Genozid“ bezeichnet.

US-Sonderbotschafter Sam Brownback sagte in einem Telefoninterview: Was das chinesische Regime den Falun Gong-Praktizierenden angetan habe, sei „hasserfüllt und aggressiv“.

„Sie scheinen Falun Gong einfach absolut zerstören zu wollen“, sagte er der Epoch Times. Er sprach auch von zunehmenden Beweisen für den systematischen Organraub, der vor allem Falun Gong-Praktizierende, aber auch Christen und Uiguren zum Ziel habe. „Die Welt kann das nicht länger ignorieren“, betonte Brownback.

Das Original erschien in The Epoch Times USA mit dem Titel: US Sanctions Chinese Official for Persecuting Falun Gong (deutsche Bearbeitung von ds)



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