Geflügelfarm in Frankreich. Symbolbild.Foto: FRED DUFOUR/AFP via Getty Images

600.000 Enten und andere Tiere wegen Vogelgrippe in Frankreich gekeult

Epoch Times31. Dezember 2021 Aktualisiert: 31. Dezember 2021 16:15

In Frankreich sind innerhalb eines Monats zwischen 600.000 und 650.000 Enten, Hühner und andere Tiere wegen der Vogelgrippe gekeult worden. Am stärksten betroffen seien Zuchtbetriebe im Südwesten des Landes, teilte das Landwirtschaftsministerium der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. In dieser Region ist die einträgliche Foie-gras-Industrie ansässig.

Das Ministerium führte in einer vorläufigen Übersicht 26 betroffene Zuchtbetriebe, 15 Fälle in freier Wildbahn und drei Fälle auf Hühnerhöfen auf.

Wie viele andere europäische Länder ist Frankreich von der hoch ansteckenden Vogelgrippe betroffen, die von Zugvögeln verbreitet wird. Im vergangenen Jahr breitete sich die Vogelgrippe in 500 Zuchtbetrieben aus. Damals wurden rund 3,5 Millionen Tiere gekeult, vor allem Enten.

In diesem Jahr wurde das Virus erstmals am 26. November in der Kommune Warhem im Norden Frankreichs festgestellt, wo 160.000 Legehennen gehalten wurden. Das Landwirtschaftsministerium kündigte weitere Regelungen zur Bekämpfung der Vogelgrippe an. Bis zum 7. Januar dürfen demnach die Betriebe in bestimmten Regionen keine neuen Küken oder Entenküken mehr aufnehmen.

Vogelgrippe-Ausbrüche wurden zuletzt auch in Belgien und Großbritannien gemeldet. Tschechische Tierärzte kündigten am Mittwoch zudem an, dass 80.000 Tiere gekeult würden, nachdem in einem Betrieb innerhalb kurzer Zeit 100.000 Tiere an der Vogelgrippe verendet waren.

Die Vogelgrippe ist für die Tiere selbst tödlich, für den Menschen in der Regel aber ungefährlich. Allerdings kann H5N1 in seltenen Fällen auch auf Menschen übertragen werden und dann schwere Erkrankungen auslösen.

Geflügelpest bei Putenbestand in Brandenburg festgestellt

Auch bei einem Putenbestand in Brandenburg ist die Geflügelpest festgestellt worden. Wie das Verbraucherschutzministerium in Potsdam am Freitag mitteilte, bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dass es sich bei dem Fall im Landkreis Märkisch-Oderland um die hochpathogene Variante H5N1 handele. Vorsichtsmaßnahmen waren demnach schon zuvor nach Bekanntwerden des Verdachts eingeleitet worden.

Wie in einem solchen Fall vorgesehen, wurde im Umkreis des Betriebes eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometer eingerichtet, außerdem eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometer um den Ausbruchsbetrieb. Dessen Gebäude und Einrichtungen dürfen nur noch mit Schutzkleidung betreten werden. Alle rund 19.000 dort gehaltenen Puten sollen getötet und sicher entsorgt werden.

„Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzgeflügelbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten ist, sind wir in Alarmbereitschaft“, erklärte Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Die Ursache für die Infektion in Märkisch-Oderland sei bislang noch unklar, „die notwendigen Ermittlungen sind eingeleitet“. Das Veterinäramt des Landkreises werde dabei vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes unterstützt.

Das Geflügelpestvirus war zuvor in diesem Herbst und Winter bereits bei Wildvögeln und in zwei Kleinstbeständen in Brandenburg nachgewiesen worden. Das FLI schätzte die Gefahr weiterer Einträge des Virus den Ministeriumsangaben zufolge als hoch ein. Im vergangenen Herbst und Winter waren in Brandenburg elf Ausbrüche in Geflügelbeständen verzeichnet worden. Insgesamt mussten damals rund 159.000 Tiere getötet werden. (afp)



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